Schnullerbaum trägt schon 34 „Blüten“

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Der immer bunter blühende Schnullerbaum war kürzlich im Bürgerportal ausgestellt, als Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Zweite von rechts) im Beisein von Amtsleiter Dr. Siegfried Giernat und Mitgliedern des Arbeitskreises Jugendzahnpflege per Losverfahren eine erste Gewinnerin der Schnullerbaum-Aktion ermittelte.

8. Oktober 2020. - Schon 34 Pakete hat die „Schnullerfee“ im Gesundheitsamt entgegennehmen können. So viele Schnuller aus allen Teilen des Kreises wurden von Kleinkindern beziehungsweise deren Eltern bereits in den ersten zwei Monaten ab Beginn der Schnullerbaum-Aktion zugesandt. Die Exemplare sind – gereinigt und desinfiziert – an einem kleinen Baum im Main-Kinzig-Forum zu sehen. „Die Resonanz auf unsere Aktion hat uns doch sehr überrascht. Aber es ist schön zu sehen, dass die Familien diese Hilfe zum Übergang in die schnullerfreie Zeit für ihr Kind annehmen“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Unter allen Kindern, die ihren Nuckel eingesandt hatten, wurde eine handgefertigte, hochwertige Puppe verlost – die Gesundheitsdezernentin zog das Los eines Mädchens aus Hammersbach.

Den Schnullerbaum hat der Arbeitskreis Jugendzahnpflege des Main-Kinzig-Kreises initiiert. Die Aktion unterstützt Eltern von „Nuckel-Kindern“ dabei, diese vom Schnuller zu entwöhnen. Bei der „Schnullerfee“ geben die Kinder ihren Schnuller in gute Hände – und erhalten für diesen wichtigen Schritt in ihrem Leben sogar ein kleines Geschenk: ein Bild von der Schnullerfee sowie einen „Mutstein“ mit einem Gedicht, selbst gestaltet durch Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises Jugendzahnpflege.

„Die Schnullerfee soll dabei helfen, die Trennung vom Nuckel zu erleichtern, die nach Möglichkeit bis zum 24. Lebensmonat vollzogen sein sollte“, erklärte Dr. Siegfried Giernat, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Das Bedürfnis zu saugen, bestehe nur im ersten Lebensjahr, danach sei das Nuckeln eine Angewohnheit, die allerdings schlecht für Zähne und Gebiss sein kann.

Die Aktion läuft weiter, so dass der Schnullerbaum in den kommenden Wochen noch bunter „blühen“ dürfte. Ist das Kind bereit, sich von seinem Schnuller zu trennen, können Eltern diesen auf dem Postweg an das Gesundheitsamt im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen schicken, Barbarossastraße 24. Die Schnuller werden im Labor des Zahnärztlichen Dienstes desinfiziert und später an den Schnullerbaum gehängt. Als Belohnung erhalten die Kinder via Postweg ihr kleines Geschenk.