Fördermittel für "immens wichtige" Projekte in Birstein

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Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler übergab Bürgermeister Wolfgang Gottlieb die Zuwendungsbescheide für die Dorfentwicklung in Birstein.

03.07.2018. - „Birstein nutzt seine Chancen, dank vieler Birsteiner, die mit anpacken“, lobte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bei der Übergabe zweier Zuwendungsbescheide an Bürgermeister Wolfgang Gottlieb. An vielen Stellen setze die Gemeinde bereits an, um die Attraktivität in den Ortsteilen zu erhalten und zu stärken, insbesondere im Kampf gegen Leerstände. Nun sei Birstein entlang der Bundesstraße 276 an der Reihe, und dass zur Übergabe zweier Förderbescheide neben offiziellen Vertretern aus Politik und Verwaltung auch weitere „Schaffer vor Ort“ gekommen seien, „ist Ausdruck, dass in Birstein Dorfentwicklung und Zukunftsentwicklung von vielen Akteuren getragen wird“.

Bürgermeister Gottlieb bekräftigte die Beobachtung der Dezernentin für den ländlichen Raum. „Uns ist es wichtig, dass alle die, die sich an der Dorfentwicklung beteiligen, auch teilhaben, wenn wir wieder einen guten Schritt vorankommen“, so Gottlieb, dessen Dank sich an die Ehrenamtlichen wie auch an das Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum richtete, das den Prozess in Birstein „hervorragend begleitet und unterstützt“.

Finanziell gefördert werden zwei Konzepte für den Ortskern und Versorgungszentrum am Ortseingang. Bereits im IKEK war besonders die Problematik des Leerstands von Wohn- und Geschäftsgebäuden in Birstein thematisiert worden. Gerade in der Kerngemeinde stellt sich die Situation entlang der B276 aus Sicht vieler Birsteiner problematisch dar, da dort eine Reihe von Geschäften aufgegeben wurde und die Gebäude nun leer stehen. Die Gemeinde hat bereits eine Vorbetrachtung durch einen städtebaulichen Planer in Auftrag gegeben und selbst finanziert. Der beauftragte Architekt hat im Rahmen seiner Voranalyse zwei Gebiete – eben den Ortskern und das Versorgungszentrum – identifiziert, die für die Gemeinde eine zentrale Rolle spielen und durch ein zukunftsfähiges Konzept gesichert und gestaltet werden sollen.

Zwei städtebauliche Rahmenpläne sollen nun erstellt und aufeinander abgestimmt werden, mit rund 39.000 Euro bezuschusst aus Mitteln der Dorfentwicklung. Aufbauend auf einer Bestandsanalyse soll ein Entwicklungskonzept entstehen, das die Basis für alle baulichen Maßnahmen im Ortskern darstellt. Ziel ist es, den Ortskern zukunftsfähig zu revitalisieren und im Zuge dessen aufzuwerten. Das Gebiet am Ortseingang könnte in Zukunft wichtige Funktionen über die Nahversorgung hinaus für Birstein übernehmen. Durch einen Rahmenplan soll hier ein zukunftsfähiges Versorgungszentrum entstehen, das durch eine Treppe direkt mit dem Ortskern verbunden ist und durch die Lage neben der B276 nicht so eine hohe Verkehrsbelastung aufweist. „Eine höhere Attraktivität des Ortskerns und eine gute Grund- wie auch medizinische und pflegerische Versorgung sind große, aber für die Zukunft der Gemeinde immens wichtige Projekte“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Simmler. „Von der Konzeptionierung bis zur Umsetzung wird noch einiges an Arbeit warten. Dahinter stehen aber viele motiviert Kräfte. Es ist gut investiertes Geld.“

Im Rahmen der Dorfentwicklung sind für die Gemeinde Birstein bereits 20 Maßnahmen bewilligt, acht davon bereits abgeschlossen worden. Für Investitionskosten von bisher rund 1,15 Millionen Euro erhielt die Kommune rund 370.000 Euro als Förderung.