„Ein (Rettungs)schirm geht auf die Reise“: 25 Jahre Lawine

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Ein Schutzschirm für die Lawine in Hanau, v.l.: Gleichstellungsbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises Ute Pfaff-Hamann, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sowie Roberta Bandel und Christiane Messner von der Beratungsstelle Lawine.

10.11.2017. - Die Hanauer Beratungs- und Präventionsstelle bietet seit mehr als 25 Jahren für Mädchen, Jungen und erwachsene Frauen einen geschützten Raum für Gespräche und Therapieangebote bei sexueller Gewalt. Mit Fort- und Weiterbildungsangeboten für pädagogische Fachkräfte, Selbstbehauptungskursen, Öffentlichkeitsarbeit engagieren sich die Mitarbeiterinnen auch für den Schutz vor sexuellen Übergriffen. Die Mitarbeiterinnen verfügen über therapeutische Qualifikationen sowie umfangreiche Erfahrungen in der Arbeit mit sexueller Gewalt.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs darf kein Tabu sein. „Wir haben mit der Beratungsstelle Lawine ein engagiertes Team in Hanau“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler am Stand der Lawine während der Fachtagung des Bündnisses für Familie vor wenigen Tagen im Main-Kinzig-Forum. Der Main-Kinzig-Kreis, die Stadt Hanau und einige Gemeinden bezuschussen die Beratungsstelle regelmäßig. „Doch mittlerweile hat unser Schutzschirm finanzielle Lücken, die geschlossen werden müssen“, berichtet Roberta Bandel von der Beratungsstelle.

Mit einer Spendenkampagne „Ein Schirm geht auf die Reise“ sucht die Lawine Unterstützer, um das kostenfreie Angebot für Ratsuchende in dem notwendigen Umfang aufrecht zu erhalten. Die Kampagne soll dabei helfen, Spenden in Höhe von 25.000 Euro zu erreichen. Für einen Spendenbeitrag von zehn Euro kann ein besonders bedruckter Schirm erworben werden. „Gern habe ich gemeinsam mit Stadtrat Axel Weiss-Thiel für Hanau für diese Aktion die Schirmherrschaft übernommen, denn gemeinsames Engagement zahlt sich aus und so gelingt es, wichtige Institutionen zu erhalten“, betonte Simmler.

Seit vielen Jahren schon haben gemeinsame Aktionen des Kreises mit der Beratungsstelle und vor allem engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie heimische Firmen die Lawine am Leben erhalten. Gerade in schwierigen Zeiten sei eine breite Unterstützung notwendig. Denn außerhalb der Schlagzeilen gebe es zahlreiche Frauen und Kinder, die auf eine gut funktionierende Anlaufstelle in ihrer Nähe angewiesen sind.