Viele tausend Gespräche rund um Corona

pm-img
Von Montag bis Freitag werden über das Infotelefon mehrere tausend Anliegen entgegengenommen und bearbeitet. Über das Wochenende ist es unter einer neuen Nummer erreichbar.

Spezialisiertes Infotelefon: Am Wochenende wechselt die Rufnummer – Inzidenz im Kreisgebiet bei 19 – Impfzentren bieten Impfungen ab sofort ohne Termin an

29.07.2021. - Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat in den vergangenen sieben Tagen 79 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für den Main-Kinzig-Kreis derzeit bei 19, das Robert-Koch-Institut weist den Wert ebenfalls mit 19 aus. Jede vierte bis jede fünfte Neuinfektion lässt sich nach Erkenntnissen des Kreises derzeit auf Reiserückkehrer zurückführen. Die Urlaubspläne in den Sommerferien, die Lockerungen für Hessen, gleichzeitig die ansteigenden Fallzahlen: Es gibt auch in diesen Wochen eine ganze Reihe an Fragen, mit denen sich die Bürgerinnen und Bürger an den Main-Kinzig-Kreis wenden. Das Infotelefon ist dabei eine der zentralen Kanäle. Ab Montag gilt eine neue Rufnummer: 06051 8517000.

Landrat Thorsten Stolz ist den Telefonistinnen und Telefonisten dankbar „für viele tausend gute und wichtige Gespräche“. „Mit einem klassischen Bürgertelefon haben wir im vergangenen März begonnen. Daraus ist längst ein spezialisiertes Infotelefon mit allen denkbaren Aspekten und Fachfragen rund um Corona geworden, immer auf dem aktuellen Stand, immer mit dem besonderen Blick auf unsere lokalen Entwicklungen“, erläutert der Landrat.

Der Main-Kinzig-Kreis hatte mit „Fall 1“ zu Beginn der Pandemie ein Bürgertelefon eingerichtet. Gut ein halbes Jahr lang beantworteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Teilen der Verwaltung im ständigen Wechsel die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Parallel dazu wurde das CoroNetz auf der Internetseite des Kreises auf- und ausgebaut, sozusagen als „digitales Bürgertelefon“. So wie das CoroNetz seine Grundstruktur verändert hat, auf die stets aktuellen Themen angepasst wurde und weiterhin bis zu 12.000 Zugriffe am Tag verzeichnet, so hat sich auch das telefonische Angebot gewandelt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 wurde eine eigene Stabsstelle Bürgerinformation gegründet, der heute gut ein Dutzend Frauen und Männer zuzurechnen sind, die montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr hauptsächlich für diesen Zweck zur Verfügung stehen und Woche für Woche bis zu 3.000 Anliegen bearbeiten.

Zu manchen Zeiten übersteigt die Anruferzahl die Kapazitäten am Telefon. Der Main-Kinzig-Kreis empfiehlt daher, vor einem Anruf erst einmal die Informationen im thematisch klar strukturierten CoroNetz (www.mkk.de) zu durchforsten. Die Teams der Website und des Infotelefons stehen im permanenten Austausch, um gerade auch wiederkehrende Fragen im Netz abzubilden. So sind relevante Infos schnell und rund um die Uhr abrufbar.

Die Stabsstelle Bürgerinformation ist vollintegriert ins Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Mit dem Wechsel der Telefonnummer zum Ende des Monats Juli wird dies nun auch technisch als dauerhafte Lösung nachvollzogen. Wer unter der bisherigen Nummer anruft, wird in der nächsten Zeit automatisch weitergeleitet.

Täglich Impfungen ohne Termin: Ab sofort können alle erwachsenen Impfinteressierten und Jugendliche ab 16 Jahren (in Begleitung eines Erziehungsberechtigten) ohne Termin eine Impfung erhalten. Täglich während der Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr werden in den Impfzentren die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna angeboten. Mitzubringen sind der Ausweis, das Krankenkassenkärtchen und gegebenenfalls das Impfbuch, am besten auch die bereits ausgefüllten notwendigen Bögen (abrufbar über www.mkk.de, CoroNetz/Impfaktion). Alle Personen unter 18 Jahren müssen die Aufklärungs- und Anamnesebögen von einem Erziehungsberechtigten unterzeichnen lassen.

Vorziehen von Zweitimpfterminen möglich: In den Impfzentren kann ab sofort jeder nach einer vorgezogenen Zweitimpfung fragen, der seine erste Dosis im Impfzentrum erhalten hat und zeitliche Mindestabstände wahrt. Wenn der gewünschte Impfstoff zur Verfügung steht ist es bloß noch wichtig, dass mindestens folgende Abstände zwischen erster und zweiter Impfung eingehalten werden: zwischen den Impfungen mit BioNTech mindestens 3 Wochen, zwischen den Impfungen mit Moderna mindestens 4 Wochen, zwischen den Impfungen mit AstraZeneca mindestens 9 Wochen, bei einer Kreuzimpfung mit AstraZeneca und einem mRNA-Impfstoff mindestens 4 Wochen.

Impfaktion für 12- bis 15-Jährige geht weiter: Der Main-Kinzig-Kreis hat in dieser Woche mit Unterstützung von Kinder- und Jugendmedizinern erste Sonderimpfaktionen für 12- bis 15-Jährige organisiert. Für Termine an zwei Tagen in den beiden Impfzentren interessierten sich am Ende rund 400 Jugendliche. Sie wurden von ihren Eltern zu den Impfungen begleitet. Aufgrund der positiven Resonanz auf die ersten Aktionen hat der Main-Kinzig-Kreis schon weitere Angebote vorbereitet, zunächst im Impfzentrum Gelnhausen jeweils montags am 2., 9. und 16. August sowie am Sonntag, 8. August. Termine können über das Online-Terminportal gebucht werden, das auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises zu finden ist (www.mkk.de).

„Dein Pflaster“ am Dienstag in Rodenbach: Mit der Impfaktion „Dein Pflaster“ werden jede Woche dienstags unterschiedliche Kommunen des Main-Kinzig-Kreises angefahren, jeweils von 14 bis 20 Uhr. Nach Bad Soden-Salmünster in dieser Woche stehen Rodenbach (3. August, Rodenbach-Halle), Freigericht (10. August, Freigericht-Halle) und Biebergemünd (17. August, Bürgertreff Kassel) als Nächstes auf dem Fahrplan. Verimpft wird das Vakzin von Johnson&Johnson an alle interessierten volljährigen Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises. Um Wartezeiten zu verkürzen empfiehlt es sich, neben einem Ausweis, dem Krankenkassenkärtchen und gegebenenfalls dem Impfbuch die notwendigen Bögen bereits ausgefüllt zum Termin mitzubringen (abrufbar über www.mkk.de, „Dein Pflaster“).

Drei Covid-Fälle in den Krankenhäusern: Die Gesamtzahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt nun bei 22.753 (Stand: Donnerstag). Als aktuell infektiös eingestuft werden 136 Personen. Mittlerweile haben 21.986 Menschen im Main-Kinzig-Kreis die akute Virusinfektion wieder überstanden. 631 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet müssen derzeit drei Personen im Zusammenhang mit Corona medizinisch auf den Normalstationen versorgt werden (Stand: Mittwoch).