Auf dem Weg zur generationengerechten Kommune

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Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Mitte) übergab Brachttals Bürgermeister Wolfram Zimmer im Beisein von Katrin Hess, Leiterin des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises und Johannes Michel, Leiter der Abteilung Entwicklung ländlicher Raum des Amts für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum im Main-Kinzig-Kreis (links) den Bescheid zur Förderung der Erstellung eines „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts“.

26.11.2021. - Die Gemeinde Brachttal wird als Förderschwerpunkt in das Dorfentwicklungsprogramm 2021 des Landes Hessen aufgenommen. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte Brachttals Bürgermeister Wolfram Zimmer den entsprechenden Bescheid zur Förderung der Erstellung eines „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts“ (IKEK). „Unsere Dörfer, die historischen Stadt- und Ortskerne sind das Gesicht unserer Heimat. Indem ihre Attraktivität erhöht wird, erhalten wir sie und sichern ihre Funktion als Identifikationspunkt“, sagte Susanne Simmler. Das Dorfentwicklungsprogramm unterstützt die Gemeinde Brachttal unter anderem dabei, Konzepte zu entwickeln, um die Kerne der sechs Ortsteile ansprechend zu gestalten. „Hier können zum Beispiel Begegnungsstätten für Jung und Alt entstehen, Treffpunkte, an denen sich Alteingesessene und Hinzugezogene kennenlernen und austauschen“, so die Erste Kreisbeigeordnete. Bürgermeister Zimmer freute sich über den Erfolg der Bewerbung seiner Gemeinde. „Vor uns liegt ein spannendes Projekt. Unser Ziel ist es, alle mitzunehmen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich aktiv beteiligen, desto breiter ist die Unterstützung für einzelne Ideen und Maßnahmen“, erklärte Wolfram Zimmer.

Mit der Anerkennung als Förderschwerpunkt startet die „Konzeptphase“, in der die Gemeinde ein „Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) erstellen muss. „Im weiteren Verfahren bleibt das IKEK das gesamtkommunale Planungs- und Steuerungsinstrument für nachhaltige Lösungsansätze und soll strategische Aussagen über zukünftige Ziele, Handlungsfelder und öffentliche Vorhaben enthalten“, so Katrin Hess, Leiterin des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises.

„Bereits in der Bewerbung hat die Gemeinde Brachttal Themen formuliert, die vertieft betrachtet werden sollen, um die Gemeinde zukunftsorientiert aufzustellen“, berichtete Bürgermeister Zimmer. Einige Themen sind zur Bearbeitung vorgegeben, zum Beispiel demographische Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, städtebauliche Entwicklung und Wohnen sowie Daseinsvorsorge. Als individuelles Schwerpunktthema für die Dorfentwicklung wurde von Brachttal die Entwicklung der Innenbereiche in den Ortsteilen benannt. Zudem will die Gemeinde weiter darauf hinwirken, für Menschen jeden Alters als Wohnort attraktiv zu sein. Einen weiteren Fokus will die Kommune auf Orte der Begegnung innerhalb des Gemeindegebiets legen.

Der von der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler überreichte Bewilligungsbescheid ermöglicht den Einstieg in das Verfahren. Es sieht vor, dass bis Anfang 2023 zunächst das IKEK mit der Unterstützung eines Fachbüros erarbeitet wird. Die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger Brachttals ist hierbei ausdrücklich erwünscht. Danach beginnt die sechsjährige Förderphase, in der sowohl die Kommune als auch private Immobilienbesitzer die Fördermittel für öffentliche und private Maßnahmen beantragen können. In diesem Zeitabschnitt werden die geplanten Projekte umgesetzt.

„Wir werden die Förderschwerpunkt-Gemeinde über die gesamten Förderzeitraum begleiten und unterstützen“, bekräftigte Johannes Michel, Leiter der Abteilung Entwicklung ländlicher Raum des Amts für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum im Main-Kinzig-Kreis. Insgesamt gebe es derzeit mehrere Förderschwerpunkte der Dorfentwicklung im Main-Kinzig-Kreis, darunter auch in den benachbarten Kommunen Bad Soden-Salmünster und Birstein.

Neben dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen und anderen Programmen, die das Ziel verfolgen, Leben und Arbeiten auf dem Land zu fördern, hat auch der Main-Kinzig-Kreis ein eigenes Förderprogramm Ländlicher Raum aufgelegt. „Wir wollen damit vor allem kleinere Orts- und Stadtteile als Wohn und Wirtschaftsstandort stärken. Unser Augenmerk liegt bei Investitionen im Bestand. Das Programm will darüber hinaus Akteurinnen und Akteure miteinander vernetzen, Austausch und Kommunikation fördern und gemeinsame interdisziplinäre Projekte und Initiativen begleiten“, so die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Mehr Infos dazu finden sich auf der Internetseite des Kreises (www.mkk.de) unter dem Stichwort „Entwicklung ländlicher Raum“.