Hilferuf für Kurstädte war erfolgreich

pm-img

13.11.2020. – Der gemeinsame Einsatz von Landrat Thorsten Stolz sowie Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch und Bad Orbs Bürgermeister Roland Weiß für eine Unterstützung der hessischen Kurstädte im Rahmen der Corona-Pandemie war erfolgreich und hat sich jetzt in einem ersten Schritt ausgezahlt: Das Land Hessen stellt im Zuge des Kommunalpaketes 15 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für Heilkurorte über den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) zur Verfügung. „Das ist eine gute Nachricht, insbesondere für unsere beiden Kurstädte Bad Orb und Bad Soden-Salmünster“, freut sich Landrat Thorsten Stolz, der bereits im Mai gemeinsam mit Dominik Brasch und Roland Weiß die Initiative ergriffen und das Land Hessen um eine gezielte Unterstützung der Kurorte gebeten hatte. Dominik Brasch und Roland Weiß ergänzen: „Die Finanzmittel, die hier über den KFA für die Kurstädte zur Verfügung gestellt werden, lösen zwar nicht alle finanziellen Probleme, sie helfen aber ganz klar weiter.“

Bereits Ende Mai sind Thorsten Stolz, Dominik Brasch und Roland Weiß tätig geworden und sind an das Land mit der Bitte um Unterstützung für die Kurorte herangetreten. Unter anderem mit einem Schreiben an den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir haben die drei heimischen Kommunalpolitiker die schwierige Situation der Kurorte dargelegt. Geschlossene Thermen, ein deutlich spürbarer Rückgang bei den Übernachtungszahlen, starke Einschränkungen für Hotellerie und Gastronomie, ein Wegbrechen von Veranstaltungen – damit haben die beiden Kurstädte im Main-Kinzig-Kreis zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund sind die zusätzlichen Finanzmittel des Landes Hessen aus dem Kommunalpaket willkommene Finanzspritzen für Bad Soden-Salmünster und Bad Orb. Für die Stadt Bad Orb macht dies nach einer ersten Schätzung des Hessischen Heilbäderverbandes eine Verbesserung in Höhe von 750.000 Euro aus und für die Stadt Bad Soden-Salmünster eine Verbesserung in Höhe von zirka einer Millionen Euro in den nächsten drei Jahren.

In ihrem gemeinsamen Appell an das Land Hessen erklärten der Landrat und die beiden Bürgermeister damals: „Die drastischen Umsatzeinbußen bei einer Vielzahl von Unternehmen wirken sich auch auf die Einnahmen der Kommunen aus. Wir sprechen hier von deutlich reduzierten Gewerbesteuerzahlungen, hinzu kommen geringere Einnahmen aus dem Einkommenssteueranteil der Kommunen sowie die Einnahmeverluste aus den fehlenden Kurbeiträgen.“

Kurstadt-Bürgermeister Dominik Brasch ergänzt, dass die in Aussicht gestellten Mittel „die pandemiebedingten Auswirkungen auf die Kurbetriebe in einem ersten Schritt zwar abfedern, jedoch auch weiterhin für jene Kurorte, welche eine Therme betreiben, weitere Unterstützung einzufordern ist“. „Deshalb begrüßen und unterstützen wir die weitergehende Forderung des Hessischen Heilbäderverbandes zu einem Sonderprogramm für die Bäder und Thermen in Hessen, welche vor existenziellen Problemen stehen und freuen uns über die zusätzliche Unterstützung durch unseren Landrat“, erklärt Bürgermeister Roland Weiß.

Welche Bedeutung der Bereich Kur und Tourismus für die beiden Kurstädte hat, wird im Hinblick auf die Arbeitsplätze deutlich: In Bad Orb sind rund 3.000 Arbeitsplätze und in Bad Soden-Salmünster rund 1.400 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von diesen Wirtschaftszweigen abhängig.

In den zurückliegenden Monaten haben Dominik Brasch, Roland Weiß und Thorsten Stolz auf unterschiedlichen Ebenen immer wieder die besondere Situation der Kurorte thematisiert und entsprechend platziert: Über die kommunalen Spitzenverbände wie den Hessischen Städte- und Gemeindebund, den Hessischen Landkreistag und den Hessischen Heilbäderverband. Jeder in seinem Einfluss- und Verantwortungsbereich.

„Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass unsere Appelle gehört wurden und das Land Hessen tätig geworden ist, denn feststeht: Die Kurstädte können die negativen Effekte der Corona-Krise aus eigener Kraft nicht abwenden. Neben den bereits bewilligten Hilfen für Unternehmen braucht es auch eine Unterstützung der Kurstädte selbst, um vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderung eine Perspektive aufzuzeigen“, unterstreichen Thorsten Stolz, Dominik Brasch und Roland Weiß abschließend.