Ferienakademie: Unterstützung beim Lernen in den Ferien

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Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann (Dritter von rechts) besuchte die Ferienakademie in Maintal und sprach mit Schulleiter Claus Wörn (Zweiter von links), Diana Schmidt (Schulleiterin der Grundschule Villa Kunterbunt, Dritte von links), Saskia Heber (Lehrerin und Organisatorin Ferienakademie und Sommercamp, rechts) über die Lernsituation am Albert-Einstein-Gymnasium und der Grundschule Villa Kunterbunt. Vom Staatlichen Schulamt Hanau nahm Manuela Brademann (Vierte von links) an dem Termin teil.

15. August 2020. - Im Albert-Einstein-Gymnasium und der Grundschule Villa Kunterbunt in Maintal wurde in den letzten beiden Ferienwochen gelernt. Dort fand neben dem Sommercamp erstmals auch eine Ferienakademie statt. Die beiden Schulen gehören zu den 22 Bildungseinrichtungen im Main-Kinzig-Kreis, die sich an dem kostenlosen Angebot des hessischen Kultusministeriums beteiligt haben. Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann stattete gemeinsam mit Manuela Brademann dem Albert-Einstein-Gymnasium in der letzten Ferienwoche einen Besuch ab und sprach dort mit Schulleiter Claus Wörn, Lehrerinnen sowie Vertretern des Schulelternbeirats über die Herausforderungen während der Zeit des Distanzunterrichts und sinnvolle Lösungen für die Zukunft. Die jungen Leute sollen trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in ihrer schulischen Ausbildung nicht abgehängt werden – dieses grundlegende Ziel äußerten alle Beteiligten des Treffens. Manuela Brademann lobte das Engagement von Studierenden und anderen externen Lehrkräften, die sich kurzfristig bereit erklärt hatten, Kurse in der Ferienakademie in Deutsch, Mathe und Englisch zu übernehmen. „Die 22 Schulen im Main-Kinzig-Kreis waren erfreulicherweise schnell bereit, sich zu beteiligen“, sagte Manuela Brademann.

„Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt Schülerinnen und Schüler gerne dabei, Unterrichtsinhalte, die während des Distanzunterrichts zu kurz gekommen sind, in der Ferienzeit nachzuholen oder zu vertiefen“, sagte Winfried Ottmann und dankte Hausmeistern und Reinigungskräften, denn diese ermöglichen den außerplanmäßigen Unterricht, indem sie sich um die Reinigung der Räume und sanitären Anlagen kümmern.

In Kleingruppen wurden die Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur achten Klasse unterrichtet. Das Interesse an Extra-Unterrichtseinheiten war groß, erklärte Schulleiter Wörn. Großes Interesse gebe es auch an digitalen Unterrichtsmodellen. Hier hat der Main-Kinzig-Kreis bei den Schulen im Kreis eine Abfrage gestartet, um herauszufinden, welche Kinder zu Hause nicht über die nötigen Geräte verfügen, um am Distanzunterricht teilnehmen zu können. Diese Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, Endgeräte ausleihen zu können. „Eine große Anzahl von Geräten ist bestellt und eine Teilmenge ist bereits eingetroffen“, sagte Winfried Ottmann und ergänzte: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung auch im schulischen Bereich ist und dass wir unsere Planungen noch schneller vorantreiben müssen.“ Dazu gehöre auch der Ausbau der W-Lan-Versorgung innerhalb der einzelnen Klassenräume, nachdem alle rund 100 Schulstandorte seit Sommer 2019 an das schnelle Glasfasernetz des Main-Kinzig-Kreises angeschlossen sind. Auch die Fortbildung der Lehrkräfte im Bereich des digitalen Unterrichts sei ein wichtiges Thema. Über die Bildungspartner Main-Kinzig sei es möglich, solche Angebote auch dezentral für das Hessische Kultusministerium in die Schulen zu holen, sagte Winfried Ottmann. Schulleiter Wörn zeigte sich sehr interessiert an diesen Möglichkeiten. Das Gymnasium bereite sich mit dem Start ins neue Schuljahr intensiv darauf vor, immer wieder Distanzunterricht, auch Homeschooling genannt, anbieten zu können - falls es innerhalb der Schulgemeinde zu Corona-Fällen kommen sollte. „Die Digitalisierung ist schneller als gedacht zu einem zentralen Thema geworden. Im Main-Kinzig-Kreis können wir anders als viele andere Landkreise jedoch auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen und werden diese nun mit Hilfe des Digitalpakts Schule sinnvoll weiterentwickeln“, sagte Winfried Ottmann.