„Sport trifft direkt auf Kunst“ an der FAG-Schule in Wächtersbach

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Sport und Kunst an einem Ort: Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher (Sechster von links) und Landrat Thorsten Stolz (Siebter von rechts) dankten allen Beteiligten für ihre Unterstützung.

26.06.2018. - Pünktlich zur Sommerferienzeit haben Landrat Thorsten Stolz, Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher, Schulleiter Gerhard Gleis und viele weitere Ehrengäste einen echten Hingucker-Ort auf dem Gelände der Friedrich-August-Genth-Schule eingeweiht. „Hier trifft Sport direkt auf Kunst und hier haben Wächtersbacher Jugendliche einen schönen neuen Treffpunkt“, fasste es Landrat Stolz zusammen: Auf der Rückseite der Schulturnhalle steht seit Kurzem ein Fußballspielfeld, während kunstvoll gestaltete Wandflächen an der Turnhalle einen beachtenswerten Hintergrund bilden und eine optische Aufwertung der Halle bedeuten.

Praktisch zwei gute Gründe gab es daher für eine kleine Einweihungsfeier. Zum einen freute sich die Stadt Wächtersbach über die Bereitstellung eines Kleinspielfelds für Fußballbegeisterte; der Dank von Bürgermeister Weiher ging dafür unter anderem an die Kirche des Nazareners und an den JFV Kinzigtal. Zum anderen stellt die Turnhalle der FAG-Schule nun eine Street-Art-Gallery dar, maßgeblich geplant und betreut von Marcel Bender vom „Aerosoul-Art Studio“ in Gelnhausen.

Landrat Thorsten Stolz hatte seitens des Schulträgers Main-Kinzig-Kreis das Schulgelände für die Umsetzung bereitgestellt. Für beide Projekte konnte sich Stolz direkt begeistern. Ein ähnliches Kunstprojekt hatte er mit Marcel Bender bereits im Stadtgebiet Gelnhausen erfolgreich abgeschlossen; Fußball wiederum bringe „in einer fußballbegeisterten Stadt wie Wächtersbach viele junge Menschen zusammen“, wie er sagte. „Es ist ein guter Tag für die Kinder und Jugendlichen in der Stadt, dass wir diese Fläche hier gemeinsam derart aufwerten konnten.“

Bürgermeister Andreas Weiher gab eingangs einen kleinen Rückblick über die Projekte und ließ keinen Beteiligten unerwähnt. So sei es die Initiative des JFV Kinzigtal um Florian Rode gewesen, ein Soccerfeld im Stadtgebiet zu errichten. Im Zusammenspiel mit der Stadtverwaltung sei die Suche nach einer Fläche schnell vorangeschritten, die Kirche des Nazareners wiederum habe nach einer Verwendung für ein nicht mehr eingesetztes Kleinspielfeld gesucht. Um die Schulturnhalle zu verschönern, seien ebenfalls viele Akteure im Einsatz gewesen, zunächst die Jugendfeuerwehr, die die Außenwände im Rahmen einer Übung säuberte. Dann schritten die Künstlerinnen und Künstler zur Tat, die teils aus der Graffiti-AG der Schule und teils aus der professionellen Graffiti-Szene des Rhein-Main-Gebiets stammen. Finanziell wurden die Arbeiten durch Unternehmen der Region sowie durch den Kreis, die Stadt und die Schule unterstützt. Alle Sponsoren erhielten auf der Turnhallenwand eine besondere Erwähnung. „Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen“, sagte Weiher. „Wir können stolz und dankbar sein, dass wir diese Initiativen als Gemeinschaftsprojekt erfolgreich umgesetzt haben.“

„Meine Hoffnung ist, dass sich die Schmierereien jetzt in Grenzen halten, zumal viele junge Menschen aus der Stadt und dem Umkreis daran beteiligt gewesen sind und großen Respekt vor diesen Leistungen haben“, erklärte Landrat Thorsten Stolz. Das umzäunte Gelände steht nun ab sofort allen Interessierten zur Verfügung. Fußball gespielt werden kann bis in die Abendstunden, bevor das Eingangstor vom Parkplatz zum Gelände über Nacht abgeschlossen wird.