Kreisspitze erteilt leichtfertigen Planspielen zu Großkrotzenburg eine klare Absage

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27.11.2018. - Mit Blick auf die Wortmeldung aus Großkrotzenburg, die Gemeinde an die Stadt Hanau anzugliedern und ihre Selbständigkeit aufzugeben, warnt die Kreisspitze vor solchen haltlosen und einseitigen Gedankenspielen. „Derartige Spekulationen über eine Eingemeindung halten wir nicht nur für fehl am Platz, sondern auch für den ergebnisoffenen Diskussionsprozess zur Auskreisung Hanaus für absolut kontraproduktiv“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Für eine derartige Debatte gebe es keine sachliche Grundlage und auch keine realistische Perspektive.

Hier werde durch einige Akteure der Eindruck erweckt, man könne beliebig einen Landkreis verlassen und sich neuen Verwaltungsstrukturen anschließen. „Doch genau diese Beliebigkeit gibt es nicht“, so die Kreisspitze. In diesem Zusammenhang verweisen Stolz, Simmler und Ottmann auf ihre eindeutige Stellungnahme aus dem September. Erst vor rund zwei Monaten hatten Landrat Thorsten Stolz und Großkrotzenburgs Bürgermeister Thorsten Bauroth gemeinsam erklärt, dass der Ort auch nach der möglichen Kreisfreiheit Hanaus eine selbständige Gemeinde und Teil des Main-Kinzig-Kreises sein wird. Diese Position entspricht auch dem einstimmigen und unmissverständlichen Votum der Gemeindevertretung vom 24. August.

Wie Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann hervorheben, denkt kein politischer Vertreter ernsthaft daran, am jetzigen Status der Gemeinde etwas zu verändern. Der von der Stadt Hanau eingeleitete Prozess von ihrem Sonderstatus zur Kreisfreiheit sei nicht beliebig zu kopieren oder zu erweitern. Sich allein aufgrund der räumlichen Nähe zur Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis zu lösen, sei daher eine völlig abwegige Vorstellung.

„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Städte und Gemeinden und die dort lebenden Menschen von der praktizierten Aufgabenteilung erheblich profitieren“, betont die Kreisspitze. Der Main-Kinzig-Kreis sei zudem „keine Spielwiese für solche leichtfertigen Planspiele“. Angesichts funktionierender Strukturen sei der Vorstoß kontraproduktiv und irreführend. Durch solche Gedankengänge würde eher noch die Befürchtungen des Hessischen Landkreistages bestärkt, dass gewachsene und gesunde Strukturen durch eine Auskreisung Hanaus zerschlagen würden.

Die Kreisspitze macht deutlich, dass es für Großkrotzenburg und die weiteren Städte und Gemeinden keinen Grund gibt, dass Erfolgsmodell Main-Kinzig zu verlassen. Auch wenn Großkrotzenburg künftig möglichweise nur über Hanauer Gemarkung oder das Nachbarland Bayern die weiteren Teile des Main-Kinzig-Kreises erreichen kann, werde sich an der politischen Nähe nichts verändern.