Förderung geht weiter: Touristische Infrastruktur gemeinsam aufwerten

pm-img
Im Papua-Museum in Gelnhausen-Meerholz übergab Susanne Simmler die Zuwendung an Claudia Weiglein im Beisein von Vertretern der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, v.l.: Franziska Weber, Claudia Weiglein, Susanne Simmler und Bernhard Mosbacher.

17.12.2018. - Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler hat vor wenigen Tagen die Familie Weiglein in Gelnhausen-Meerholz besucht und einen Zuschuss für weitere Baumaßnahmen in Höhe von 50.000 Euro übergeben. Claudia Weiglein dankte auch im Namen ihres Mannes, Dr. Werner Weiglein, der zurzeit in Indonesien weilt, für die Unterstützung des Kreises.

Familie Weiglein möchte in ihrem Palais Meerholz durch einen Gebäudeumbau vier Ferienwohnungen errichten, da diese Art der Unterkunft vermehrt von Gästen nachgefragt wird, wie die Besitzerin berichtete. Auf dem Gelände existiert bereits ein in Deutschland einzigartiges Papua-Neuguinea-Museum mit über 800 Projekten zur Stammeskunst und ein Hotel sowie mehrere andere Gebäude. Weitere Planungen bestehen für ein indonesisches Restaurant und eine Gartenanlage. Insgesamt wird rund 270.000 Euro in die Anlage investiert. Nach einem Rundgang durch das Museum lobte Tourismusdezernentin Simmler diese ganz besondere Attraktion. „Das lockt ganz sicher zahlreiche Gäste nach Gelnhausen und mit dem nun geplanten erweiterten Übernachtungsangebot haben die Besucher auch die Möglichkeit sich weitere Angebot in der Umgebung zu erschließen“, so Simmler.

Über das Programm „Förderung touristischer Infrastruktur im Main-Kinzig-Kreis“ werden seit diesem Jahr sowohl bauliche Maßnahmen als auch Kooperationen mit klarem touristischem Schwerpunkt unterstützt. In den Richtlinien, die der Kreisausschuss verabschiedet hat, heißt es: „Ziel ist die Förderung touristischer Projekte, die zur Steigerung der Attraktivität der touristischen Region und damit einhergehend auch der Gästezahlen und der Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Touristische Infrastrukturen für einen nachhaltigen Qualitätstourismus sollen vorrangig aufgewertet und dort, wo es sinnvoll und fachlich geboten ist, neu geschaffen werden.“

Mit dem Fördertopf über 500.000 Euro für das laufende Jahr sind eine ganze Reihe von Projekten unterstützt worden, die diesen Richtlinien entsprechen. Erst im Dezember hatte der Kreisausschuss die letzten vier der Anträge für 2018 bewilligt, darunter der Neubau von acht Ferienhäusern in Flörsbachtal-Lohrhaupten und die Einrichtung eines Walderlebnispfades im Schlüchterner Naherholungsgebiet „Acis“.

Für Susanne Simmler sind dies gute Beispiele für die Wertsteigerung der Region als Tourismus-Destination. „Wichtig ist uns, dass wir für die Menschen, die Erholung und Abwechslung suchen, neue Ausflugsziele schaffen, die Übernachtungskapazitäten erhöhen und kreative neue Urlaubsformen ermöglichen. Ganz dezentral und mit vielen Projektpartnern verstehen wir diese Aufwertung der touristischen Infrastruktur als Gemeinschaftsprojekt“, so Simmler.

Insgesamt sind mit den vier Projekten in der Sitzung des Kreisausschusses 15 Projekte mit zusammen genommen rund 600.000 Euro unterstützt worden. Dazu zählen Projekte wie ein Hausboot als Ferienwohnung in Maintal, ein neuer Panoramarundweg in Schöneck, Kleinhotels auf einem Bauernhof in Steinau und die Neueröffnung eines Gasthofs in Flörsbachtal. Für die kommenden Jahre wird das Förderprogramm mit jeweils einer Gesamtsumme von 500.000 Euro fortgesetzt.

Mit der Gründung der Spessart Tourismus und Marketing GmbH haben der Main-Kinzig-Kreis und die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern als Gesellschafter das Marketing für die Region bereits 2016 auf neue Beine gestellt. „In den vergangenen Jahren haben die Touristiker gemeinsam schon viele touristische Schätze im Spessart und Kinzigtal schon sichtbar und wunderbare Plätze zum Verweilen bekannter gemacht. Mit dem Förderprogramm gehen wir einen nächsten Schritt und bauen diese touristische Infrastruktur weiter aus“, so Simmler, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Spessart Tourismus und Marketing GmbH ist.

Der Fördertopf schafft Anreize, dass vor Ort gezielt in Projekte investiert wird, die „Innovative Beherbergung“, „Regionalen Genuss“, „Mystisches Erlebnis“, „Touristische Highlights“ oder „Wegbegleitende Infrastruktur“ versprechen. Förderfähig sind neue Angebote wie auch neue und nachhaltige Kooperations- und Vernetzungsprojekte in diesen Bereichen.