Landrat Stolz empfängt Verbandsdirektor Horn

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Thomas Horn (links) besuchte in seiner neuen Funktion als Regionalverbandsdirektor Landrat Thorsten Stolz.

10.04.2018. - Landrat Thorsten Stolz hat kürzlich mit dem neuen Direktor des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main, Thomas Horn, über zwei der großen Themen gesprochen, die sowohl den Verband als auch den Landkreis beschäftigen: den Wohnungsbau und die Situation auf den Hauptverkehrsachsen. „Der Druck auf dem Wohnungsmarkt und die Nachfrage nach Wohnungen gelangt fast wellenförmig vom Westkreis über die Kreismitte in Bereiche des Ostkreises. Der Ballungsraum wächst, und davon profitieren wir auch. Aber zugleich müssen wir bei der gesamten Infrastruktur nach- und mithelfen“, erklärte Stolz.

Thomas Horn, der nach seinem Amtsantritt im März nun der Kreisverwaltung in Gelnhausen einen ersten Besuch abstattete, unterstützte die Position des Landrats. „Der Wohnungsbestand muss zusammen mit der Verkehrsinfrastruktur wachsen“, sagte Horn. Daher sehe er den Ausbau des Schienennetzes wie durch die Nordmainische S-Bahn positiv, ebenso wie Ideen zu einer Regionaltangente Ost, die vor wenigen Tagen durch den Rhein-Main-Verkehrsverbund ins Gespräch gebracht worden sind. Grundsätzlich müsse man den Hauptbahnhof in Frankfurt als Knotenpunkt entlasten, womit auch gleichzeitig den Bahnpendlerinnen und -pendlern aus dem Main-Kinzig-Kreis geholfen wäre, die auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle außerhalb des Landkreises gar nicht in oder über die Frankfurter Innenstadt fahren müssten.

Als wichtiges Projekt für die Region bezeichneten Thorsten Stolz und Thomas Horn den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Gelnhausen. Das verbessere nicht nur die Anbindung ans Zentrum des Rhein-Main-Gebiets und schaffe zusätzliche Kapazitäten, sondern verbessere bei der Umsetzung auch den Lärmschutz, so Stolz und Horn.

„Grundsätzlich müssen wir zwei oft getrennt geführte Diskussionen zusammendenken“, forderte Landrat Stolz. „Wir brauchen mehr Wohnungen, der Bedarf alleine in unserm Kreis liegt bei 10.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2025. Doch mehr Einwohner bedeuten auch mehr Verkehr auf den Autobahnen, Zubringerstraßen und in den Zügen, deren Kapazitäten nicht im gleichen Maße steigen.“

Stolz berichtete über die Förderprogramme des Kreises für preisgünstigen Wohnraum sowie zur Stärkung des ländlichen Raums. „Auf Landkreisebene haben wir in den vergangenen Jahren viel angestoßen, um gerade auch den Wohnungsmarkt im Ballungsraum etwas zu entlasten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass alle Kreise und Kommunen für eine Beschleunigung sowohl des Baus von Wohnungen als auch des Ausbaus der Verkehrswege die Unterstützung durch das Land und den Bund benötigen. Hier braucht es mehr Dynamik und auch mehr Finanzierungsbereitschaft“, sagte der Landrat.