Projekt GartenKunstGenuss: 216 Bäume in Westafrika gepflanzt

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Baumschulgärtner in Togo/Westafrika mit einem handgemalten Schild „GartenKunstGenuss“ (Foto: natureoffice.com).

24.09.2018. - Zur ersten Ausgabe der Veranstaltungsreihe GartenKunstGenuss Main-Kinzig kamen in diesem Jahr rund 2.000 Besucherinnen und Besucher zu Veranstaltungen im ganzen Main-Kinzig-Kreis. Rückblickend freut sich Landrat Thorsten Stolz, dass alle dabei entstandenen Emissionen nun durch Projekte in Entwicklungsgebieten ausgeglichen werden konnten.

„Das Projekt GartenKunstGenuss Main-Kinzig und der Main-Kinzig-Kreis übernehmen Verantwortung“, so Thorsten Stolz. So sind beispielsweise alle CO2-Emissionen, die beim Druck der kreisweit verteilten Broschüre und im Rahmen der 30 Veranstaltungen durch 2.000 Besucher angefallen sind, nachweislich durch Ausgleichsmaßnahmen im Umweltbereich kompensiert worden.

Das Programmheft wurde durch ein Windenergie-Projekt auf Aruba (niederländische Karibikinsel vor der Küste Venezuelas) ausgeglichen. Zum Ausgleich aller Besucherfahrten zu Veranstaltungen, die 54 Tonnen Kohlendioxid verursachten, wurden in Togo/Westafrika 216 Bäume angepflanzt. Vier Bäume binden über eine Laufzeit von 30 Jahren eine Tonne Kohlendioxid.

„Das Thema »green event« zu beachten, war uns gerade bei der Gartenreihe selbstverständlich", sagt Initiator Jörg Schmitz. „Heutzutage ist es Standard, alle unvermeidbaren Umweltbelastungen, die durch ein derartiges Event zwangsläufig entstehen, wieder auszugleichen." Ansonsten gelte bei Emissionen das Drei-Klang-Prinzip: „Vermeiden, reduzieren, kompensieren“.

Da die Atmosphäre keine Grenzen kenne, spiele es keine Rolle, wo auf der Welt ein CO2-Ausgleich stattfinde. Zahlreiche Klimaschutzagenturen bieten Ausgleichszertifikate im Zusammenhang mit Umweltprojekten an. Der Markt hierfür und das Spektrum sei groß, so Schmitz, der eine Zusatzausbildung zum Nachhaltigkeitsmanager absolviert hat: „Von Waldaufforstungsprojekten in Deutschland, Österreich, Schweiz bis hin zu Maßnahmen in Afrika ist die Auswahl der Ausgleichsprojekte aber Geschmackssache“, meint Schmitz und ergänzt, dass er selber gern Projekte auswähle, die thematisch zum Anlass passen. Die Kosten für eine CO2-Kompensation sind denkbar niedrig: für den Ausgleich einer Tonne werden zwischen sechs und 12 Euro gezahlt.