Simmler überreicht Auszeichnung für besonderes soziales Engagement

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Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Ausschuss für Soziales, Familie, Senioren und Demografie, Jutta Straub (SPD) und Stellvertreter Uwe Häuser (CDU), überreichte die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler die Urkunden.

14.11.2018. - Mit Worten der Anerkennung und der Dankbarkeit begrüßte die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler die diesjährigen Preisträger für die Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches soziales Engagement. Aus den 25 Vorschlägen hatte der Sozialausschuss diesmal den 1. Maintaler Tanzsportclub Blau-Weiß, die Betreuungskräfte des „Café Kränzchen“ in Haingründau sowie die Sinntalerin Christa Schreiber ausgewählt.

Mit ihren beispielhaften Projekten für Demenzkranke oder in der Sterbebegleitung haben sich die Preisträger „besonderen Respekt verdient“, wie die Erste Kreisbeigeordnete zu Beginn der Feierstunde betonte. Dabei haben sie Kraft, Ausdauer, Ehrgeiz Verlässlichkeit und besonderes Einfühlungsvermögen bewiesen. Diese menschliche Zuwendung, welche eine Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern und Begleitern den Betroffenen im Main-Kinzig-Kreis tagtäglich entgegenbringen, sei ein kostbares Gut.

„Es ist mir eine große Freude, mit der heutigen Auszeichnung ein Zeichen des Respektes und der Anerkennung für die gelebte Solidarität zu geben“, würdigte die Sozialdezernentin Susanne Simmler die anwesenden Preisträgerinnen und Preisträger. Denn gerade aus diesem Grunde verleiht der Main-Kinzig-Kreis seit 1998 den Ehrenamtspreis für herausragendes soziales Engagement. Musikalisch eingerahmt wurde die Veranstaltung im Main-Kinzig-Forum vom Ensemble „Souláconga“ der Musikschule Main-Kinzig.

Unter dem Motto „Wir tanzen wieder!“ bietet der Maintaler Tanzsportclub spezielle Tanz- und Bewegungsmöglichkeiten für ältere Menschen mit und ohne Demenzerkrankung an. Wie die Erste Kreisbeigeordnete in ihrer Laudatio berichtete, entstand das Projekt vor zehn Jahren in Köln und ist inzwischen fester Bestandteil der Angebote in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands. Der Maintaler Tanzsportclub Verein organisiert diese Veranstaltung seit einem Jahr jeden dritten Donnerstag im Monat.

Zu den Gästen gehören auch Menschen aus Alten- und Pflegeheimen in Maintal und aus anderen Städten und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises sowie deren Betreuerinnen und Betreuer. Auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Rollator oder Rollstuhl werden beim Tanzen unterstützt. „Bei dem Projekt geht es vor allem darum, sich selbstbestimmt und zwanglos zu bewegen“, erläuterte die Erste Kreisbeigeordnete. Alle tanzen auf ihre Art und Weise ohne bestimmte Schrittfolgen. Die Vereinsmitglieder stehen jederzeit bereit und unterstützen bei selbst gewählten Bewegungsformen. Hierbei steht eindeutig der Spaß an der Bewegung im Vordergrund.

Dahinter steht eine gute Organisation. Rund 20 Vereinsmitglieder nahmen im Vorfeld an einem eintägigen Workshop teil und trafen sich im Nachhinein mehrmals, um den Ablauf der Veranstaltung zu planen und zu erstellen. Neben der Musikauswahl musste auch die Moderation gut vorbereitet werden. Zu den Vereinsmitgliedern gehören: Hilde Eichstaedt, Ellen Gleim, Marianne und Horst Fuchs Bruno und Cornelia Griebel, Ingrid Grein, Petra Hilpert, Gabriele und Norbert Kanthak, Edith Katzbach, Monika Kleinschmitt, Franz Lang, Martina Meiser, Daniela und Martin Schönfelder, Rudolf und Irene Steinz, Elke Westhöfer und Karl Zichner. „Die Erkrankten erhalten so die Möglichkeit, ein Stück Normalität zu leben, fernab der eigenen Defizite, die sie im Alltag erleben müssen“, schildert Susanne Simmler.

Bereits seit 2011 organisieren die Betreuungspersonen im „Café Kränzchen“ im Mehrgenerationenhaus Anton einen dreistündigen Nachmittag für demenzerkrankte, blinde oder gehörlose Seniorinnen und Senioren. Jede Woche wird bei Kaffee, Kuchen und Gesprächen auch gemeinsam gesungen, gebastelt, das Gedächtnis trainiert und Sitzgymnastik gemacht. Hierbei legen die Organisatoren besonderen Wert darauf, dass die Beschäftigungen und Themen immer zur Jahreszeit passen.

„Die Hauptziele des gemeinsamen Nachmittages sind die Entlastung der Angehörigen für einige Stunden, die Alltagskompetenz und soziale Integration zu fördern und sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten“, berichtet Susanne Simmler. Das Team besteht aus gesetzlich anerkannten qualifizierten Betreuerinnen und Betreuern sowie geschulten ehrenamtlichen Betreuungskräften. Damit die Gäste auch gut und sicher zum „Café Kränzchen“ und auch wieder zurückkommen, gibt es zwei ehrenamtliche Fahrer, die die Beförderung übernehmen.

Anlässlich der Preisverleihung konnte die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler die Betreuungskräfte Birgit und Norbert Adler, Ursel Wilhelm, Brigitte Schmidt und Hans-Jürgen Huber begrüßen. Außerdem begleitete Kathrein Reichenbach, pädagogische Leiterin im Mehrgenerationenhaus Anton, die engagierte Gruppe.

Abschließend würdigte Susanne Simmler den jahrelangen Einsatz von Christa Marie Frieda Schreiber aus Sinntal. Sie ist seit vielen Jahren schon in der ehrenamtlichen Hospizbegleitung tätig und unterstützt dabei schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörigen. Angefangen hat alles im Jahre 2000 mit der Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizhelferin bei der Arbeitergemeinschaft Hospizdienst Hanau /Main-Kinzig-Kreis.

„Es erfordert einen besonderen Einsatz, schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige durch ambulante Einsätze zu begleiten“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete. Doch Christa Schreiber betreut die Menschen nicht nur in der vertrauten Umgebung zu Hause in den Familien, sondern auch in Senioreneinrichtungen, in Krankenhäusern oder in der Psychiatrie. Sie singt, betet, lacht und weint mit den Menschen und erleichtert ihnen so diesen schwierigen Weg.

Zu den vielen weiteren Aktivitäten und Aufgaben gehören Fachvorträge über den ambulanten Hospizdienst für interessierte Gruppen, Vereine, Seniorenkreise und Kommunen sowie anschauliche Projekte an Schulen. Bei Veranstaltungen wie zum Beispiel bei den Gesundheitstagen Sterbfritz hält sie Präsentationen über ihre Arbeit. Um all dies durchführen zu können, bedarf es einer stetigen Weiterbildung.

Die Beispiele der diesjährigen Preisträger sind für die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler „ein lebhafter Beweis, wie gelebte Solidarität und Menschlichkeit den Wert einer Gesellschaft bestimmen können“. Die Arbeit der Gruppen und Persönlichkeiten sei eine großartige Bilanz der Freude und Fürsorge, von der beide Seiten profitieren.