Leichte Entspannung in den Hochwassergebieten

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31.01.2021. - Die Regenpause hat die Hochwasserlage vielerorts etwas entspannt. Das gilt auch für die Nidder, die durch einige Nebenflüsse erhebliche Wassermengen aufnehmen musste. Insbesondere der Seemenbach bereitete den Einsatzkräften aus dem Wetteraukreis und dem Main-Kinzig-Kreis am Samstag noch erhebliche Sorgen. Aktuell ist die Lage insgesamt stabil, wird aber in den nächsten Tagen weiterhin beobachtet.

„Das Rückhaltebecken bei Düdelsheim war an seine Grenzen

gekommen, so dass der Abfluss erhöht werden musste“, berichtet Landrat Thorsten Stolz, der sich mit seinem Wetterauer Amtskollegen Jan Weckler vor Ort ein Bild gemacht hatte. Es wurde vorsorglich eine Warnmeldung für Teile von Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden herausgegeben. Auch am Sonntag trafen sich die Landräte im Feuerwehrhaus in Altenstadt mit Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren aus Büdingen, Altenstadt, Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden zur Lagebesprechung und erhielten dort durch Joachim Arnold, Vorsteher des Wasserverbandes Nidder-Semenbach, aktuelle Informationen.

Die Feuerwehren vor Ort haben die Bevölkerung informiert, die Maßnahmen wirken, gleichzeitig hat sich die Hochwassersituation am Regenrückhaltebecken etwas entspannt. Das Wasser geht leicht zurück. Dennoch wird aktuell eine erhöhte Abflussmenge abgeleitet, weil vor dem Hintergrund des angekündigten Regens am Dienstag jetzt ein Puffer geschaffen werden soll, um weitere Niederschläge und gleichzeitig Schmelzwasser aufnehmen zu können.

„Wir haben durch die Maßnahme gestern Zeit gewonnen, die uns jetzt hilft, uns für die weiteren Regenfälle vorzubereiten. Aktuell läuft deutlich weniger Wasser in das Rückhaltebecken nach, als abgelassen wird“, schildert Landrat Thorsten Stolz die Situation auf Basis der Informationen des Wasserverbandes. Nach Informationen aus dem Wetteraukreis, könne eine Aufnahmefähigkeit von zwei Millionen Kubikmetern erreicht werden, die maximale Aufnahmemenge sind fünf Millionen Kubikmeter.

Landrat Thorsten Stolz erneuert seinen Dank an die zahlreichen Einsatzkräfte im Main-Kinzig-Kreis, die unter schwierigen Bedingungen „einen tollen Job“ gemacht haben. Die Lage sei an vielen Orten im Main-Kinzig-Kreis durch das anhaltende Tauwetter und die ergiebigen Niederschläge durchaus dramatisch gewesen. Die Schwerpunkte der Einsätze waren Birstein, Brachttal, Wächtersbach, Bad-Soden-Salmünster, Steinau und Schlüchtern. In der Folge kam es dann auch zu vermehrten Einsätzen in Teilen von Gründau, Langenselbold und Erlensee-Rückingen.

Unter solchen Voraussetzungen sei es ein gutes Gefühl, wenn sich die Bevölkerung auf die Helferinnen und Helfer verlassen könne. „Herzlichen Dank an die Feuerwehren, das THW, weitere Hilfs- und Rettungsorganisationen, die Polizei, die Bauhöfe, örtliche Verwaltungen und alle anderen Helferinnen und Helfer, die vor Ort anpacken“, so der Landrat abschließend.