Fachtag des Bündnisses für Familie und des Netzwerks Frauen

pm-img
Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Bildmitte) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kooperationsveranstaltung im Barbarossasaal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen.

24.05.2018. - Ein großer Teil des Erfolgs gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischer Arbeit ist von funktionierenden Netzwerken abhängig. Ein erfolgreiches Netzwerk erfordert mehr als den Austausch von Visitenkarten oder das einmalige Vernetzen in der digitalen Welt, es benötigt den gezielten Aufbau von Kooperationsbeziehungen sowie deren aktive Gestaltung und Pflege. Zum Thema: „Frauen haben die Wahl – politisch, beruflich, privat“ trafen sich die Kooperationspartner des Bündnisses für Familie, der Frauenbeirat, das Netzwerk für Frauen am Arbeitsmarkt Main-Kinzig-Kreis vor wenigen Tagen im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler stimmte in ihrem Grußwort zu Beginn der Tagung auf das Thema ein. „Seit 100 Jahren haben wir das Frauenwahlrecht. Während der Novemberrevolution 1918 erließ der Rat der Volksbeauftragten ein Gesetz, mit dem Frauen in Deutschland erstmals das aktive und passive Wahlrecht erhielten“, erinnerte Simmler und mahnte, dass es bis heute einen langen Atem brauche sowie verlässliche Verbündete, um die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durchzusetzen. Das Eintreten für Frauenrechte bedeutet immer auch das Eintreten für politische und gesellschaftliche Veränderungen. „Mit einem Augenmerk auf Wahlen und die Wahlbeteiligung müssen wir dazu beitragen, dass Frauen sich wählen lassen und auch wählen gehen, sich vernetzen und einmischen und somit zum Erhalt unserer demokratischen Rechte beitragen“, betonte Susanne Simmler.

Professorin Dr. Uta Meier-Gräwe, Justus-Liebig-Universität Gießen, sprach dazu in einem Impulsvortrag über die Verwirklichungschancen für Frauen und Männer und beleuchtete dabei die entsprechenden Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Über Begegnungen mit Frauen in Asien, Afrika und Europa, sprach Kulturanthropologin Renate Holzapfel, die über ihre Erfahrungen aus 18 Jahren internationaler Wahlbeobachtungen berichtete.

Während der Veranstaltung war die Ausstellung „100 Jahre Frauenleben“ vom Archiv Frauenleben im Main-Kinzig-Kreis zu sehen. Das Alten- und Pflegezentrum des Main-Kinzig-Kreises, die Agentur für Arbeit, das Jugendamt, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Sportkreis Main-Kinzig, das Kommunale Center für Arbeit, die Lawine, pro familia sowie die Fachberaterinnen des Vereins Frauen helfen Frauen luden an ihren Informationsständen zum Austausch ein.

Die Veranstalterinnen, Ute Pfaff-Hamann, Leiterin des Referates für Frauenfragen und Chancengleichheit beim Main-Kinzig-Kreis und Christine Hechler, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit, freuten sich über die durchweg positive Resonanz, die die Gäste im Anschluss an die Tagung zogen.