Bildungspartner erhalten Unterstützung aus dem „Weiterbildungspakt“

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Von 2018 bis 2020 unterstützt die Hessische Landesregierung die Volkshochschulen als Träger der öffentlichen Weiterbildung mit rund 5,2 Millionen Euro, darunter auch die Bildungspartner Main-Kinzig.

29.06.2018. - Die Volkshochschule der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH hat sich erfolgreich für den „Weiterbildungspakt“ des Landes beworben. „Damit haben wir erneut bewiesen, dass wir mit wir mit unseren Strukturen und unseren Kompetenzen absolut wettbewerbsfähig sind“, freut sich die Ersten Kreisbeigeordnete Susanne Simmler über die gute Nachricht.

Von 2018 bis 2020 unterstützt die Hessische Landesregierung die Volkshochschulen als Träger der öffentlichen Weiterbildung mit rund 5,2 Millionen Euro, um über konkrete Projekte die Möglichkeiten der Weiterbildung und des lebensbegleitenden Lernens für die Bürgerinnen und Bürger zu stärken und auszubauen. Ziel des „Weiterbildungspaktes“ ist es, Weiterbildungszugänge zu erleichtern, Integration, Inklusion, Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu fördern und Qualität zu stärken. Insgesamt 59 Projektanträge wurden dazu bis Mitte des vorigen Jahres eingereicht und vom Kultusministerium anhand einer Förderrichtlinie begutachtet.

Mit Spannung erwartete man auch bei der Volkshochschule der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH das Ergebnis der Prüfung, hatte man doch im Bemühen, weitere Landesmittel für die Förderung der Weiterbildung im Main-Kinzig-Kreis einzuwerben, gleich mehrere Anträge in Wiesbaden eingereicht. Erleichterung und Freude herrschte dann bei den Verantwortlichen als Anfang diesen Jahres die Genehmigungsbescheide für drei Projektanträge eintrafen, die es nun in den nächsten Jahren mit insgesamt rund 220.000 € Fördermitteln vom Land Hessen zu realisieren gilt

„VHS in der Region – für die Region“ ist eines der bewilligten Projekte, bei dem es um den Aufbau einer bedarfsorientierten kommunalen Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit ländlich strukturierten Kommunen im MKK geht. „Unser Ziel ist es, die Weiterbildungsbeteiligung im ländlichen Raum durch passende Bildungsangebote vor Ort zu erhöhen“, erläutert Simmler. Dazu sollen in den nächsten drei Jahren in zwölf Pilotkommunen regionale Kooperationen aufgebaut und ein noch stärker auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnittenes Bildungsangebot realisiert werden.

Im Projekt „Inklusive vhs in Hessen“ arbeitet die Volkshochschule der BiP mit den Volkshochschulen Wiesbaden und Landkreis Gießen zusammen. Dabei übernimmt sie den Part, eine regionalhistorische Lernstation des Landesverbandes Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., die sich bereits im Bildungshaus in Gelnhausen befindet, barrierearm zugänglich zu machen. Außerdem soll ein virtuelles Zentrum für inklusive Lernkultur entstehen, das gemeinsam mit dem Behinderten-Werk Main-Kinzig den fachlichen Diskurs zu inklusiver Weiterbildung bereichern wird. Gemeinsam will man auch eine modulare Weiterbildung für inklusive Lernkultur entwickeln, die in Zukunft der Kompetenzerweiterung erwachsenenpädagogisch tätiger Personen dienen soll.

Wie die Ersten Kreisbeigeordnete Susanne Simmler informiert, kommt das dritte bewilligte Projekt aus dem Bereich der politischen Bildung. Hier leiste die Volkshochschule an verschiedenen weiterführenden Schulen hervorragende Arbeit mit ihren „Demokratiewerkstätten“. Die gewährten Mittel aus dem Hessischen Weiterbildungspakt sollen nun genutzt werden, um in insgesamt drei Kommunen des Kreises auch für Erwachsene entsprechende Foren anzubieten, um den demokratisch-gesellschaftlichen Diskurs rund um Politik, Geschichte und Wirtschaft vor Ort zu beleben. Die Bürgerinnen und Bürger, die zur Mitarbeit in den Demokratiewerkstätten herzlich eingeladen sind, können mit Unterstützung der Volkshochschule selbst Angebote der politischen Bildung entwickeln und erproben.