Geförderter Wohnraum in Hochstadt entsteht bis 2020

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„Bezahlbares Wohnen für Menschen mit kleinerem Einkommen schaffen“: Daniel Schächtele (Maintal Immobilien Gesellschaft), Bürgermeisterin Monika Böttcher und Landrat Thorsten Stolz (von links). Der Main-Kinzig-Kreis fördert das Projekt „Am Weides“ in Hochstadt mit 231.000 Euro.

13.12.2018. - „Maintal spürt den Siedlungsdruck aus Frankfurt ganz massiv. Viele Menschen zieht es in unseren Landkreis, was sich im Mietniveau im Raum Maintal immer stärker widerspiegelt. Hier ist die Politik gefragt, um auch Menschen mit kleinerem Einkommen ein bezahlbares Wohnen zu ermöglichen“, sagte Landrat Thorsten Stolz, als er den Förderbescheid für das geplanten Wohn- und Ärztehaus in Maintal-Hochstadt an Bürgermeisterin Monika Böttcher und Daniel Schächtele, Geschäftsführer der Maintal Immobilien Gesellschaft, überreichte. Der Main-Kinzig-Kreis fördert das Vorhaben in Maintal mit insgesamt 231.000 Euro.

Die städtische Immobiliengesellschaft wird „Am Weides“ in Maintal-Hochstadt einen Neubau mit zehn Wohneinheiten und einer Arztpraxis errichten, wobei neun der zehn Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von 680 Quadratmetern durch den Main-Kinzig-Kreis gefördert werden. In dem Neubau wird ein Fahrstuhl den Zugang zu den einzelnen Etagen erleichtern – fünf der neun geförderten Wohnungen sind komplett barriererfrei angelegt. Der Mietpreis liegt durch die Kreisförderung pro Quadratmeter bei höchstens sieben Euro.

Daniel Schächtele berichtete, dass Anfang des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden soll. Der Bezug des Wohn- und Ärztehauses ist für 2020 anberaumt. In die neuen Praxisräume zieht dann das Medizinische Versorgungszentrum mit vier Ärzten, das derzeit in der Ringstraße Süd angesiedelt ist.

Monika Böttcher berichtete von weiteren größeren Baugebieten, die sich derzeit in der Planung befänden. Für Gebiete in Dörnigheim und Wachenbuchen seien dabei ebenfalls Wohnprojekte geplant, die sich gezielt an Bürgerinnen und Bürger mit kleinem Einkommen richteten. „Der Wohnungsmarkt ist insgesamt angespannt; für Menschen mit geringem Einkommen ist er wie leergefegt, das können wir nicht so hinnehmen“, begründete die Bürgermeisterin die weiteren mietpreisgeminderten Wohnungsbau-Vorhaben.

Landrat Thorsten Stolz bedankte sich bei der Stadt Maintal für das Engagement auf diesem Gebiet. Bislang seien aus dem Kreisprogramm Mittel für 262 Wohneinheiten ausgezahlt worden beziehungsweise projektbezogen gebunden. Einige Kommunen schaffen derzeit zunächst Planungsrecht, da geeignete Grundstücke insbesondere im Westkreis noch nicht zur Verfügung stehen.