„Sommer nutzen, um sich impfen zu lassen“

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14. Juli 2021. - In dieser Woche besuchen mobile Teams aus den beiden Impfzentren Förderschulen und versorgen Schülerinnen und Schüler über zwölf Jahren mit einer Impfung, deren Eltern dem zugestimmt und die oftmals eine Vorerkrankung haben. Seit Montag (12.7.) werden an insgesamt acht teilnehmenden Förderschulen 170 Schülerinnen und Schüler sowie, teilweise, auch deren Eltern geimpft. Die beiden Schulträger im Kreisgebiet, der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau, haben den Start der Aktion zum Anlass genommen, erneut auf den besonderen Schutz durch die Impfung aufmerksam zu machen, insbesondere in sensiblen Einrichtungen wie Schulen und Kitas.

„Wir wollen, dass nach den Ferien ein Regelbetrieb erhalten bleiben kann, möglichst nicht unterbrochen durch Ausbrüche, die sich leicht durch eine höhere Impfbereitschaft hätten vermeiden lassen“, schreiben Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann sowie Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtrat Thomas Morlock in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Jeder und jede könne mit einer Impfung dazu beitragen, dass möglichst viel Normalität in den Schulalltag oder den Alltag in Erziehungseinrichtungen einkehre, so Stadt- und Kreisspitze. Auch jeder durchgeimpfte Erwachsene, seien es Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern oder Verwandte schützt Kinder und trägt nach den Ferien dazu bei, dass Kitas und Schulen nicht mehr von Schließungen bedroht seien.

Schon jetzt sind Impfungen mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer für junge Menschen ab 16 Jahren möglich. Die Ständige Impfkommission empfiehlt darüber hinaus insbesondere Kindern und Jugendlichen mit körperlichen Leiden und Vorerkrankungen ab zwölf Jahren diese Impfung. In den höheren Jahrgängen und in Berufsschulen sei eine hohe Impfquote in den Klassen also schon prinzipiell möglich, sofern möglichst alle Impfberechtigten das ihnen offenstehende Angebot annehmen, schreiben Kreis und Stadt Hanau. Das sei hinsichtlich des neuen Schuljahrs besonders wichtig. In den vergangenen Wochen hatten sich darüber hinaus aber viele weitere Eltern an die Schulträger gewandt mit der Bitte um eine Impfung für ihr Kind im Teenageralter in den Impfzentren.

Die Kreisspitze und der Magistrat der Stadt Hanau machen deutlich: „Wer noch nicht die Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen und in einem solchen sensiblen Bereich täglich unterwegs ist, sollte diesen Schritt dringend überlegen und sich im Zweifel kurzfristig beim Hausarzt oder im Impfzentrum beraten lassen. Es gibt dezentrale Angebote für eine Impfung zuhauf, ohne große bürokratische Hürden, gerade auch bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und dort auch für Jüngere. Wir brauchen darüber hinaus endlich ein klares politisches Signal zur Öffnung der Impfkampagne für alle Menschen ab zwölf Jahren. Die Anfragen aus den Familien werden immer mehr und immer drängender, stets mit dem neuen Schuljahr und den Erfahrungen des letzten Herbsts im Blick. Wir können uns nur anschließen, wir wünschen uns von der Bundes- und Landesregierung eine kurzfristige einheitliche Regelung und eine nachhaltige Aufforderung an die Bevölkerung. Es steht sonst zu befürchten, dass es bloß punktuell zu Impfangeboten kommt, die eben nicht alle Impfwilligen im Land erreicht. Jetzt wäre ein geeignetes Zeitfenster, um für den Herbst vorzusorgen.“

Für den gesamten Kreis sind derweil nach Auskunft des Landes Hessen die vorregistrierten Menschen so gut wie alle mit einem Termin versorgt. Wer sich neu registrieren lasse, erhalte somit innerhalb kurzer Zeit einen Termin. Längere Wartelisten gibt es nicht mehr, zumal vergleichbar mit der „Impfbrücke Main-Kinzig“ ein Vergabeportal des Landes für kurzfristige Impfungen hinzugekommen ist. Darüber hinaus sind Impfungen ohne Vorab-Termine bei Sonderimpfaktionen im Kreisgebiet an verschiedenen Stellen schon seit geraumer Zeit möglich, im Rahmen der Impfstoff-Empfehlungen. Die schnelle, unbürokratische Impfung, die lange Zeit das Ziel des Main-Kinzig-Kreises gewesen ist, ist somit in den vergangenen Wochen real geworden.