Dorfweiher: Kreis gibt weitere Prüfungen in Auftrag

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09.10.2018. - Der Main-Kinzig-Kreis hat vor wenigen Tagen mit Vertretern der IG „Rettet den Dorfweiher“ aus Hasselroth über den Sachstand rund um den Dorfweiher in Neuenhaßlau gesprochen. Dabei hat der Kreis zum einen wiederholt, dass die Gefahren einer Rutschung durch den unsicheren Uferbereich eine Befestigung und Umgestaltung erforderlich mache. Zum anderen verstehe der Kreis das Mediationsergebnis für sich als bindend, das zwischen Kreis, Gemeinde Hasselroth und dem ansässigen Angelsportverein am 22. Juni erstellt worden ist. Darin ist unter anderem die Prüfung verschiedener Lösungen festgehalten mit dem Ziel, den Dorfweiher und seine Uferbereiche neu und sicher zu gestalten.

Der Main-Kinzig-Kreis hatte bereits 2015 die Standsicherheit an der Uferböschung bemängelt. Ein geologisches Gutachten kam in der Folge zum gleichen Ergebnis. Die Gemeinde Hasselroth handelte daraufhin umgehend und verantwortungsvoll. Gegen die vorgeschlagenen Lösungen von der Gemeinde gab es seitens des Kreises keine Einwände. Mit dem Angelsportverein, der den Dorfweiher befischt, einigten sich der Kreis und die Gemeinde auf das weitere Vorgehen.

Mit der IG „Rettet den Dorfweiher“ tauschte sich Landrat Thorsten Stolz nun ebenfalls aus und versprach, eine so genannte ingenieurbiologische Sicherung, eine alternative Form der Befestigung von Uferbereichen, erneut zu prüfen. Diese Art der biologischen Hangbefestigung war im Planungsverfahren schon einmal thematisiert und geprüft worden und stellte sich bislang als wenig realistische Alternative dar. Der Main-Kinzig-Kreis stellte in Aussicht, dies im Zuge des derzeit laufenden Verfahrens jedoch noch einmal aufzugreifen und sich hierzu eine weitere fachliche Aussage einzuholen. Ein entsprechender Prüfauftrag wurde bereits durch den Main-Kinzig-Kreis erteilt.

Ebenfalls auf den Weg gebracht hat der Main-Kinzig-Kreis, die zugrundeliegenden Berechnungen erneut dem Landesgeologen zur Überprüfung vorzulegen. Auch damit kam der Kreis den Wünschen der Interessengemeinschaft nach. Eine Antwort des Hessischen Landesamts liegt jedoch noch nicht vor.

Verwundert reagiert der Kreis indes auf eine Pressemitteilung, die nun die IG „Rettet den Dorfweiher“ zu dem Gespräch herausgegeben hat. Die IG schlussfolgere demnach aus der Runde in der Kreisverwaltung, das Rathaus habe einen „Handlungszwang herbeigeführt“. Ausdrücklich hatte der Kreis die Gemeinde auf die Notwendigkeit einer Sanierung hingewiesen. Bei Nichtbeachtung dieser drohenden Rutschung wäre die Gemeinde Hasselroth entweder durch den Kreis angewiesen worden, entsprechende Maßnahmen einzuleiten oder der Kreis hätte Ersatzvornahmen durchführen müssen.