Weitere Schutzmaßnahmen für Schulen und Kindertageseinrichtungen

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6. November 2020. - Parallel zu den weiterhin sehr hohen Infektionszahlen und einem neuen Höchststand der Inzidenz hat der Main-Kinzig-Kreis in seinem Verwaltungsstab weitere Maßnahmen für Schulen und Kindertageseinrichtungen auf den Weg gebarcht. Diese notwendigen Schritte wurden in Abstimmung mit anderen Landkreisen und kreisfreien Städten in der Rhein-Main-Region und dem Staatlichen Schulamt beschlossen.

Als sinnvoll und notwendig erachtet wurde nach dem Plan des Hessischen Kultusministeriums der Eintritt in die sogenannte Stufe 3 (Wechselmodell) in den weiterführenden Schulen ab Klasse 7 und den beruflichen Schulen. Gemäß der offiziellen Vorgaben des Kultusministeriums bedeutet das „eine Teilung der Lerngruppen und einen täglichen oder wöchentlichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht“. Wie die Kreisspitze mit Landrat Thorsten Stolz, Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und Schuldezernent Winfried Ottmann ankündigt, soll diese Anordnung des Gesundheitsamtes ab Mittwoch, 11. November, für vier Wochen in Kraft treten. Die organisatorische Umsetzung dieses seit Ende August vorliegenden Stufenplans liegt in der Zuständigkeit der Schulen.

„Da das Land Hessen hier keine Vorgaben macht, ab welchem Infektionsgeschehen der Einstieg in das Wechselmodell erfolgen soll, haben wir eine Abstimmung in der Rhein-Main-Region herbeigeführt und hier ein entsprechendes Vorgehen vereinbart. Wir sehen in unseren täglichen Lagebesprechungen, dass das Infektionsgeschehen weiterhin auf hohem Niveau stattfindet“, begründen Landrat Thorsten Stolz, Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und Schuldezernent Winfried Ottmann die Entscheidung. Der Einstieg in das Wechselmodell ab der siebten Klasse in den weiterführenden Schulen und den beruflichen Schulen werde zu einer Entzerrung im Schulalltag und im Bereich der Schülerbeförderung führen und die möglichen Kontakte noch einmal reduzieren.

Dieses Vorgehen ist auch eng mit dem Schulträger der Stadt Hanau abgestimmt worden. Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky sieht den Schritt in den Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht mit Verweis auf die hohen Fallzahlen im Stadtgebiet von Hanau ebenfalls als richtig und zwingend notwendig an.

Mit Rücksicht auf die herausfordernde Betreuungssituation für viele Eltern, steigen die Grundschulen und die Klassen fünf und sechs in den weiterführenden Schulen nicht in das Wechselmodell ein. Auch das wurde für die gesamte Region so festgelegt. Ebenso habe man sich im Main-Kinzig-Kreis aus fachlicher Sicht derzeit noch ganz bewusst gegen eine Maskenpflicht im Unterricht an Grundschulen entschieden.

Ebenfalls gibt es Entscheidungen des Verwaltungsstabes zu den Vorgaben für die Kindertageseinrichtungen. Auch gab es hier in den letzten Tagen vermehrt Abstimmungsgespräche mit Städten und Gemeinden. „Die Infektionen, die derzeit vermehrt in die Kitas getragen werden und durch eine Durchmischung der Gruppen im Alltag dann weitergetragen werden können, führen zu vielen Absonderungen und damit zur Schließungen ganzer Gruppen oder sogar der gesamten Einrichtung. Insofern ist es geboten, dass auch hier weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, zum einen aus Sicht des Infektionsschutzes, aber auch aus Sicht der Verlässlichkeit für Eltern“, erläutert die Kreisspitze das Vorgehen.

Konkret wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend angeordnet für alle Erzieherinnen und Erzieher, die in Kindertageseinrichtungen ihre eigene Gruppe verlassen oder in eine andere Gruppe wechseln. Zudem wird an alle Träger die dringende Empfehlung ausgesprochen, die Betreuung der Kinder in konsequent getrennter Gruppenzusammensetzung zu organisieren. Hier verweisen die Verantwortlichen darauf, dass weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufgrund der kreisweit weiterhin hohen Infektionszahlen auch für den Kitabetrieb als notwendig erachtet werden. Die dringende Empfehlung wird in den nächsten Tagen vor allem auch hinsichtlich der Infektionslagen vor Ort nochmals konkretisiert werden. Auch diese Vorgaben werden ab Mittwoch eingeführt und gelten für eine Zeit von vier Wochen.