Neues Koordinierungszentrum für das Ehrenamt

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Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, unterzeichnet die Zuwendungsverträge für die Koordinierungszentren in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Main-Kinzig, Lahn-Dill und Hersfeld-Rotenburg. Die Landräte Thorsten Stolz (Main-Kinzig), Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg), Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg) sowie der Erste Kreisbeigeordnete Roland Esch (Lahn-Dill) sind per Videokonferenz zugeschaltet. Foto: Hessische Staatskanzlei

6. Juli 2020. - Mit seiner Unterschrift hat der Chef der hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, den Weg frei gemacht für die vier neuen Koordinierungszentren für Bürgerengagement. Eines davon wird im Main-Kinzig-Kreis eingerichtet. Via Videoschaltung haben Axel Wintermeyer und die Landräte der Kreise Main-Kinzig, Waldeck-Frankenberg, Lahn-Dill und Hersfeld-Rotenburg die Zuwendungsverträge für insgesamt vier Koordinierungszentren für Bürgerengagement unterzeichnet. Dabei handelt es sich um eine zentrale Anlaufstelle für Ehrenamtliche. Für die Koordinierungszentren stellt die Hessische Landesregierung bis Mitte 2023 jährlich rund 500.000 Euro bereit. Die Landkreise erhalten bis zu 150.000 Euro und verpflichten sich dazu, einen Eigenanteil aufzubringen. Die Koordinierungszentren starten offiziell am 1. Juli 2020.

Landrat Thorsten Stolz freut sich über die „strukturelle Weiterentwicklung, von der die Arbeit von ehrenamtlich Aktiven sehr profitieren wird“. „Das Koordinierungszentrum passt sehr gut zu unserem Kreis, gerade jetzt. Denn wir hatten ohnehin den Plan, unsere Ehrenamtsagentur in den nächsten Jahren zu stärken und uns kräftiger der Unterstützung von Vereinen vor Ort zu widmen“, so Stolz. „Jetzt werden wir unsere Servicestelle mit neuem Schwung zu einem wirkungsvollen Koordinierungszentrum für Bürgerengagement weiterentwickeln. Es freut mich sehr, dass das Land Hessen diesen Entwicklungsprozess unterstützen wird.“ Das Koordinierungszentrum soll eine feste Ansprechperson erhalten, die den Vereinen konkrete Hilfestellung geben kann, wenn diese Fördergelder beantragen möchten.

„Hessen steht an der Spitze des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. Dieses Zeitgeschenk der Menschen stellen wir auf solide Beine. Das Freiwilligenmanagement funktioniert vor Ort unterschiedlich. Mit den Koordinierungszentren schaffen wir zunächst einmal eine einheitliche Struktur, die sich auch auf andere Kreise übertragen lässt“, erklärte der Staatsminister. Den Ehrenamtlichen sollen solche Antworten auf Fragen zur Verfügung gestellt werden, die diese sich sonst regelmäßig selbst mühsam erarbeiten müssen. Mit den Koordinierungszentren schafft die Landesregierung gemeinsam mit den Landkreisen einen direkten Draht für alle Anliegen der Vereine und Organisationen. Außerdem wird dort künftig auch das kreisweite Bürgerengagement koordiniert und miteinander vernetzt. Dafür stehen hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Um an dem Programm teilnehmen zu können, mussten sich die Landkreise bewerben und ihre Konzepte vorstellen. In der ersten Staffel wurden aus insgesamt sieben Bewerbungen vier ausgewählt. Damit wird ein weiteres Ziel der Hessischen Landesregierung in dieser Legislaturperiode umgesetzt. „Wir wollen ehrenamtlichem Engagement ein Gesicht geben und ein Bewusstsein dafür schaffen, was Menschen in ihrer Freizeit für die Gemeinschaft leisten. Wir werden sie auch weiterhin nach allen Kräften unterstützen“, so der Staatsminister.

Im Lahn-Dill-Kreis wird der Schwerpunkt auf die Digitalisierung gelegt. „Nicht zuletzt die Vereinswelt wird durch die Covid-19 Pandemie vor neue Herausforderungen gestellt, weshalb wir nicht von ungefähr unsere Zusammenarbeit damit starten, ein kostenloses Webinar zur Thematik ‚Corona und Vereine – digitale Mitgliederversammlung‘ zu organisieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, wünschen uns, dass sie nachhaltig sein wird und weitere Kooperationspartner hinzukommen“, erklärten der Landrat des Landkreises Wolfgang Schuster und sein Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch.

Der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Dr. Reinhard Kubat, erklärte: „Ohne ehrenamtlichen Einsatz, die unentgeltliche Arbeit von zahllosen Freiwilligen, wären bei uns im ländlichen Raum viele Angebote überhaupt nicht möglich. Umso wichtiger ist es, den Ehrenamtlichen mit dem Koordinierungszentrum eine Anlaufstelle zu bieten, an die sie sich mit ihren Fragen, Wünschen und Anregungen wenden können und wo ihnen zeitnah geholfen wird.“

„Das Ehrenamt hat in unserer ländlich geprägten Heimat große Bedeutung. Unser Ziel ist, die über 40.000 Ehrenamtlichen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Zukunft vertiefend zu unterstützen“, sagte der Landrat aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, Dr. Michael Koch. „Wir wollen ein gemeinschaftliches Bewusstsein dafür schaffen, was Ehrenamt alles leistet. Geplant ist eine noch engere Zusammenarbeit mit Städten, Gemeinden, Vereinen und Institutionen, um allen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen. Nicht zuletzt in der Corona-Krise ist deutlich geworden, wie wichtig der Zusammenhalt der Gesellschaft ist“, erklärte er.