Delta-Variante: Kreis mahnt weiter zur Vorsicht - Inzidenz bei 7

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01.07.2021. - Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat in den vergangenen sieben Tagen 30 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Damit liegt der errechnete Inzidenzwert für den Main-Kinzig-Kreis bei 7, das Robert-Koch-Institut weist den Wert ebenfalls mit 7 aus. Im Main-Kinzig-Kreis konnte in den vergangenen Wochen vereinzelt auch die Delta-Variante festgestellt werden. Gerade in den letzten Tagen wurden im Schulbereich mit Schwerpunkt Hanau umfangreichere Testungen durchgeführt, wo es den Verdacht einer Ausbreitung gegeben hat. „Am Ende konnten wir insgesamt 16 Coronavirus-Infektionen in diesem Cluster feststellen. Drei Ansteckungen sind plausibel auf Begegnungen in der Schule zurückzuführen, mehrheitlich haben sich die Betroffenen aber im familiären Umfeld angesteckt. Die allermeisten Befunde unserer umfangreichen Testungen waren damit negativ“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Die letzten der rund 500 PCR-Tests erfolgten Anfang dieser Woche.

Die Delta-Variante beschäftigt die Kreisspitze ungeachtet dessen intensiv, gerade mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien und Urlaube der Bevölkerung. Vor gut einem Jahr hatte der Main-Kinzig-Kreis eine eigene Verfügung erlassen, wonach sich Reiserückkehrer testen und in bestimmten Fällen vorsorglich häuslich isolieren sollten. „In diesem Sommer sind die Landes- und Bundespolitiker zum Glück sensibilisiert und haben einen Blick auf das Thema, ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger noch gut in Erinnerung haben dürften, wo wir im Spätsommer 2020 standen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Wir brauchen in diesem Sommer den Mix aus einheitlichen Vorgaben und eigenverantwortlichem Handeln. Es gibt kostenlose Tests, und wir bitten gerade die Urlauberinnen und Urlauber dringend darum, vor dem Urlaub, während des Aufenthalts und rund um die Rückreise rege davon Gebrauch zu machen.“

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ergänzt, dass Testen und Impfen „ein sicherer Weg aus der Pandemie bleibt, trotz und gerade angesichts niedriger Inzidenzwerte“: „Die Hürden sind mittlerweile sehr niedrig, als Volljähriger und Volljährige mittels Impfung sich und andere zu schützen, und wir haben dieses wertvolle Zeitfenster, jetzt aktiv zu werden. Wenn wir wollen, dass die Lockerungen und Freiheiten, die wir derzeit genießen, auch noch nach den Ferien gelten, dann braucht es diese Impfung, und zwar den vollständigen Impfschutz“, so Simmler, die darauf hinweist, dass in den Impfzentren in den letzten Tagen teils in größerer Zahl Zweitimpftermine nicht wahrgenommen wurden. Simmler dankte den Teams in den Impfzentren wie auch den Ärztinnen und Ärzten darüber hinaus, die sich im Rahmen der Impfkampagne engagieren. „Jede Impfung hilft und jeder kann mit Rat und Tat anderen helfen, sich impfen zu lassen. Beides ist in dieser Zeit von großer Bedeutung“, so die Gesundheitsdezernentin.

AstraZeneca-Impfangebote: Seit dieser Woche kann sich jeder und jede Impfwillige ohne Termin in den Impfzentren eine Vakzindosis von AstraZeneca verabreichen lassen. Im Zeitraum von 8 bis 19 Uhr sind Erstimpfungen sowie, bei dringlichen persönlichen Umständen, auch Zweitimpfungen (mindestens 9 Wochen Abstand zur ersten Dosis) möglich. Darüber hinaus macht am Samstag der Impfbus der Aktion „Dein Pflaster“ an der Nidderauer Willi-Salzmann-Halle (Heldenberger Straße 14-16) im Zeitraum von 9 bis 15 Uhr Station.

„Dein Pflaster“ geht weiter: Die weiteren Termine für Impfungen in Stadtteilen stehen fest. Der Impfbus mit medizinischen Teams aus den Impfzentren macht Halt in Hanau-Kesselstadt am 13. Juli (Kurt-Schumacher-Platz/Heinrich-Heine-Schule, 12 bis 20 Uhr), in Erlensee am 17. Juli (voraussichtlich Kastellstraße, 9 bis 15 Uhr) sowie in Maintal-Bischofsheim am 20. Juli (Bürgerhaus-Parkplatz, 12 bis 20 Uhr). Im jeweiligen Zeitraum kann jeder und jede Interessierte aus dem Quartier und der näheren Umgebung vorbeischauen und sich mit dem Einmal-Impfstoff von Johnson&Johnson impfen lassen. Mitzubringen sind ein gültiger Lichtbildausweis, das Krankenkassenkärtchen sowie, nach Möglichkeit, das Impfbuch. Um Zeit zu sparen empfiehlt es sich, den Aufklärungs- und Anamnesebogen (erhältlich im „CoroNetz“ ) bereits ausgefüllt mitzubringen.

Sieben Covid-Fälle in Krankenhäusern: Die Gesamtzahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt nun bei 22.526 (Stand: Donnerstag). Als aktuell infektiös eingestuft werden 59 Personen. Mittlerweile haben 21.846 Menschen im Main-Kinzig-Kreis die akute Virusinfektion wieder überstanden. 626 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In den Krankenhäusern in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern werden derzeit im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 7 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt (Stand: Mittwoch), davon haben 6 ihren Wohnsitz im Main-Kinzig-Kreis. Intensivmedizinische Betreuung mit Unterstützung bei der Atmung benötigen 3 Personen.