Applaus und Dank für zwei Experten in eigener Sache

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16. September 2021. - „Das Besondere am Behindertenrat des Main-Kinzig-Kreises ist, dass dort Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam agieren und als Experten in eigener Sache den Weg in eine inklusive Gesellschaft ebnen. Genau das lässt sich über Horst Möwes und Karl-Heinz Käbisch sagen, die dieses Gremium aus gesundheitlichen Gründen leider verlassen mussten“, sagte Peter Althaus, stellvertretender Leiter des Amtes für soziale Förderung und Teilhabe, bei der Verabschiedung der beiden langjährigen Mitglieder des Behindertenrats. Horst Möwes hatte seine Mitarbeit aus gesundheitlichen Gründen bereits im August 2019 beenden müssen, Karl-Heinz Käbisch verließ den Behindertenrat ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen im Dezember 2020.

Aufgrund der Corona-Pandemie und deren Folgen sei es nicht möglich gewesen, die beiden zu einem früheren Zeitpunkt in einem angemessenen Rahmen zu verabschieden, so Peter Althaus. Äußerst bedauerlich sei zudem, dass Karl-Heinz Käbisch krankheitsbedingt nicht an der Veranstaltung teilnehmen könne. Im Namen der Ersten Kreisbeigeordneten und Sozialdezernentin Susanne Simmler dankte er Horst Möwes und Karl-Heinz Käbisch für ihr großes Engagement und die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit in der wichtigen Expertengruppe: „Sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet für die Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Dafür gebührt beiden große Anerkennung.“

Horst Möwes wurde im Jahr 2007 in das Gremium gewählt und war bis 2019 dessen stellvertretender Vorsitzender. Er wirkte an verschiedenen Projekten mit, etwa an der Neuauflage des digitalen Wegweisers für Menschen mit Behinderung. Während seiner zwölfjährigen Amtszeit betreute er gemeinsam mit dem ehemaligen Vorsitzenden Heinz Peters viele Bauprojekte Zudem war er zuständig für die Sozialberatung im Behindertenrat. Er engagiert sich derzeit als Sozialberater des Sozialverbandes des VDK in Schlüchtern. Zudem ist Horst Möwes ehrenamtlich als Behindertenbeauftragter der Stadt Schlüchtern tätig.

Karl-Heinz Käbisch war von 2015 bis 2020 als Sozialberater im Behindertenrat aktiv und eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau. Im Alter von 23 Jahren hatte er bei einem Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und sein Sportstudium deshalb beenden müssen. Seither ist Karl-Hein Käbisch in vielen Bereichen sozial engagiert: Er arbeitet im Behinderten-Werk Main-Kinzig, zudem ist er als Vorsitzender des Sozialverbands VdK Großkrotzenburg und als ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Hanau tätig.

Peter Althaus resümierte die Arbeit des Behindertenrats im Main-Kinzig-Kreis: Intention für die Gründung des Gremiums vor 23 Jahren sei gewesen, die vom Kreis unternommenen Anstrengungen in der Behindertenpolitik zu intensivieren. Das Ziel: die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft durch die Beteiligung der Betroffenen und ihrer Organisationen voranzubringen. Dies sei gelungen. Als Ansprechpartner habe sich der Behindertenrat unentbehrlich gemacht. Er nehme überdies viele Aufgaben wahr, die von der Teilnahme an Veranstaltungen über Beratung im sozialen Bereich bis hin zum Einsatz für Barrierefreiheit in Bahnhöfen und anderen öffentlich zugänglichen Gebäuden reiche. „Dies funktioniert nur, wenn Menschen sich mit Interesse und Engagement einbringen. Dafür gebührt nicht nur Karl-Heinz Käbisch und Horst Möwes großer Dank, sondern auch allen ehemaligen und aktuellen Mitgliedern des Behindertenrats.“