Impfaktion: Arztpraxen können sich auch online melden¬

pm-img

21. Februar 2021. - Ab dem kommenden Wochenende sollen in Hessen alle niedergelassen Ärztinnen und Ärzte, auch aus Privatpraxen, der Ärztliche Bereitschaftsdienst, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie das jeweilige Praxispersonal das Angebot einer Corona-Impfung bekommen. Diese Information hat der Main-Kinzig-Kreis am späten Freitagabend erhalten. Am Wochenende wurde seitens des Kreises bereits eine Reihe von Praxen per E-Mail oder Fax kontaktiert mit der Bitte um Rückmeldung, ob und in welchem Umfang Interesse besteht. Um auch die auf diesen Wegen nicht erreichbaren Praxen zu informieren, macht der Main-Kinzig-Kreis in einer Pressemitteilung auf diese Impfaktion aufmerksam: Wer aus dem medizinischen Bereich keine direkte Nachricht vom Kreis erhalten und darauf schon geantwortet hat, kann dies über die Internetseite des Kreises www.mkk.de unter CoroNetz/Impfaktion/„Landesweite Impfaktion für Arztpraxen“ ebenfalls tun.

Im Unterschied zu den Terminvergaben der laufenden täglichen Impfungen werden die Kreise und kreisfreien Städte die Impfaktion der Ärzteschaft und ihres Personals selbst koordinieren. Der Main-Kinzig-Kreis geht für seinen Zuständigkeitsbereich von einer Personenzahl im vierstelligen Bereich aus und hat am Wochenende verschiedene Lösungen erarbeitet, wie diese möglicherweise sehr große Zahl an Frauen und Männern kurzfristig Impfdosen verabreicht bekommen können. Zum Vergleich: In den beiden Impfzentren in Hanau und Gelnhausen erhalten derzeit täglich je 90 Personen ihre Impfung.

„Für den Main-Kinzig-Kreis stellen sich bei dieser Aktion noch ein paar Fragen, bei denen wir auf Antworten der Landesregierung drängen werden wie zum Beispiel Fragen rechtlicher, vor allem organisatorischer Natur und ob auch genügend Impfstoff durch die Landesregierung geliefert werden wird. Aber natürlich bereiten wir parallel die Organisation der Impfungen aktiv vor, denn dass die Impfung für Ärztinnen, Ärzte und deren Personal gerade zum jetzigen Zeitpunkt richtig und wichtig ist, daran besteht absolut kein Zweifel“, erklärte Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler am Sonntag.

Der Main-Kinzig-Kreis fragt per Onlineformular wie auch per Mail in den Arztpraxen nach dem Bedarf und der Altersstruktur der Impfwilligen. Nur so können die Termine passend zum Impfstoffangebot zugeordnet werden. Koordiniert wird die Aktion im Kreisgebiet vom Team um Impfleiter Dr. Wolfgang Lenz sowie dem Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises. Die Vergabe der Termine soll in der zweiten Wochenhälfte starten. Deshalb müssen die abgefragten Zahlen und Daten bis Dienstagabend vorliegen. „Wir hatten bereits in den letzten Wochen Kontakt mit Arztpraxen aufgenommen, um Impfinteressenten zu erfassen und auch schon einzelne Impfungen vornehmen zu können. Durch die nun unerwartet große Impfstoffankündigung des Landes brauchen wir jetzt noch schnell die zusätzlichen Informationen, um für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen zu können“, sagte Dr. Wolfgang Lenz.