Neue Spessartspur: Auf zum Himmelsteich

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Bei der Einweihung der Spessartspur „Hohes Kreuz Bad Orb und Markberg“ in Bad Orb (von links): Dr. Dirk Thom, Geschäftsführer der Bad Orb Kur GmbH, Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete, Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, Fritz Dänner, Geschäftsführer Naturpark Hessischer Spessart, Ehrenbürger Ulrich Freund sowie Bürgermeister Roland Weiß.

28.07.2021.- Ein traumhafter Ort, um eine Wanderung im Spessart zu beginnen: Vier Waldwege, alle gesäumt von mächtigen Bäumen und blühenden Wildstauden, warten darauf, erkundet zu werden. Während einer in gerader Linie ansteigt, lässt sich ein anderer nicht recht einsehen, weil er steil bergab ins Haseltal führt. Wohin sich wenden bei dieser verheißungsvollen Spessart-Wander-Vielfalt? Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Vorsitzende des Zweckverbands Naturpark Hessischer Spessart, weiß Rat: „Hier am Parkplatz ‚Hohes Kreuz‘ beginnt die neue Spessartspur ‚Hohes Kreuz Bad Orb und Markberg‘. Sie ist 6,1 Kilometer lang und eignet sich prächtig zum Spazierwandern.“

Der Spessart mit seinen verwunschenen Tälern und waldreichen Höhen sei eine abwechslungsreiche Landschaft direkt vor der Haustür. Für Naturliebhaber aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet, die eine Auszeit vom Alltag suchen oder Waldeinsamkeit, sei der Naturpark ein Muss. Mit diesem begeisterten Worten über den hessischen Spessart eröffnete die Erste Kreisbeigeordnete kürzlich die neue Spessartspur. Gemeinsam mit Fritz Dänner, Geschäftsführer des Naturparks Hessischer Spessart, Roland Weiß, Bürgermeister von Bad Orb, Dr. Dirk Thom, Geschäftsführer der Bad Orb Kur GmbH, Ulrich Freund, Ehrenbürger der Stadt Bad Orb, und Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, stellte sie das neue Wanderhighlight vor.

Fritz Dänner erläuterte: „Der Naturpark Hessischer Spessart umfasst eine Fläche von 74.000 Hektar und ist damit dreimal so groß wie das gesamte Frankfurter Stadtgebiet. Gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises hat der Naturpark bislang über 40 Rundwanderungen entwickelt und gekennzeichnet.“ Diese Rundwanderungen basieren auf der Idee des Spazierwanderns, umgesetzt wird das Konzept mit den „Spessartspuren“. Es handelt sich dabei um kurze, abwechslungsreiche Rundwege, die sich bestens für Familienausflüge eignen. Daneben gibt es die „Spessartfährten“: Extratouren, die auf unvergessliche Weise die Einzigartigkeit des waldreichen Mittelgebirges zeigen und die als Tageswanderungen konzipiert sind. Beide Wanderformate komplettieren das dritte: den 90 Kilometer langen „Spessartbogen“, der mit seinen Naturwegen und Pfaden alle Ansprüche des Genusswanderns erfüllt.

Fritz Dänner dankte Bürgermeister Roland Weiß und Dr. Dirk Thom für die gute Zusammenarbeit: „Die Wanderwege, die wir gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln und ausschildern, sind nur deshalb so besonders, weil alle mit Leidenschaft dabei sind und ihren Beitrag leisten. Nicht nur die Stadt Bad Orb, sondern auch all jene, die die Hinweisschilder und Ruhebänke aufgestellt haben, sowie alle, die später die Wanderwege pflegen, verdienen ein dickes Dankeschön.“

Bürgermeister Roland Weiß unterstrich: „Bad Orb ist eine lebendige Kurstadt, die jedes Jahr viele Menschen anzieht. Die neuen Spessartspuren ‚Hohes Kreuz Bad Orb und Markberg‘, ‚Wegscheide Bad Orb und Burgjosser Heiligen‘ und ‚Bad Orber Quell- und Madstein Spur‘ sind weitere Attraktionen, die Erholungssuchende auf unsere Stadt und ihr reichhaltiges touristisches Angebot aufmerksam machen.“ Wir sehen auf unserer Homepage, dass die neuen Spessarttouren sehr beliebt sind und im Ranking der Suchanfragen ganz vorne liegen, das beweist die Richtigkeit des Konzepts“, freut sich Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH.

Vom Parkplatz „Hohes Kreuz“ verläuft die Wanderung unter Schatten spendenden hohen Bäumen auf gleichbleibender Höhe um den 516 Meter hohen Markberg herum. An einer Wegespinne erreicht die Spessartspur den Fernwanderweg Spessartbogen und folgt ihm in Richtung Osten auf einem weichen, schmalen Pfad. Etwa auf der Hälfte der Strecke ist der Sölchesweiher erreicht, ein Gewässer, das sich nicht durch eine Quelle, sondern durch Niederschlag speist. „Dieser Teich, der vom Himmel befüllt und deshalb als Himmelsteich bezeichnet wird, ist im Frühjahr ein besonders idyllischer Ort. Er lädt dazu ein, ein wenig auf der Ruhebank zu verweilen und seinen Gedanken nachzuhängen“, schwärmte Susanne Simmler bei der Eröffnung. An der nächsten Weggabelung folgt der Weg dem Eselsweg, jener alten Handelsstraße, die bereits von Kelten und Römern genutzt wurde. Steigt der Weg von der Weggabelung noch einmal an, dürfen sich die Wanderer auf den letzten hundert Metern hinab zum Parkplatz ein wenig erholen und sich an dem wohltuenden Blick in den tiefen Wald erfreuen.

Weitere Informationen zu den Spessart-Spuren und den längeren Spessart-Fährten sowie dem Spessartbogen sind auf der Webseite des Naturparks Hessischer Spessart unter: www.naturpark-hessischer-spessart.de sowie auf der Seite der Spessart Tourismus und Marketing GmbH unter www.spessart-tourismus.de zu finden.