Wirtschaftsdezernent besucht Main-Kinzig-Post

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Wirtschaftsdezernent Ottmann (links) und Referatsleiter Walter Dreßbach mit Geschäftsführer Sebastian Rams.

Als Sebastian Rams vor mehr als acht Jahren quasi im Alleingang die Main-Kinzig-Post gründete, war das für den gelernten Bankkaufmann ein „Sprung ins kalte Wasser“. Doch mit großem Fleiß und besonderem Ehrgeiz hat er sein Unternehmen am Markt etabliert, wie er kürzlich im Gespräch mit Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann berichtet.

Mit einem kleinen Kredit hatte der junge Familienvater Anfang 2012 ein Firmenfahrzeug finanziert und musste somit vom ersten Tag an kostendeckend arbeiten. „Im ersten Jahr war ich 14 Stunden täglich im Einsatz, jeden Tag“, erzählt Rams. Im zweiten Jahr nach der Gründung bediente er bereits 100 Firmenkunden und bewegte 10.000 Sendungen täglich. Dennoch hat er auf ein langsames und stabiles Wachstum gesetzt, um das Risiko zu minimieren.

Mit dieser Strategie war er offenbar erfolgreich, denn heute bedient er rund 400 feste Kunden in der Region und beschäftigt etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bereits Ende 2013 wurde er für seinen Mut ausgezeichnet und erhielt in Fulda den Hessischen Gründerpreis, weitere Ehrungen folgten. Seitdem hat er sein Angebot ständig ausgeweitet und setzt auf einen Full-Service aus einer Hand, von der Abwicklung der täglichen Korrespondenz über Postfachleerungen bis hin zu europaweiten Kurierfahrten.

„Wir können in der Regel flexibel und kurzfristig reagieren“, erläutert Sebastian Rams. Als Lizenznehmer der Bundesnetzagentur konnte er auch unter dem Einfluss von Corona ohne größere Einschränkungen agieren und sogar einen erweiterten Lieferservice für den heimischen Einzelhandel auf die Beine stellen. Im Bezug auf die Risiken sowie die damit verbundenen Chancen der Corona-Krise folgt Rams der Strategie, „den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern sich der Herausforderung optimistisch und selbstbewusst zu stellen“.

Für Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann „ein beeindruckendes Beispiel, wie man auch als relativ kleines Unternehmen in der umkämpften Logistikbranche auch in schwierigen Zeiten bestehen kann. Mit dieser Dienstleistung ist die Main-Kinzig-Post in der Region etwas Besonderes und hat sich das Siegel „Made in Main-Kinzig“ verdient, sagt der Kreisbeigeordnete.

Bespielhaft ist dabei auch das soziale Engagement von Geschäftsführer Rams, der unter anderem Berufsrückkehrern und Menschen mit Handicap eine Chance gibt. „Für mich zählen am Ende der Einsatz und der Teamgeist, denn nur gemeinsam sind wir erfolgreich“, betont er. In diesem Sinne unterstützt er auch immer wieder örtliche Sportveranstaltungen als Sponsor.