Kreisprogramm für ländlichen Raum lockt Frankfurter nach Steinau

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Landrat Thorsten Stolz (rechts), Steinaus Erster Stadtrat Arnold Lifka und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler wünschten der Familie Wendt für die weiteren Bauarbeiten an der Dielmühle viel Erfolg (von links).

04.10.2018. - In die Obere Dielmühle in Steinau-Uerzell kehrt wieder Leben ein: Die Familie Wendt baut die jahrhundertealten Gebäude als großes Gemeinschaftsprojekt derzeit zu Wohnungen um. Auf rund 680 Quadratmetern ziehen demnächst drei Erwachsene und vier Kinder ein, darunter Pflegekinder. Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ließen es sich nicht nehmen, den Trägern dieses ambitionierten Projekts einen persönlichen Besuch abzustatten und ihnen viel Erfolg zu wünschen.

Der Kreis fördert die Baumaßnahme mit insgesamt 50.000 Euro, die die Sanierung des Hauptgebäudes sowie der Scheune der Dielmühle beinhaltet. „In diesem Bauprojekt vereinen sich gleich mehrere große Projekte mit einem enormen finanziellen und kräftemäßigen Aufwand. Am Ende finden hier nicht nur mehrere Familien eine Heimat in Steinau, einen geradezu prädestinierten, idyllischen Ort für Mehrgenerationenwohnen, sondern auch zwei Pflegekinder. In einem Bereich des Hauses wird zudem ein Architekten-Studio entstehen", erläuterte Thorsten Stolz.

„Leben, Aufwachsen und Arbeiten verbinden sich an diesem einen Ort und beleben zugleich die Dielmühle, an der leider der Zahn der Zeit zuletzt allzu arg genagt hat“, bekräftigte auch Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Das Förderprogramm Ländlicher Raum gab für die Familienmitglieder den letzten Ausschlag, den großen Aufwand im und am Fachwerkhaus aus dem Jahr 1780 – der Keller datiert sogar auf das Jahr 1450 – doch auf sich zu nehmen. Über einen Pressebericht in einer Tageszeitung wurden sie in Frankfurt auf die Förderung aufmerksam und suchten den Kontakt zum Kreis, um unter Mithilfe dieses Programms nun den Lebensmittelpunkt jeweils nach Steinau zu verlegen.

Nach Abschluss der Maßnahme sollen neben den Wohneinheiten auch ein ausgebauter Stall für Therapiepferde genutzt werden. Schon jetzt sind neben Pferden und einem wachsamen Bernhardiner noch Ziegen und Hühner auf dem großen Außengelände unterwegs. „Man kann sich schon jetzt gut vorstellen, wie das Haus und das Außengelände mal aussehen werden: einfach paradiesisch“, erklärte Landrat Stolz. „Ich darf Sie beglückwünschen zu diesem Schritt, der auch für Uerzell ein Gewinn ist.“

Den Worten des Landrats schloss sich Steinaus Erster Stadtrat Arnold Lifka an. „Es ist für Steinaus Stadtteile unglaublich wichtig, dass es solche Anreize durch den Kreis gibt, unsere Ortskerne neu zu beleben und eben auch Gebäude wiederzubeleben, die zur Geschichte eines Stadtteils gehören“, so Lifka. Die Investition an der einen Stelle erhöhe die Chance, dass an anderer Stelle, in unmittelbarer Umgebung, die Bereitschaft zur Investition ebenfalls steige und sich dieser Effekt fortsetze. Dem Kreis gebühre daher für sein Förderprogramm Ländlicher Raum großer Dank.