Tipps zum Schutz des kostbaren Guts Wasser

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Sparsam mit Wasser umgehen: Der Kreis, die Kommunen und die Versorgungsunternehmen ziehen in dieser Kampagne an einem Strang.

02.08.2021. - Wasser ist ein kostbares Gut. Für ein umsichtiges, wassersparendes Verhalten wirbt eine neue Kampagne im Kreisgebiet. Über Plakate, Flyer und eine eigene Internetseite sollen Bürgerinnen und Bürger jedes Alters angesprochen werden. Auf Initiative von Landrat Thorsten Stolz hat der Main-Kinzig-Kreis, der bereits unter den Kommunen des Kreises sowie seitens der Wirtschaft Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden hat, eine erfolgreiche Kampagne gestartet.

Aus Sicht der Umweltdezernentin Susanne Simmler „geht uns das Thema alle an, und auch das ganze Jahr über, ganz unabhängig davon, ob es gerade länger geregnet hat oder länger heiß gewesen ist“: „Wir müssen mit Wasser sparsamer und rücksichtsvoller umgehen. Das geht recht einfach und kostet nicht viel, im Gegenteil“, erklärt die Erste Kreisbeigeordnete. Der Klimawandel mache sich immer stärker auch im Main-Kinzig-Kreis bemerkbar. Eine Folge seien die seit Jahren sinkenden Grundwasserpegel. Ein hoher Wasserverbrauch im privaten Umfeld könne das Problem enorm verstärken, denkt man bloß an den Boom privater Pools. Darum geht es in der Kampagne „Nachhaltig im MKK“: einfache Tipps für den Haushalt, den Garten oder auch im beruflichen Sektor verbreiten, wie sich Wasser sparen lässt.

Die Kampagne wird von den Städten und Gemeinden im Kreis ganz wesentlich mitgetragen, wie Stefan Erb, Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung erklärt. „Wir Bürgermeister und Bürgermeisterinnen waren uns mit den Wasserversorgern einig, dass wir dem Thema Trinkwassersicherheit für unsere Bevölkerung zukünftig mehr Gewicht verleihen und das stärker in den Fokus unserer Arbeit stellen müssen. Mit diesem Anliegen sind wir auf den Main-Kinzig-Kreis zugegangen, um die Arbeit rund um das Projekt zu bündeln und zu begleiten.“

Den Impuls und „das berechtigte Anliegen der Kommunen und Wasserversorger“ habe der Main-Kinzig-Kreis gerne aufgegriffen, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Wir unterstützen das in der gemeinsamen Umsetzung durch die Untere Wasserbehörde. Denn ich bin überzeugt, dass wir uns angesichts der aktuellen Klimaextreme gerade im Bereich der Trinkwasserversorgung zukünftig noch professioneller aufstellen müssen. Mit der technischen Seite setzt sich die Arbeitsgruppe Technik auseinander und erarbeitet hier Planungs- und Lösungsstrategien für die Kommunen.“

Die zukünftige Sicherung der Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region, aber auch im Main-Kinzig-Kreis, ist eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft. „Deshalb verfolgen wir auch mit Nachdruck ein vielversprechendes Projekt, um Oberflächenwasser der Kinzig zur Trinkwassernutzung aufzubereiten. Hier geht es um eine Schonung des Grundwassers, aber vor allem um eine klimafeste Wasserversorgung der Zukunft“, so Landrat Thorsten Stolz.

Susanne Simmler betrachtet den Startpunkt der Kampagne in der Jahresmitte als passend. „Es ist nun mal die Sommerferienzeit, die heiße Jahreszeit, in der wir uns alle über eine Abkühlung freuen. Den Wasserversorgen in unserer Region und weit darüber hinaus macht es aber sehr zu schaffen, dass für den Pool oder die Gartenbewässerung oftmals wertvolles Trinkwasser genutzt wird.“

Damit sich die Grundwasserreserven erholen können und auch für die Natur genügend kühles Nass im Erdboden bleibt, wird Wassersparen immer wichtiger für alle Menschen in der Region. „Jeder Einzelne kann einen großen Beitrag leisten, aber auch wir als Main-Kinzig-Kreis versuchen mit unterschiedlichen Projekten und Kampagnen, zu sensibilisieren und einen Anstoß zu geben“, betont die Erste Kreisbeigeordnete. Die neue Kampagne „Nachhaltig im MKK“ soll Tipps dazu geben sowie das Bewusstsein für die Bedeutung des wertvollen Rohstoffs im Alltag schärfen. Dabei ziehen 28 Kommunen im Kreis sowie alle Wasserversorger in der Region mit.

Auf Bannern und Postkarten erklären Menschen aus dem Kreisgebiet als „Wald- und Wiesenretter“, warum und wie sie Wasser sparen: von einem Extremsportler samt seiner Familie, die ins Schwimmbad geht, anstatt einen Pool zu bauen, über Lehrerinnen, die den Schulgarten mit Regenwasser gießen, bis hin zum Chefkoch, der Gemüse nicht mehr blanchiert. Das alles gibt es zudem auf der zentralen Kampagnenseite www.nachhaltig-im-mkk.de . Weitere Aktionen rund um das Thema sind geplant. Auf diese Weise sollen möglichst viele Menschen erreicht und für die Kostbarkeit von Trinkwasser sensibilisiert werden, das eben nicht in beliebiger Menge verfügbar ist. Das Ziel: ein verantwortungsvoller Umgang mit einer Ressource, deren Preis alle kennen – aber deren Wert sich längst nicht genügend Menschen vor Augen führen.