Leise, umweltschonend und mit großem Spaßfaktor

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Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (im Kart sitzend) besichtigte die neue In- und Outdoor-Kartbahn und sprach mit (von links): Mario Lauer (Technischer Leiter und Fahrcoach), Christian Diegelmann (Geschäftsführer Kartsport und Funpark GmbH) und Investor und Hauptgesellschafter Wolfgang Herget.

14.01.2021. - Eine große In- und Outdoor-Bahn für E-Karts entsteht derzeit in einer Halle in der Industriestraße in Langenselbold. Dort war früher ein Garten- und Heimwerkermarkt untergebracht. Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann stattete den Betreibern und dem Investor einen Besuch ab und informierte sich vor Ort über die neue Freizeitanlage „E-drenalin“, in der elektronisch betriebene Karts zum Einsatz kommen.

Der Langenselbolder Unternehmer Wolfgang Herget ist Hauptgesellschafter und Investor der neuen Elektro-Kartbahn. Mit Beginn seines Ruhestandes und nach der Schließung seines Garten- und Heimwerkermarktes, den er über 40 Jahre erfolgreich führte, hatte er Lust, etwas ganz Neues zu wagen. Etwas, das Menschen in fast jedem Alter Spaß macht: Eine Kartbahn. Auf insgesamt 3600 Quadratmetern entsteht eine hochmoderne Indoor-Kartbahn inklusive eines Outdoorbereichs, der bei trockenem Wetter zusätzlich genutzt werden kann.

Die Kartbahn selbst wird von der Firma Kartsport und Funpark GmbH mit Sitz in Langenselbold betrieben. Deren Geschäftsführer Christian Diegelmann informierte Winfried Ottmann über die Details des Vorhabens. Bereits im Frühjahr soll die Halle ihre Pforten für die ersten Fahrten öffnen, früher, als es zunächst ausgesehen hatte. „Wir bedanken uns bei der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises für deren Unterstützung, so können wir den Umbau deutlich früher abschließen“, sagte Wolfgang Herget. Lieferschwierigkeiten im Bereich der Halbleiter- und Chip-Herstellung hätten mit dazu beigetragen, dass es zu Verzögerungen gekommen sei. Nun ist das Projekt jedoch auf der Zielgeraden.

Die Strecke im Außenbereich ist bereits angelegt, derzeit laufen die Ausbau-Arbeiten im Innenbereich. Auf einer Empore über dem Eingang entsteht ein Bistrobereich. Dort hat auch die Rennleitung ihren Sitz und hat von dort aus ein Auge darauf, dass die Kartfahrerinnen und Kartfahrer sich an die Regeln halten. Schließlich sollen dort Jüngere und Ältere gleichermaßen ihren Spaß haben und die Ungeübten sollen auch nicht von den Erfahrenen zur Seite gedrängt werden. „Da ist gegenseitige Rücksichtnahme unabdingbar und Verstöße werden von uns auch reglementiert“, erläuterte Christian Diegelmann dem Wirtschaftsdezernenten. Denn die Kartbahn soll allen Spaß machen, egal, ob erfahren oder nicht.

Winfried Ottmann nutzte die Gelegenheit, und überzeugte sich selbst vom Spaßfaktor des Kartfahrens. So setzte er sich in eines der Fahrzeuge und drehte ein paar Runden in der Halle. Denn seine letzte Fahrt in einem solchen Gefährt lag bereits Jahrzehnte zurück. „Die Kartbahn ist eine willkommene Bereicherung für das Freizeitangebot in der Region und wird sicherlich Anklang finden bei jüngeren und älteren Semestern. Sie liegt zentral und durch die leisen Elektromotoren ist ein störungsfreier Betrieb gewährleistet“, stellte Winfried Ottmann nach der Probefahrt fest. Die E-Karts verursachen keinen Gestank und können fast geräuschlos fahren, außer, man möchte die gewohnten Renn-Geräusche, dann lässt sich der Sound von V6-, V8- oder V10-Motoren akustisch aktivieren. „Technisch ist das möglich, dann hat man die authentische Rennbahn-Akustik“, erklärt Christian Diegelmann. Die Kart-Fahrenden dürfen sich auf Fahrcoachings freuen, so sollen ihnen nicht nur Fahrkenntnisse vermittelt werden, sondern auch echtes Rennstrecken-Flair. Dafür steht Mario Lauer zur Verfügung, der auch technischer Leiter der künftigen Anlage sein wird.

Zum Einsatz kommen Elektro-Karts der Marke CRG. Die elektrisch betriebenen Motoren stammen aus der Werkstatt der Firma Linde eMotion aus Aschaffenburg. Diese wird die neue Kartbahn ebenfalls nutzen, um dort neue Motoren auszutesten. 34 Fahrzeuge werden den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung stehen. Investor Wolfgang Herget ist sich sicher, dass das neue Freizeitangebot den Geschmack der Motorsport-Fans treffen und eine Lücke im Freizeitangebot der Region schließen wird.