Förderprogramm: Kreis fördert Projekte in Biebergemünd, Jossgrund, Linsengericht, Schlüchtern und Steinau

pm-img
Im April hatten Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler in Schlüchtern die ersten Bescheide übergeben und für das Förderprogramm geworben. Nun bewilligte der Kreisausschuss die nächsten Förderanträge. (Archivfoto: Kreispressestelle)

03.07.2018. - Der Main-Kinzig-Kreis fördert 19 weitere Baumaßnahmen und Umbauprojekte im ländlichen Raum. „Die Nachfrage nach dem Förderprogramm übertrifft unsere eigenen Erwartungen. Junge Familien und Jungunternehmer nutzen die Möglichkeit, sich mit unserer Anschubhilfe im ländlichen Raum etwas aufzubauen. Rund 550.000 Euro an Fördermitteln konnte der Kreisausschuss so bereits zukunftsträchtigen Projekten zukommen lassen“, bilanzieren Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

In der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses war über die nächsten 19 förderfähigen Projekte entschieden worden. Insgesamt werden in dieser zweiten Runde 370.000 Euro aus dem kreiseigenen Programm ausgeschüttet. Förderschwerpunkte sind diesmal Biebergemünd, Jossgrund, Linsengericht, Schlüchtern und Steinau.

In Biebergemünd-Kassel etwa wird ein neues Café gegründet, baulich umgesetzt durch Firmen vor Ort und betrieben durch Kasseler Bürgerinnen und Bürger. Dazu wird eine Bäckerei im Ort nach drei Generationen im Familienbesitz zu einem gemütlichen Begegnungsort für Jung und Alt aufgewertet, an der Hauptstraße gelegen, mit 30 Sitzplätzen, an denen man sich morgens ein Frühstücksbuffet, mittags selbst gemachte Speisen und am Nachmittag Kaffee und süße Leckereien schmecken lassen kann.

Das Wohnen in Dorfmitten wird ebenfalls durch den Kreis gefördert, etwa im Ortskern von Jossgrund-Oberndorf, wo barrierefreie Wohneinheiten geschaffen werden. In Schlüchtern-Breitenbach wird ein Gebäude nach zehn Jahren Leerstand energetisch saniert und wieder bewohnt, ebenso ein über 150 Jahre altes Haus im Ortskern von Schlüchtern-Hohenzell.

„Die Förderprojekte spiegeln das wachsende Interesse bei Bürgerinnen und Bürgern wider, die Dörfer mit all ihren Vorzügen zu erhalten und zu beleben. Leerstände werden beseitigt, neue Einkaufs- und Wohnangebote geschaffen und junge Familien in die Ortskerne gelockt“, zeigen sich Stolz und Simmler in einer gemeinsamen Pressemitteilung erfreut. Das Förderprogramm des Main-Kinzig-Kreises liefere finanzielle Anreize, um vor allem die Attraktivität der kleinen Orts- und Stadteile zu stärken. Vorrangig gehe es um die Sanierung und Erweiterung oder auch den Ankauf von leerstehenden Immobilien. Gefördert werden außerdem Investitionen in die Grundversorgung, sofern dabei Arbeitsplätze entstehen.

Die Förderregion des Programms „Ländlicher Raum im Main-Kinzig-Kreis“ umfasst 109 Stadt- und Ortsteile, insbesondere jene mit weniger als 3.000 Einwohnern und einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung sowie alle Ortsteile mit dörflichem Charakter und maximal 2.000 Einwohnern. Laut der Richtlinien können geeignete Projekte mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 25.000 Euro unterstützt werden. In dieser zweiten Runde bezuschusste der Kreisausschuss nun neun der 19 bewilligten Anträge mit der Höchstsumme von 25.000 Euro.

„Nach nur wenigen Monaten können wir bereits sagen, dass unser Förderprogramm und die dahinterstehenden Projekte einen Betrag zur Stärkung des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Main-Kinzig, insbesondere des ländlichen Raumes leistet“, so Thorsten Stolz und Susanne Simmler abschließend.

Koordiniert wird das Programm vom Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum, das auch jeweils die Dorferneuerung begleitet. Insgesamt ist das Programm auf fünf Jahre angelegt mit jeweils einer Million Euro Fördersumme. Informationen finden sich auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises .