„Woche der Wiederbelebung“ macht auch im Forum Station

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Landrat Thorsten Stolz durfte als erstes Kreisausschuss-Mitglied Herzdruckmassagen üben.

20.09.2018. - In dieser Woche erhalten wieder viele hundert Menschen im Main-Kinzig-Kreis wertvolle Informationen über Reanimation und Erste Hilfe: Die „Woche der Wiederbelebung“, getragen von den Rettungsdienstverbänden und dem Gefahrenabwehrzentrum, macht an unterschiedlichen Stellen und insbesondere auch an vielen Schulen im Kreisgebiet Station. Die Mitglieder des Kreisausschusses durften vor wenigen Tagen ihre Kenntnisse über Herzdruckmassagen ebenfalls auffrischen. Landrat Thorsten Stolz machte die Erfahrung einer Reanimationsmaßnahme, die per Telefon von der Leitstelle Main-Kinzig aus angeleitet wird.

„Wichtig ist: Prüfen, Rufen, Drücken“, erklärte Günther Seitz, stellvertretender Leiter des Gefahrenabwehrzentrums eingangs. Gemeinsam mit Dr. Wolfgang Lenz, dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, sowie Reiner Kaul von der Zentralen Leitstelle stellte er vor den Kreisausschuss-Mitgliedern die Bedeutung der Ersten Hilfe heraus. So sei alleine im vergangenen Jahr, als rund 2.000 Menschen an der „Woche der Wiederbelebung“ teilgenommen hatten, unmittelbar in den Wochen danach der Anteil jener Menschen signifikant angestiegen, die durch Herzdruckmassagen erfolgreich gerettet werden konnten.

Nach Landrat Thorsten Stolz bestand für den Kreisausschuss die Gelegenheit, an bereitgestellten Puppen Herzdruckmassagen zu üben. Mitglieder aus Rettungsdienstverbänden standen ihnen dabei zur Seite und beantworteten Fragen. „Die Zahl der Einsätze für unsere Rettungsdienste steigt seit Jahren rapide an. Helfen kann aber jeder, der mit dem Kreislaufkollaps oder dem Herzkreislaufstillstand bei einem Mitmenschen konfrontiert ist“, erklärte Landrat Stolz.

Nach wie vor erleiden viele Menschen bleibende Schäden durch einen Kreislaufstillstand, weil die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nicht durch die einfache Maßnahme einer Herzdruckmassage überbrückt wird. Das liegt daran, dass die Nervenzellen im Gehirn bereits nach dreiminütiger Unterbrechung der Energiezufuhr unwiederbringlich absterben. Die Initiative für die bundesdeutsche Aktionswoche kommt von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und dem Bund Deutscher Anästhesisten, unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit.