Sinemus: Schnelles Internet und IT Ausstattung für Krankenhäuser und Schulen sind wesentliche Arbeitsgrundlagen

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21. Mai 2021. - Gelnhausen/Wiesbaden. Im Main-Kinzig-Kreis werden fünf private Schulen und sechs Privatklinken mit Gigabitgeschwindigkeit an das Glasfasernetz angeschlossen. Die Hessische Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus, überreichte dafür heute virtuell einen Förderbescheid über 134.780 Euro an Landrat Thorsten Stolz. Zudem überreichte die Ministerin symbolisch 2.898 Tablets für die Lehrkräfte der rund einhundert Schulen in Trägerschaft des Landkreises.

„Eine schnelle und stabile Internetverbindung ist sehr wichtig für die Menschen. Mit der Anbindung elf weiterer Objekte an das Glasfasernetz baut der Main-Kinzig-Kreis seine schon sehr gute Versorgung mit schnellem Internet aus und komplettiert die wichtige Versorgung der Schulen und Krankenhäuser im Kreisgebiet“, sagte Digitalministerin Sinemus. Allein in dieser Legislaturperiode stellt die Hessische Landesregierung Mittel in Höhe von rund 270 Millionen Euro für den Gigabitausbau zur Verfügung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Versorgung sozioökonomischer Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser.

Die Gesamtinvestitionssumme für das geförderte Glasfaserprojekt im Main-Kinzig-Kreis beträgt rund 350.000 Euro. Das Land beteiligt sich mit einem Anteil von 40 Prozent an den Kosten, der Bund mit 50 Prozent. Angebunden werden sollen die Katharina-von-Bora-Schule in Bruchköbel, die Freie Montessori Schule in Linsengericht, die Johann-August-Waldner-Schule in Sinntal, die Orbtalschule in Bad Orb, die Freiraum-Schule in Gelnhausen, die Reha-Kliniken Küppelsmühle Bad Orb, die Spessart-Klinik Bad Orb GmbH sowie die Kliniken Bellevue 2, Rhönblick-Klinik, Klinik St. Marien GmbH & Co. KG und die Klinik Lohrey. Das Vorhaben ergänzt den bisherigen Ausbau der Breitband Main-Kinzig GmbH für die in öffentlicher Trägerschaft befindlichen Schulen und Krankenhäuser, die kreisweit alle inzwischen an das Glasfasernetz angeschlossen wurden.

Derzeit verfügen 96,7 Prozent der Haushalte im Main-Kinzig-Kreis über eine Anbindung von mindestens 50 Mbit/s, hessenweit sind es 96,5 Prozent. Auf 100 Mbit/s können 69,8 Prozent der Haushalte zugreifen. Bei den Gewerbestandorten liegt die 50 Mbit/s-Versorgung mit 96,8 Prozent derzeit über dem Landesschnitt von 96 Prozent und die 100 Mbit/s- Nutzung bei 61 Prozent gegenüber hessenweiten 87 Prozent.

„Der flächendeckende Anschluss an das Glasfasernetz und die umfassende Digitalisierung bedeuten einen gewaltigen Kraftakt, aber bilden zugleich die wichtigste Infrastruktur des 21. Jahrhunderts. Die umfassende Unterstützung des Landes Hessen ist vor diesem Hintergrund nicht nur willkommen, sondern ein fundamentaler Beitrag für die schnelle Realisierung dieser Zukunftstechnologie in gemeinsamer Verantwortung“, sagte Landrat Thorsten Stolz. „Der Main-Kinzig-Kreis hat sich dieser Aufgabe frühzeitig gestellt und hier entsprechende Meilensteine gesetzt.“

„Mit der kreiseigenen Breitbandgesellschaft und unserer langjährigen Erfahrung sind wir für die nächsten Schritte gut aufgestellt“, betonte der verantwortliche Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann und ergänzte: „Wir haben uns im Main-Kinzig-Kreis vorgenommen, das digitale Netz noch weiter zu perfektionieren, um die wachsenden Anforderungen zu erfüllen.“

Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus überreichte außerdem symbolisch 2.898 mobile Endgeräte, die der Kreis als Schulträger im Zuge des DigitalPakts Schule bestellt hatte und die nun an die Lehrkräfte ausgeliehen werden. Für die Anschaffung von Tablets und Notebooks für Lehrkräfte stehen hessenweit rund 50 Millionen Euro zur Verfügung, davon 12,8 Millionen Euro aus dem hessischen Sondervermögen. Die Beschaffung der Geräte für Lehrkräfte erfolgt mit Unterstützung des kommunalen IT-Dienstleisters ekom21.

„Schnelles Internet ist eine ebenso wesentliche Arbeitsgrundlage wie die entsprechende IT-Ausstattung. Daher freue ich mich, dass die Lehrkräfte an den rund einhundert Schulen in Trägerschaft des Landkreises ab sofort auch Tablets nutzen können“, sagte Sinemus. „Die mobilen Endgeräte sind ein weiterer Baustein, die Digitalisierung in den Schulen voranzubringen“.

Um die Inanspruchnahme der Fördermittel des DigitalPakts durch die Schulträger zu erhöhen und das Abwicklungsverfahren zu beschleunigen, wurde die Task Force DigitalPakt Schule im Bereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung eingerichtet. Zudem wurde auch eine Service- und Beratungsstelle ins Leben gerufen, die den Städten und Landkreisen eine zentrale Anlaufstelle bietet und den konstruktiven Dialog fördert. Mit den Geräten soll den Lehrkräften das Arbeiten im Distanzunterricht erleichtert werden.

Oberstudiendirektorin Tina Ruf, Schulleiterin des Grimmelshausen-Gymnasiums in Gelnhausen betonte: „Auch im Präsenzunterricht können wir mit der Unterstützung des Landes Hessen und der fast lückenlosen Ausleuchtung mit WLAN durch den Schulträger neue Elemente wie zum Beispiel digitale Klassenbücher erproben. Das wird unsere Kommunikation und unseren Alltag für Lehrer- und Schülerschaft perspektivisch sehr erleichtern.“

Ein umfassender und aktueller Überblick über den Ausbaufortschritt der digitalen Infrastruktur in Hessen ist auf der Webseite des Breitbandbüros Hessens abrufbar sowie über www.digitales.hessen.de . Neben dem Status Quo liefert das Dashboard auch historische Daten, um vergangene Entwicklungen und die besondere Ausbaudynamik Hessens nachvollziehen zu können. Hier geht es zur Anwendung: https://www.breitband-in-hessen.de/dashboard