Heute ein Erfolgsmodell: Bildungspartner Main-Kinzig

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Blicken optimistisch voraus (von rechts): Geschäftsführer Horst Günther, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Verwaltungsleiter Marc Christen.

25.05.2018. - Die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP) wurde 2008 als gemeinnützige GmbH gegründet. Ihre Wurzeln gehen auf eine über vierzigjährige Volkshochschulgeschichte im Main-Kinzig-Kreis und eine über hundertjährige Geschichte der Volksbildung in den früheren Altkreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern zurück. Im zehnten Jahr ihres Bestehens zieht die Gesellschaft, die aus den drei Säulen Volkshochschule, Campus berufliche Bildung und Campus Gesundheit und Beruf besteht, eine positive Bilanz ihrer bisherigen Arbeit.

Die BiP wird heute als hundertprozentige Tochtergesellschaft des Main-Kinzig-Kreises geführt. Vierzehn Beschäftigte, davon 10 in Vollzeit, bringen ihre Erfahrungen und Kompetenzen in die Planung von jährlich weit über 1000 Bildungsveranstaltungen ein. Hinzu kommen über 300 selbstständige Honorarkräfte, die in Vorträgen, Seminaren, Workshops, Kursen, Lehrgängen, Bildungsurlauben und sonstigen Lehrveranstaltungen als Dozenten zum Einsatz kommen. Über 34.000 durchgeführte Unterrichtseinheiten und rund 11.700 Teilnehmende konnten im letzten Jahr statistisch erfasst werden. „Damit stellt unsere BiP ein wichtiges Zentrum für lebensbegleitendes Lernen im Main-Kinzig-Kreis dar, auf das wir stolz sein können“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler und ergänzt, dass für alle Altersgruppen und sozialen Schichten Angebote vorgehalten werden.

Das Regelangebot erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von jeweils 12.000 Exemplaren im VHS-Programmheft, das an über 200 Auslagestellen im Kreisgebiet kostenlos verteilt wird. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges, erläutert Horst Günther, der seit 2009 als Leiter der Volkshochschule und seit 2013 als Geschäftsführer der BiP fungiert: „Wir haben in den letzten Jahren im Rahmen von bürgernahen Serviceleistungen, Projektbeteiligungen, Kooperationen und Bildungspartnerschaften viele neue Akzente gesetzt, die zusätzlich zum VHS-Programm mittlerweile einen großen Raum einnehmen.“ Dazu zählt insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden, Behörden, Schulen, kommunalen Ämtern, Betrieben und Dienststellen. Auch private Unternehmen, schätzten die Qualität „maßgeschneiderter Firmenschulungen und würden diese gerne für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter nutzen, führt Günther weiter aus.

Als Bildungsdezernentin lobt Susanne Simmler die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der BiP, die „zu einer guten Idee nie nein sagen würden“. Als Beispiel führt die Erste Kreisbeigeordnete unter anderem die von ihr initiierte und vor wenigen Wochen erstmals mit einer Zertifikatübergabe zum Abschluss gebrachte Fortbildung zum Bauernhofbegleiter an. Das Lernfeld Landwirtschaft habe ihr immer sehr am Herzen gelegen, so Simmler, und deshalb freue sie sich besonders, dass es mit Hilfe der BiP gelungen sei, ein anspruchsvolles Konzept für eine derartige Fortbildung zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Der nächste Lehrgang befinde sich bereits in Vorbereitung, berichtet Simmler.

Auch die Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“, bei der es um die Förderung der frühkindlichen Bildung gehe, sei ihr, neben vielen anderen Themen, persönlich immer sehr wichtig gewesen, betont Simmler. Ihrem Engagement war es letztlich zu verdanken, dass nach dem Wegfall des Hauptsponsors andere Förderinstitutionen für das regionale Netzwerk Main-Kinzig im Haus der kleinen Forscher gefunden werden konnten. Dadurch ließ sich das spezielle naturwissenschaftlich-technische Fortbildungsangebot für Erzieherinnen und Lehrkräfte an Grundschulen auf Dauer sichern.

Für die Zukunft sieht Simmler die BiP gut gerüstet. So trafen erst vor wenigen Wochen drei Zuwendungsbescheide des hessischen Kultusministeriums für neue innovative Projekte im Rahmen des Weiterbildungspaktes Hessen ein, die in den Jahren 2018 bis 2020 zur Ausführung gelangen. Durch die Beteiligung am erste hessischen „Digicircle“ des Deutschen Volkshochschulverbandes will man sich überdies auch möglichst frühzeitig auf neue internetbasierte Lernformate und moderne Lernmethoden mit neuester Technik einstellen. Online-Bildungsberatung, Blended-Learning, vhs.cloud und Veranstaltungsstreaming werden sicherlich über kurz oder lang den Präsenzunterricht ergänzen und bereichern. Und auch die Trend-Themen Digitalisierung und Wirtschaft 4.0 stehen aktuell im Fokus. Das belege, so die Verantwortlichen, die im letzten Jahr neu begründete Zusammenarbeit mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt und den Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen-Schlüchtern, die der Vermittlung digitaler Kompetenzen für mittelständische Unternehmen und Handwerk diene. Das Programm und Informationen sind unterwww.bildungspartner-mk.de abrufbar.