Klassenhaus F der Beruflichen Schulen Gelnhausen eingeweiht

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Symbolhafte Schlüsselübergabe: Landrat Thorsten Stolz, Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann übergeben Schulleiter Hartmut Bieber im Beisein von Architekt Timo Trageser (von rechts) eine Erinnerung an den Einweihungstag.

21. September. - Große Erleichterung herrscht bei der Leitung der Beruflichen Schulen: Das akute Raumproblem ist durch den Bezug des Neubaus „Haus F“ mit seinen 14 Klassenzimmern deutlich gemildert. Schulleiter Hartmut Bieber stellte dies bei der Einweihung in den Mittelpunkt, deutete aber schon mit Blick auf das benachbarte Joh-Gelände an, dass ein „Haus J durchaus noch benötigt“ werde. Dafür sprächen schon die Schülerzahlen von rund 3.600, Tendenz steigend.

Landrat Thorsten Stolz und Schuldezernent Winfried Ottmann griffen den Ball humorvoll auf und fragten im Gegenzug nach, ob nicht erst noch andere Buchstaben zwischen „F“ und „J“ kämen. Thorsten Stolz erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass sich der Main-Kinzig-Kreis als verlässlicher Partner der Schulstandorte zeige, so auch bei der größten beruflichen Schule Hessens. Für das „Haus F“ hatte der Main-Kinzig-Kreis 6,5 Millionen Euro investiert, „und eine solche Investition ist kein Selbstzweck“, sagte der Landrat. „Es geht um die besten Voraussetzungen fürs Lernen und Lehren. Dazu haben wir als Kreis, über die Kosten für den Neubau hinaus, in den vergangenen zehn Jahren 18 Millionen Euro in die Beruflichen Schulen Gelnhausen gesteckt. Das ist eine starke Hausnummer, und das hat die duale Ausbildung nachhaltig gestärkt.“

Kreisbeigeordneter Ottmann fügte an, dass parallel zum Neubau der Ausbau und die Modernisierung vorankämen. Er erwähnte die LoRaWan- und VLC-Projekte zur Datenübermittlung, die auch an Schulen im Kreisgebiet getestet werden. 1.500 Klassenzimmer im Main-Kinzig-Kreis verfügten über WLAN, der Austausch mit den Schulen über die intensivere Nutzung digitaler Lösungen laufe. „Wir sind auf einem guten Weg. Die Zukunft der Bildung und Ausbildung ist digital, wir machen die Schulstandorte fit dafür“, sagte der Schuldezernent.

Die zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung und Schulwesen durften bei der Einweihung die neuen Räumlichkeiten besichtigen, die zum Teil schon im Unterrichtsbetrieb genutzt werden. Zur Verbesserung der Raumsituation stehen im Neubau insgesamt 14 zusätzliche Klassenräume für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Zusätzlich wurden ein Gruppenraum, zwei Lehrerbereiche sowie die notwendigen Lager- und Technikräume bereitgehalten. Alle drei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss sind barrierefrei angebunden.

Mehr Platz ist nun also vorhanden, Außenstellen werden in diesem großen Umfang nicht mehr benötigt. Dennoch vergaß Hartmut Bieber es nicht, sich bei Michael Neeb, dem Leiter der Kreisrealschule zu bedanken. Auf dem dortigen Gelände fand über mehrere Monate hinweg Unterricht statt, ebenso wie in vielen weiteren externen Räumlichkeiten in der Geschichte der Beruflichen Schulen Gelnhausen. „Nach mehr als 30 Jahren haben wir nun ein Ziel erreicht: ein Schuljahr ohne Außenstellen“, zeigte sich Hartmut Bieber erleichtert.