Treffpunkte für Jung und Alt

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Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler übergab Bad Soden-Salmünsters Erstem Stadtrat Werner Wolf (Mitte) den Förderbescheid im Beisein von Matthias Engelkamp, Leiter des Bauamts der Stadt Bad Soden-Salmünster (rechts), Helga Weber, Vorsitzende des Generationentreffs Salmünster (Zweite von rechts), und Johannes Michel, Leiter der Abteilung Entwicklung Ländlicher Raum im Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum des Main-Kinzig-Kreises (links).

16.02.2022. - Der Generationentreff Salmünster ist eine schmucke Begegnungsstätte für Jung und Alt, ein lebendiger Mittelpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die Räumlichkeiten können vielfältig genutzt werden, bieten Raum für Vereine und Initiativen, für Feierlichkeiten und Workshops. Die Aufnahme Bad Soden-Salmünsters in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen im Jahr 2012 und die damit verbundene Förderung machte dieses rundum erfolgreiche Projekt möglich. Nun soll die angrenzende Freifläche in Richtung Hirtengasse neu gestaltet werden.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überbrachte vor wenigen Tagen den entsprechenden Förderbescheid über knapp 99.000 Euro. „Als das Gebäude des heutigen Generationentreffs damals entkernt wurde, ließ sich kaum erahnen, welch ein Schmuckstück sowohl aus architektonischer Sicht, aber vor allem auch im Hinblick auf das soziale Miteinander entstehen würde. Mit dem nunmehr bewilligten Zuschuss kann draußen ein ebenso attraktiver Treffpunkt und ein Platz zum Verweilen in der historischen Stadtmitte entstehen“, sagte Susanne Simmler. Erster Stadtrat Werner Wolf dankte der Ersten Kreisbeigeordneten im Namen des Magistrats der Stadt: „Die Gesamtkosten der Neugestaltung des Platzes belaufen sich auf etwa 139.000 Euro. Diese Summe ist gut angelegt. Erfolgreiche Projekte wie dieses stehen und fallen mit guten Ideen, den Menschen, die sie anpacken, und der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten.“

Wie Helga Weber, Vorsitzende des Vereins „Generationentreff Salmünster“, erläuterte, wurden in den zurückliegenden Monaten Ideen gesammelt, wie die Freifläche für Veranstaltungen, wie beispielsweise Theateraufführungen, Konzerte, Stadtfeste, den Weihnachtsmarkt der Vereine sowie private Feiern, genutzt werden könne. Matthias Engelkamp ergänzte, der Platz werde barrierefrei sein: „Aus diesem Grund ist eine Pflasterung mit großformatigem Betonpflaster vorgesehen. Im Bereich der Kugelahorn-Bäume wird diese mit kleinformatigem Basaltpflaster kombiniert.“ Damit sei das Aufstellen von Tischen und Bänken bei Veranstaltungen möglich und zugleich werde dem historischen Stadtbild Genüge getan. Beete entlang des Hauptgebäudes, eine Bepflanzung mit Laubgehölzen, Stauden und Gräsern sowie ein bepflanzter Sandsteintrog runden den neu gestalteten Platz ab.

Nicht nur der Generationentreff erhält eine Förderung: Für die Neugestaltung des Backhausvorplatzes in Romsthal hatte Susanne Simmler zudem einen Förderbescheid über 58.030 Euro in der Tasche. „Als das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) für Bad Soden-Salmünster entwickelt wurde, haben die Beteiligten festgestellt, wie wichtig Begegnungsplätze im öffentlichen Raum für eine intakte Dorfgemeinschaft sind“, sagte Susanne Simmler. In Romsthal wurde deshalb in den Jahren 2016 und 2017 das historische Backhaus saniert – und zwar in bürgerschaftlicher Eigenleistung. „Mit der Sanierung der Kirchstraße bietet sich die Gelegenheit der Erneuerung und Umgestaltung der Flächen zwischen dem Mühlbach und dem Backhaus“, so Johannes Michel, Leiter der Abteilung Entwicklung Ländlicher Raum im Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum. Der Platz ist Fußgängerinnen und Fußgängern vorbehalten. Er wird mit Basaltpflaster und Sandstein vergrößert und damit als Treffpunkt und Spielplatz attraktiver. Der Mühlbach wird in das Konzept einbezogen. Durch Laufroste aus Metall, Holzdecks und Glaseinsätze wird der Bach teilweise begehbar. Mobile Pflanzkübel und Pflanztröge sind ebenfalls geplant, außerdem abnehmbare Sperrpoller, die sich bei Veranstaltungen leicht entfernen lassen. Bei diesem Projekt belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 81.000 Euro.

Susanne Simmler erläuterte: „Grundlegendes Ziel des Förderprogramms Dorfentwicklung ist es, die Vielfalt und den individuellen Charakter der hessischen Dörfer zu unterstreichen und das bauliche und kulturgeschichtliche Erbe zu erhalten.“ Die Innenentwicklung solle gestärkt, Leerstände entwickelt und Baulücken geschlossen werden, so dass der Flächenverbrauch verringert werde, aber gleichzeitig neuer Wohn- und Lebensraum in der jeweiligen Dorfmitte entstehe. „Hier bietet das Programm attraktive Förderangebote auch für private Immobilienbesitzer.“

Der Main-Kinzig-Kreis hat ein eigenes Förderprogramm Ländlicher Raum aufgelegt. „Das Land Hessen und der Main-Kinzig-Kreis wollen damit vor allem kleinere Orts- und Stadtteile als Wohn und Wirtschaftsstandort stärken. Unser Augenmerk liegt bei Investitionen im Bestand. Das Programm will darüber hinaus Menschen zueinander bringen, den Austausch und die Kommunikation fördern und gemeinsame Projekte begleiten. Ich freue mich, dass das in Bad Soden-Salmünster so gut gelingt“, so die Erste Kreisbeigeordnete.

Mehr Infos dazu finden sich auf der Internetseite des Kreises auf www.mkk.de unter dem Stichwort „Entwicklung ländlicher Raum“.