Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten

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Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler begrüßten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leisten.

3. Oktober 2020. - Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises wird bei der Kontaktpersonennachverfolgung ab sofort auch durch die Bundeswehr unterstützt. „Die Soldatinnen und Soldaten leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag und verstärken unser Gesundheitsamt, das seit Monaten hart an der Belastungsgrenze arbeitet. Mit dieser personellen Unterstützung, die wir gezielt im Bereich der Kontaktnachverfolgung einsetzen, wird ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, die Containment-Strategie fortzusetzen, um so Infektionsketten zu durchbrechen, Absonderungen vorzunehmen und Kontaktpersonen zügig zu informieren“, erklärte Landrat Thorsten Stolz, der die Bundeswehrkameraden und –kameradinnen im Barbarossasaal des Main-Kinzig-Forums zusammen mit Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler begrüßte.

„Das Infektionsgeschehen im Main-Kinzig-Kreis hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Das, was die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt, aber auch alle Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ämtern und aus kreiseigenen Betrieben, seit vielen Tagen und Wochen gemeinsam leisten, ist außergewöhnlich. Aber auch diese Kraft hat angesichts der hohen Fallzahlen, der vielen Kontaktpersonen, ein Ende. Genau da brauchten wir weitere Unterstützung“, sagte Susanne Simmler. Sie stimmte die Männer und Frauen auf den herausfordernden Dienst am Telefon ein. „Denn wir befinden uns jetzt in einer Phase der Pandemie, in der angesichts von im Schnitt 100 neuen Coronavirus-Fällen pro Tag nicht nur die Listen der Kontaktpersonen immer länger werden, sondern auch immer mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Wir müssen in diesen Tagen deshalb besonders viel erklären und um Verständnis für alle Maßnahmen werben, denn ohne das Mittun eines jeden Einzelnen geht es nicht“, sagte die Gesundheitsdezernentin.

Die insgesamt 20 Soldatinnen und Soldaten sind für die Dauer ihres Aufenthalts im Jugendzentrum Ronneburg untergebracht. Sie stehen unter der Führung von Oberstleutnant Christian Keimer, der Verbindungsoffizier für den Main-Kinzig-Kreis ist, und Hauptmann Friedhelm Brandau. „Wir bleiben so lange, bis wir nicht mehr gebraucht werden“, sagte Christian Keimer. Stationiert sind sie in Frankenberg (Eder) und gehören zum Bataillon Elektronische Kampfführung 932. „Sie alle haben sich freiwillig zum Dienst im Main-Kinzig-Kreis gemeldet, das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir freuen uns sehr über die tatkräftige Unterstützung der Truppe, und ich sage im Namen unserer Bürgerschaft Danke, dass sie da sind“, sagte Landrat Thorsten Stolz.