Baustart für neue DRK-Rettungswache in Bieber

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Mit einem symbolischen Spatenstich feierten Landrat Thorsten Stolz (Vierter von rechts) und Bürgermeister Manfred Weber (Vierter von links) gemeinsam Bauplaner Frank Bürgel, Günther Seitz (Gefahrenabwehrzentrum), DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Kronberg, Peter Jökel, Jochen Schäfer (je Jökel-Bau) und Oliver Metz (Gefahrenabwehrzentrum, von links) den Baubeginn der DRK-Rettungswache in Bieber.

26.02.2021. - Noch ist das Eckgrundstück an der Bundesstraße in Bieber eine unbebaute Wiese. Doch wenn die Witterung mitspielt, wird sich das schon sehr bald ändern. Auf dem etwa tausend Quadratmeter großen Gelände wird ab März die neue Rettungswache des Main-Kinzig-Kreises errichtet, in die das Deutsche Rote Kreuz Einzug halten wird. Vor wenigen Tagen fand deshalb der offizielle Spatenstich statt. Landrat Thorsten Stolz ließ gemeinsam mit Biebergemünds Bürgermeister Manfred Weber, Michael Kronberg, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Gelnhausen-Schlüchtern, und Günther Seitz vom Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises, symbolisch eine Schaufel Sand durch die Luft wirbeln.

„Heute ist ein guter Tag für die Bürger der Gemeinden Biebergemünd, Flörsbachtal und Jossgrund“, sagte Landrat Thorsten Stolz. Corona-bedingt könne das feierliche Ereignis leider nur im kleinen Kreis stattfinden: „Dafür werden wir die Einweihung der Rettungswache in gut einem Jahr gebührend gemeinsam feiern.“ Am Beispiel der Rettungswache in Bieber zeige sich, dass der Main-Kinzig-Kreis ebenso konsequent wie nachhaltig in die Gefahrenabwehr investiere, vor allem in den Rettungsdienst, den Brand- und Zivilschutz. Dies komme den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis zugute, ganz gleich, ob sie im städtisch geprägten westlichen oder im eher ländlich geprägten östlichen Teil leben. „Mit dem Bau der Rettungswache in Bieber tragen wir ein gutes Stück zur Verbesserung der Notfallversorgung der Menschen bei und tragen dafür Sorge, dass sie sich sicherer fühlen können“, betonte der Landrat.

Die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes kommen nun noch schneller zu den Menschen, wenn im Notfall Hilfe gebraucht wird. Die Lage der neuen Rettungswache macht es möglich, dass die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist besser als bisher eingehalten werden kann. Sie sieht vor, dass ein Einsatzfahrzeug jeden an einer Straße gelegenen Notfall in der Regel innerhalb einer Frist von zehn Minuten erreichen soll. „Mit der neuen Rettungswache wird die Hilfe im Notfall noch schneller, noch effizienter und damit noch besser gewährleistet. Das ist ein klares Bekenntnis zu unserem Partner DRK und zu Biebergemünd“, sagte Thorsten Stolz. Der Landrat freute sich aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Rettungswache: „Die neue Wache ist eine deutliche Verbesserung der Arbeitssituation und des Umfeldes. Das kommt den Angestellten des DRK zugute, die für die Menschen eine wichtige Arbeit leisten.“

Wie Bürgermeister Manfred Weber unterstrich, habe man schon seit zwei bis drei Jahren nach einem geeigneten Gelände für den Neubau gesucht. Als das Grundstück in Bieber zum Verkauf stand, habe der Kreis es erworben. Die Baugenehmigung für die Wache sei bereits im Juni 2020 erteilt worden, der Auftrag an die Firma Jökel-Bau in Schlüchtern gegangen.

In der etwa 450 Quadratmeter großen Rettungswache werden zwei Fahrzeugstellplätze für die Rettungsdienstfahrzeuge, ein Aufenthaltsraum, ein Büro, sowie Sozial- und Nebenräume für bis zu sechs Mitarbeiter untergebracht sein. „Damit wird dem Roten Kreuz im Main-Kinzig-Kreis eine moderne Wache mit guter Ausstattung zur Verfügung stehen, die den neuesten Standards und Vorgaben entspricht“, freut sich der Landrat. Vom Standort Bieber werden neben der Gemeinde Biebergemünd auch Ortsteile der benachbarten Gemeinden Flörsbachtal und Jossgrund notfallmedizinisch versorgt. Die Rettungswagen selbst sind telemedizinisch ausgestattet, so dass auch jederzeit die notärztliche Versorgung sichergestellt ist.