Interkulturellen Woche gehen vielfältig weiter

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10.09.2018. - Auch in ihrer dritten Runde bleiben die Interkulturellen Wochen spannend und vielfältig. Am Freitag, 14. September, wird die Ausstellung „Flüchtlingskunstwerke“ des Friedensvereins „Palmyra“ aus Schlüchtern im Bürgerforum Gelnhausen eröffnet – eine hochkarätige Veranstaltung, die das künstlerische Schaffen von Menschen vorstellt, die ihre teilweise extremen Erfahrungen während der Flucht kreativ in Bildern verarbeiteten. Die Vernissage beginnt um 17 Uhr, begleitet von Musik und Tanz sowie einem internationalen Buffet, das einen idealen Rahmen für Gespräche mit den Künstlern und Künstlerinnen bietet. Weiter geht es in dieser Woche mit einem gemeinsamen Kochevent im Stadtteilzentrum Bischofsheim (14. September um 17 Uhr), bei dem jede Menge kulinarischer Neuentdeckungen auf dem Programm stehen. Ebenfalls am 14. September um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirchengemeinde Maintal zu einem interessanten Themenabend ein: Ghana, das tropische Land an der afrikanischen Elfenbeinküste, wird hier mit traditioneller Musik und typischen Spezialitäten vorgestellt.

Auch in Hanau geht es am 15. September interkulturell zu: Das Fest der Kulturen an der Karl-Rehbein-Schule hat mittlerweile schon eine lange Tradition. Vor allem das reich bestückte internationale Buffet in der Mensa ist ein Highlight nicht nur für die Angehörigen der Schule. Zu spannenden Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene aller Nationalitäten lädt am gleichen Tag die Evangelische Jugend des Kirchenkreises Gelnhausen ein – ab 14 Uhr unter dem Titel „Integration 3.0“. Dokumentarische Einblicke in ein beklemmend ernstes Thema ermöglicht dagegen am 15. September „Minden Replying – das Massengrab im Mittelmeer“, ein Film von Maik Lüdemann über die humanitäre Arbeit der Seenotretter, bei der allzu oft Helfer und Hilfesuchende an ihre Grenzen geraten. Beginn im Wächtersbacher Kulturkeller ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Am 16. September setzt dann die Evangelische Kirchengemeinde in Maintal mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der der Alten Kirche am Main Akzente für Frieden und Versöhnung.

Auch die Filmreihe INTEGRATION UND KINO, organisiert vom Integrationsbüro gemeinsam mit dem Kino Gelnhausen und dem Internationen Bund (IB) Südwest, wird in dieser Woche fortgesetzt. Mit „The Big Sick“ am 16. September um 11 Uhr (Matinee) geht es eher humorvoll um Tradition und kulturelle Grenzen innerhalb einer Migrantenfamilie in den USA. Am Ende dieser spannenden interkulturellen Woche steht dann noch einmal ein ganz besonderes Highlight: Ali Can – Autor, Begründer der „Hotline für besorgte Bürger“ und Initiator der Me-Two-Debatte berichtet am 20. September in der Grimmelshausen Buchhandlung von den Erfahrungen, die er mit alltäglichem Rassismus und seinem ganz persönlichen Einsatz für Integration machte. Beginn ist um 20 Uhr, um Anmeldung wird gebeten (per Mail unter gribuch@t-online.de oder telefonisch unter 06051 14141).

„Vielfalt entdecken“ – unter diesem Motto lädt das Integrationsbüro des Main-Kinzig-Kreises auch in dieser Woche gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern und allen Organisatoren vor Ort ganz herzlich zum Besuch der Veranstaltungen ein. Alle Termine und weitere Informationen sind im Flyer enthalten, der im Besucherforum des Main-Kinzig-Kreises und an vielen Orten in den teilnehmenden Gemeinden ausliegt. Natürlich sind alle Veranstaltungsinfos auch online zu finden: unter www.mkk.de .

Das Interesse der Menschen im Main-Kinzig-Kreis an der Kultur und Lebensweise der Bürger und Bürgerinnen mit Migrationshintergrund ist ungebrochen groß – die Besucherzahlen bei den Veranstaltungen der ersten beiden Interkulturellen Wochen sind der beste Beweis dafür. Dass so viele Menschen kamen und mit ihrer Offenheit und interessanten Gesprächen die vielen Begegnungsfeste, Kultur- und Informationsveranstaltungen mitgestalteten, ist für die Organisatoren und Veranstalter Bestätigung und Ansporn zugleich. „Wir freuen uns sehr, dass der interkulturelle Dialog im Landkreis lebt und sind überzeugt, dass die Kultur der hinzugezogenen Menschen nicht nur eine Herausforderung, sondern in ihrer Vielfalt auch eine Bereicherung darstellt“, erklären die Mitarbeiterinnen des Integrationsbüros in Gelnhausen, das federführend für die Organisation der Veranstaltungsreihe steht.