Staatsministerin besucht Schafbeweidungsprojekt: „Bergwinkelgrün“

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(v.l.) Umweltministerin Priska Hinz im Austausch mit Barbara Fiselius, Geschäftsführerin vom Landschaftspflegeverband, Klaus Schejna, Vorsitzender des Verbandes, Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann über das Projekt Bergwinkelgrün.

02.08.2018. - Im Rahmen ihrer Sommertour machte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Grüne) Station im Main-Kinzig-Kreis. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann begrüßte in Vertretung der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und im Namen der Kreisspitze den Gast aus Wiesbaden. „Wir freuen uns ganz besonders, das Schafbeweidungsprojekt im ländlich strukturierten Ostkreis vorzustellen“, sagte Winfried Ottmann. Das Projekt Bergwinkelgrün ist ein Projekt des Main-Kinzig-Kreises in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband. Es dient der Konzeptentwicklung zur Sicherstellung der künftigen Nutzung von extensiv genutztem Grünland im Bergwinkel. Hierbei sollen Schäfereien unterstützt werden damit sie weiterhin wertvolle Arbeit für den Naturschutz leisten können.

Barbara Fiselius, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes, erläuterte den Gästen vor Ort, unterhalb der Burg Brandenstein in der Nähe von Schlüchtern-Elm, das Schafbeweidungsprojekt, das über das Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftsschutzmaßnahmen (HALM) finanziert wird. Der Bergwinkel ist als Mittelgebirgs-Landschaft geprägt durch landwirtschaftliche Nutzung, in vielen Bereichen durch Beweidung mit Schafen und anderen Weidetieren. Die langfristige Sicherung und Erhaltung dieser Lebensräume wird durch Schäfer Wilfried Lenz und seiner Herde mit über 800 Schafen und einigen Ziegen gewährleistet. Schäfereibetriebe und andere Betriebe mit Beweidung in der Region sind dabei seit geraumer Zeit wichtige Partner des Naturschutzes.

Die Konzeptentwicklung des Projektes begann im vergangenen Jahr und in 2018 erfolgt die Umsetzung. Die Akteure sind neben Wilfried Lenz, der Schäferbetrieb von Marcus Nürnberger sowie weitere 17 Schäferbetriebe beziehungsweise Ziegenhalter und die NABU-Ortsgruppe Steinau.

Während des Treffens mit den Akteuren des Projektes und der Ministerin Priska Hinz waren sich die Anwesenden über die enorme Bedeutung des Projektes einig, was insbesondere die Erhaltung von Lebensräumen betrifft. Dabei ist nicht nur der Aspekt der Biodiversität besonders hervorzuheben, sondern auch die Stärkung und Unterstützung regional ansässiger kleiner Nutzbetriebe. Zudem haben die Berufsgruppen, wie beispielsweise die Schäferei, zunehmend Existenzprobleme aufgrund von Landschaftszerschneidungen durch Straßen, Siedlungsdichte und Eigentumsverhältnisse sowie der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung einiger Flächen.

Dass die Landesregierung das Projekt bis zum Jahr 2021 mit 50.000 Euro fördern werde und auf diesem Weg den Berufszweig stärken und einen Beitrag zum Naturschutz leiste, darüber informierte die Umweltministerin zum Abschluss des Gesprächs.