Hauptamtlicher Kreisausschuss informiert über die neue Dezernatsverteilung

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Zusammen mit der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und Landrat Thorsten Stolz bildet der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann künftig den hauptamtlichen Kreisausschuss; Ottmann wird durch seinen Büroleiter Michael Creß unterstützt (von rechts).

02.07.2018. - Mit dem offiziellen Dienstbeginn von Winfried Ottmann ist der hauptamtliche Kreisausschuss nun wieder komplett. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem neuen Kreisbeigeordneten, Landrat Thorsten Stolz und der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler wurden nun die künftige Aufgabenverteilung erläutert und die zentralen Schwerpunkte formuliert.

„Die Abstimmung über die drei Dezernate und die damit verbundenen Zuständigkeiten verlief in vertrauensvoller und kollegialer Atmosphäre“, schildert Landrat Thorsten Stolz die Umsetzung des Koalitionsvertrages. Dabei ist klar, dass alleine der Landrat für den Zuschnitt der Dezernate und somit die Verteilung der Aufgaben zuständig ist. Mit den neuen Verantwortlichkeiten sei der Kreisausschuss für die anstehenden Herausforderungen und die selbst gesteckten Ziele bestens aufgestellt.

Im künftigen Dezernat 3 von Winfried Ottmann sind ab sofort das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, das Jugendamt, das Rechtsamt sowie das erweiterte Amt für Schulwesen, Bau- und Liegenschaftsverwaltung. Künftig werden hier auch noch die Aufgaben der „zentralen Dienste“ der Verwaltung wie Bürgerportal, Hausdruckerei und Poststelle zugeordnet. Neu sind hier auch die vom Kreistag gesetzten Themen Energie und Klimaschutz.

Als weiteren wichtigen Aufgabenbereich übernimmt Winfried Ottmann das neu geschaffene Referat Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur. „Mit der veränderten Struktur können wir hier künftig neue Schwerpunkte setzen und als Schnittstelle zu Industrie und Handwerk wirksamer agieren“, sagt der Kreisbeigeordnete, der auch den Vorsitz im Aufsichtsrat der Breitbandgesellschaft Main-Kinzig übernimmt. Außerdem sitzt er an der Spitze der Bildungspartner GmbH, der Kreisverkehrsgesellschaft, der Main-Kinzig-Gas GmbH sowie des Zentrums für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (ZKJF). Die Kreissparkasse Schlüchtern fällt ebenfalls in die Zuständigkeit von Winfried Ottmann.

„Ich freue mich auf die vielfältigen Aufgabenstellungen und Möglichkeiten“, sagt der ehemalige Finanzbeamte. Für ihn sei es „eine spannende Entwicklung, nach vielen Jahren in der Kreispolitik nun selbst an verantwortlicher Stelle mitwirken zu können“. Bereits in den kommenden Tagen werde er mit großer Neugier, voller Konzentration und viel Energie in sein neues Amt hineinwachsen. Unterstützt wird er dabei von Michael Creß, der ihm als persönlicher Referent und Büroleiter zur Seite steht. Creß war in den vergangenen Jahren als Verwaltungsleiter des Kreisgesundheitsamtes tätig.

Im Dezernat 2 der Ersten Kreisbeigeordnete Susanne Simmler wird ab sofort das Gesundheitsamt zugeordnet sein. Ein großer Schwerpunkt bleibt der Bereich Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum in Verbindung mit der Spessart Tourismus- und Marketinggesellschaft. Als weiterer Baustein ist nun der Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtungen hinzugekommen. Außerdem übernimmt Simmler weiterhin die Verantwortung für den Zweckverband Naturpark Hessischer Spessart.

„Gerade in den Bereichen der touristischen Entwicklung und der Stärkung des ländlichen Raums sehe ich ein großes Potenzial, das ich weiter ausbauen möchte“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete. Mit den entsprechenden Förderprogrammen habe der Kreis hier Instrumente geschaffen, die bereits in kurzer Zeit für einen deutlichen Schub gesorgt haben.

Auch das Amt für Sicherheit, Ordnung, Migration und Integration bleibt eine zentrale Aufgabe der Ersten Kreisbeigeordneten ebenso wie das Kommunale Center für Arbeit und Soziales und die Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung. Die Verantwortung für die Alten- und Pflegezentren bleibt ebenfalls im Dezernat 2 wie auch der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft.

Landrat Thorsten Stolz behält die Verantwortung für die Bereiche Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, Finanz- und Rechnungswesen, Prüfung und Revision, Bauen und Wohnen sowie das neue Amt für Kultur, Sport, Ehrenamt und Regionalgeschichte. Zum Dezernat 1 gehören außerdem die Personalangelegenheiten, das Beteiligungsmanagement, die Sitzungsdienste und Partnerschaftspflege sowie das Referat für Presse und Information. Der Landrat bleibt zudem der Chef der Kommunalaufsicht.

Weitere Aufgaben des Landrates bleiben der Vorsitz im Aufsichtsrat der Main-Kinzig-Kliniken sowie der Kreiswerke Main-Kinzig. Außerdem bleibt er an der Spitze der Verwaltungsräte der Kreissparkasse Gelnhausen sowie – im Wechsel mit der Stadt Hanau – an der Sparkasse Hanau.

Gute Rahmenbedingungen nutzen, um nachhaltige Akzente zu setzen

„Wie in der Vergangenheit setzen wir auf einen kollegialen und konstruktiven Umgang ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in unserem Main-Kinzig-Kreis“, blickt Landrat Thorsten Stolz voraus. Gemeinsam werde der Kreisausschuss die guten Rahmenbedingungen nutzen, um die Infrastruktur zu verbessern und nachhaltige Akzente zu setzen. Die seit 2014 anhaltende positive Finanzenentwicklung biete dafür den entsprechenden Rückenwind.

So laufen im Ressort von Winfried Ottmann umfangreiche Investitionen in Schule und Bildung. Allein im aktuellen Haushaltsjahr sind 28,5 Millionen Euro vorgesehen, bis Ende 2020 sollen es sogar insgesamt 85 Millionen Euro werden. Für den Ausbau der medizinischen Infrastruktur an den Main-Kinzig-Kliniken sind 70 Millionen Euro bereitgestellt.

Im Bereich der Ersten Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sind die Förderprogramme für den ländlichen Raum und die touristische Infrastruktur mit großen Erfolg angelaufen. Landrat Thorsten Stolz setzt gemeinsam mit den Kommunen auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Auch hier stehen mehrere Millionen Euro zur Verfügung.

Eine zentrale Aufgabe des hauptamtlichen Kreisausschusses ist die Finanzplanung für das kommende Haushaltsjahr. Dabei gelte weiterhin der Dreiklang aus Konsolidieren, Investieren und Entlasten. „Wir setzen auf eine solide Haushaltspolitik mit der entsprechenden Bodenhaftung“, gibt der Landrat die Rahmenbedingungen vor. Zudem sollen die Städte und Gemeinden weiterhin von der guten Ausgangslage profitieren. Mit dieser Strategie verschaffe sich die Kommunalpolitik die langfristigen Spielräume, um zu investieren und die Bürgerschaft zu entlasten.