Erste Kreisbeigeordnete überreicht Zertifikate für SOwieDAheim

pm-img
Das qualifizierte Betreuungsteam von SOwieDAheim hat Verstärkung bekommen.

19.12.2018. - Das anerkannte Betreuungsangebot SOwieDAheim hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich im Main-Kinzig-Kreis entwickelt. „Dank der vielen freiwilligen Akteure ist hier ein einzigartiges Netzwerk insbesondere für dementiell erkrankte Menschen entstanden“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler anlässlich der Weihnachtsfeier der mitwirkenden Betreuungspersonen. Sie sorgen dafür, dass die betroffenen Menschen in 19 Haushalten stundenweise betreut werden können.

Gemeinsam mit dem Organisationsteam von SOwieDAheim dankte sie den über 100 Frauen und Männern, die mit ihrer Arbeit dieses Angebot möglich machen. „Die Betreuung ist nicht nur eine Bereicherung für die älteren Menschen, sondern zugleich eine Entlastung für die Angehörigen“, erklärt Simmler. Daher sei es eine erfreuliche Entwicklung, dass sich hier immer wieder neue Unterstützerinnen und Unterstützer finden.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier im Jugendzentrum Ronneburg überreichte sie gemeinsam mit Yvonne Zednik vom Fachkräfteteam die entsprechenden Zertifikate an weitere 16 ausgebildete Männer und Frauen. Diese neuen Betreuungspersonen wurden in insgesamt 44 Theoriestunden, weiteren Fortbildungen sowie einem mehrtägigen Praktikum auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Sie erweitern das bestehende Team aus rund 90 Frauen und Männern, die in privaten Haushalten, in Bewegungsgruppen oder auch in Einzelbetreuung mehr als 130 dementiell Erkrankte für eine bestimmte Zeit betreuen, mit ihnen essen, musizieren, spielen oder Ausflüge machen.

Das 2006 zunächst befristet im Main-Kinzig-Kreis eingeführte Projekt SOwieDAheim gilt mittlerweile als Vorzeigemodell und Vorbild für ähnliche Konzepte, die bundesweit im Bereich der häuslichen Tagespflege aufgelegt worden sind. Als bisherige Krönung gab es im April zudem den Hessischen Elisabeth-Preis für Soziales. Die Auszeichnung war in diesem Jahr erstmals verliehen worden. Sie geht von der Liga der freien Wohlfahrtspflege mit Unterstützung der Landesregierung und in Kooperation mit Lotto Hessen aus.

Für Simmler „eine nachvollziehbare Entwicklung“, denn das Betreuungsangebot trifft den Bedarf der Menschen auf dem Weg zur sorgenden Gemeinschaft. „In den Treffen blühen alle auf, auch die Betreuerinnen und Betreuer“, berichtet die Erste Kreisbeigeordnete von ihren Erfahrungen und den vielfachen Rückmeldungen. Für die ehrenamtlichen Akteure ist es ein erfüllendes Engagement und zugleich eine angenehme Verpflichtung.