Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau verschieben weiteren Öffnungsschritt an den Schulen

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16.03.2021. - Die beiden Schulträger Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau haben am Dienstag beschlossen, den nächsten Öffnungsschritt in den Schulen zu verschieben. Das Corona-Infektionsgeschehen erlaube derzeit noch keine weitere Rückkehr in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht für alle. „Die Zahl der Neuinfektionen ist in den vergangenen Tagen deutlich nach oben gegangen, das Infektionsgeschehen verlagert sich in die jüngeren und mittleren Generationen, insbesondere durch eine Ausbreitung der britischen Virusvariante. Wir können daher den Öffnungsschritt nicht verantworten, den das Kultusministerium kurzfristig für die Tage vor den Osterferien geplant hatte“, erklärte Landrat Thorsten Stolz.

Kreis und Stadt Hanau haben ein gemeinsames Vorgehen vereinbart. Schließlich handle es sich um kein lokal begrenztes Ausbruchsgeschehen. „Die Zahlen sind zu hoch und sie könnten schwerer beherrschbar werden, wenn wir nächste und übernächste Woche unbeirrt und unreflektiert mehr Präsenzunterricht ermöglichen“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der gemeinsam mit Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, Schuldezernent in Hanau, seitens der Brüder-Grimm-Stadt in die Beratungen eingebunden gewesen ist.

Somit wird der Unterricht in allen Jahrgangsstufen und Schulformen im gesamten Main-Kinzig-Kreis, einschließlich Hanau, so fortgesetzt wie bisher:

Klasse 1 bis 6: Wechselunterricht und Notbetreuung

ab Klasse 7: Distanzunterricht

Abschlussklassen (inklusive Q2): Präsenzunterricht.

Für Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler ist der „Tritt auf die Bremse“ erforderlich. „Wir sehen in und um Hanau ein ebenso hohes Infektionsgeschehen wie im Raum Gelnhausen und im Raum Schlüchtern. 24 Fälle in Schulen und 21 Fälle in Kitas haben wir in den vergangenen zwei Wochen registriert, und 38 dieser 45 Fälle alleine in den vergangenen sieben Tagen. Wir sprechen hier von einem enormen Wachstum an Fallzahlen in den Bereichen Bildung und Betreuung, auf den wir reagieren müssen“, so Simmler.

Zwischen den Schuldezernenten des Main-Kinzig-Kreises, Winfried Ottmann und der Stadt Hanau, Axel Weiss-Thiel herrscht Einvernehmen, dass die Lockerungsschritte im sensiblen Bereich Schule, die früher als ursprünglich geplant kommen sollten, so vor Ort nicht verantwortbar sind. Der Kreis und die Stadt Hanau hatten daher, abgestimmt mit dem Staatlichen Schulamt, bereits einen Brief ans Kultusministerium verfasst mit der Bitte, die kurz vor der Kommunalwahl angekündigten vorverlegten Öffnungsschritte wieder zurückzunehmen. „Da sich hier keine landeseinheitliche Regelung abzeichnet, werden wir auf die Infektionslage nun angemessen reagieren und unsererseits die weitere Öffnung im Bereich der Schulen verschieben“, so Winfried Ottmann.