Robotics Week ein voller Erfolg

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Levin Schroer und Justus Rothländer, Schüler des Grimmelshausen Gymnasiums, (links) haben im Makerspace eine Maschine gebaut, die Legosteine nach Farben sortiert. Bei der Robotics Week führten sie ihre Maschine vor. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, Christian Romeis, Geschäftsführer der romeis Engineering GmbH, Walter Dreßbach, Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, und Rainer Flach, Schulleiter der Beruflichen Schulen, ließen sich die Funktionsweise von den beiden Schülern erläutern (v.l.).

20. September 2021. - Im Makerspace makeIT im Triangulum in Gelnhausen summt es wie in einem Bienenstock. 70 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Gelnhausen, der Alteburg-Schule in Biebergemünd und des Grimmelshausen-Gymnasiums können am letzten Tag der „Robotics-Week ‘21“ Roboterarme, Greifer-Applikationen sowie digitale Planungs- und Simulationsprogramme kennenlernen – und viele haben diese Chance genutzt. Schließlich ist es das erste Mal, dass führende Unternehmen der Branche ihre Produkte im Main-Kinzig-Kreis ausstellen und kompetente Mitarbeitende Jugendlichen die Möglichkeit geben, unter fachkundiger Anleitung alles auszuprobieren und zu erkunden.

Um sich selbst ein Bild zu machen, besuchte Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann gemeinsam mit Walter Dreßbach, Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, sowie Rainer Flach von den Beruflichen Schulen Gelnhausen das Gründerzentrum makeIT. Es sei schon eine ganze Weile her gewesen, dass der Main-Kinzig-Kreis die Beruflichen Schulen und Christian Romeis, den Betreiber des Makerspace in Gelnhausen und Geschäftsführer der romeisIE GmbH, miteinander ins Gespräch gebracht habe, sagte Winfried Ottmann. „Es freut mich, dass aus diesem Kontakt etwas so Zukunftsweisendes wie die die Robotics Week entstanden ist. Mit dieser Veranstaltung wird der ohnehin sehr starke und innovative IT-Standort Main-Kinzig und damit der Wirtschaftsstandort gestärkt. Dafür danke ich Christian Romeis ausdrücklich“, sagte der Kreisbeigeordnete.

Der Angesprochene wertete die erste Roboter-Woche in Hessen als vollen Erfolg. Im Veranstaltungsteil „Robotics Week ‘21 Business“ habe sich gezeigt, wie groß das Interesse heimischer Unternehmen an der Robotik sei. Auch die Expertenrunde rund um die Themen Automatisierung, Ausbildung und Berufsentwicklung habe Impulse gesetzt. Der zweite Teil der „Robotics Week ’21 mit dem Motto „Education“, der in Kooperation mit dem Main-Kinzig-Kreis, den Beruflichen Schulen und den Ausstellern stattfand, sei überaus gut angenommen worden. „Wir können den Schülerinnen und Schülern zeigen, dass Technik heutzutage keine Grenzen hat und dass beziehungsweise was alles möglich ist. Wir möchten ihre Neugierde wecken und sie begeistern, denn nur wenn etwas Spaß bereitet, macht man es wirklich gut.“ Er sei sicher, dass die Roboterwoche dazu führen werde, dass sich einige der Teilnehmenden für eine Ausbildung oder einen Beruf in der Automatisierungsbranche entscheiden werden.

Schulleiter Rainer Flach zeigte sich dankbar für die Kooperation mit dem Makerspace. „In der Schule ist Informationstechnologie ein Thema, aber stets in einem schulischen Lern- und Lehrkontext. Hier im Makerspace finden Jugendliche den Raum, die technischen Möglichkeiten und die kreative Freiheit, eigene Ideen zu entwickeln und auszuprobieren – und das kostenfrei.“ Bei der Robotics Week sei zu sehen, wie offen und ohne Berührungsängste die Jugendlichen mit den neuen Technologien umgingen. Die Veranstaltung stelle in der Tat eine gute Möglichkeit dar, junge Menschen für diesen Arbeitsbereich zu interessieren.

Walter Dreßbach verfolgt gemeinsam mit Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann langfristige Ziele: „In den nächsten Jahrzehnten werden Roboter immer mehr Arbeit übernehmen, die heute noch von Menschen erledigt wird.“ Deshalb sei es wichtig, die Automatisierung in den Unternehmen in den Blick zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass die Schulen den Schülerinnen und Schülern entsprechendes IT-Wissen vermitteln.

MakeIT bietet auf 260 Quadratmetern die Möglichkeit, in den Bereichen Robotik, Elektronik, Mechanik, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Virtual und Augmented Reality zu arbeiten. Dafür stehen 3D-Drucker, Mikrocomputer, Roboterarme, Oszilloskope, Lötkolben und mehr bereit. Die Nutzung des Makerspaces ist kostenfrei. Interessierte – ganz gleich ob Schüler, Unternehmer oder Rentner – müssen sich lediglich mit einem Projekt, einer sogenannten Challenge, bewerben.