Erlebnispark: Ort für Spiel und Spaß – und berufliche Orientierung

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Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (Mitte) überreichte zusammen mit Walter Dreßbach, Leiter des Referats für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur (links) als Zeichen der Anerkennung eine Urkunde an Erlebnispark-Betreiber Theo Michael Zwermann. Dieser bot im Rahmen des ersten Feriencamps zur Berufsorientierung jungen Leuten der Klassen acht bis zehn die Möglichkeit, die berufliche Vielfalt kennenzulernen, die im Erlebnispark in Steinau anzutreffen ist.

25.06.2020. - Der Erlebnispark Steinau steht für Spiel- und Freizeitspaß für die ganze Familie. Bis zu 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz unterschiedlichen Berufen sorgen im Hintergrund dafür, dass der Betrieb während des ganzen Jahres reibungslos läuft. Der Park bietet eine große berufliche Vielfalt – vom Tierpfleger über den Gärtner, Schlosser und Eventmanager bis hin zum Bereich Hauswirtschaft reicht die Bandbreite. „Das macht den Erlebnispark zum idealen Kooperationspartner für das Feriencamp zur Berufsorientierung“, erklärte Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Zusammen mit Walter Dreßbach, Leiter des Referats für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, besuchte er die Freizeiteinrichtung und überreichte als Zeichen der Anerkennung eine Urkunde an Parkbetreiber Theo Michael Zwermann. „Die Schülerinnen und Schüler der Klassen acht bis zehn konnten in den Herbstferien einen ausgesprochen vielfältigen Einblick in die Berufswelt nehmen“, lobte Wirtschaftsdezernent Ottmann das Engagement des Parkbetreibers.

Initiiert worden war die Veranstaltungswoche von Winfried Ottmann als Reaktion auf den Fachkräftemangel, mit dem einige Branchen bereits zu kämpfen haben. „Das Feriencamp bietet die Möglichkeit, die Arbeitswelt insbesondere in den handwerklichen Berufen zu erkunden und ganz neue Leute kennenzulernen. Auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen, das ist im Erlebnispark besonders gut gelungen, denn der Park steckt voller Attraktionen“, sagte der Wirtschaftsdezernent.

Auch Parkbetreiber Zwermann zeigte sich vom Feriencamp sehr angetan: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den jungen Leuten gemacht, das Projekt kam wunderbar an, deshalb sind wir gerne wieder mit dabei.“ Es sei ihm ein besonderes Anliegen gewesen, seine Schützlinge auf den Wert einer guten Ausbildung aufmerksam zu machen – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei eine berufliche Qualifikation wichtiger denn je.

Wann das zweite Feriencamp starten kann, das können Winfried Ottmann und Walter Dreßbach aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht abschätzen. Wichtig ist ihnen jedoch, bei den beteiligten Firmen und Unternehmen Bewusstsein dafür zu schaffen, dass solche Aktionen dazu beitragen, mehr junge Menschen für einen Handwerksberuf zu begeistern. „Es gibt zahlreiche Ausbildungsberufe, die auch ein späteres Studium ermöglichen. Das Feriencamp bietet die Chance, die beruflichen Möglichkeiten praxisorientiert in der Region kennen zu lernen“, erklärt Winfried Ottmann. Am ersten Feriencamp hatten sich neben dem Erlebnispark auch die Unternenehm Uniper und Sislak Design beteiligt.

Winfried Ottmann und Walter Dreßbach nutzten den Besuch auch, um mit dem Parkbetreiber über die Herausforderungen angesichts der zahlreichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu sprechen. „Die wirtschaftliche Situation für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer im Main-Kinzig-Kreis stellt sich unterschiedlich schwierig dar, es geht jetzt darum, das Beste aus der Situation zu machen und sich über die Hilfsmöglichkeiten zu informieren. Hier hat der Main-Kinzig-Kreis mit CoroNetz eine Plattform geschaffen, auf der auch Unternehmer Rat und weiterführende Links finden, um Unterstützung bei ganz unterschiedlichen Anliegen zu bekommen“, erklärte Winfried Ottmann. Trotz der schwierigen Wochen, die hinter ihm liegen, blickt Theo Michael Zwermann optimistisch in die Zukunft. „Es ist uns gelungen, Kurzarbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzuwenden, obwohl wir nicht wie geplant zum 28. März öffnen konnten“, erklärte Theo Michael Zwermann.

Mit Beginn der coronabedingten Einschränkungen haben Zwermann und sein Team damit begonnen, die bestehenden Strukturen im Park zu überdenken, um aus der Not eine Tugend zu machen. Die kleinen und großen Gäste können weiter Karussell fahren, geschlossen sind jedoch das Bällchenbad und die Berg- und Talbahn. Die Karussells fahren jedoch und auch die vielen anderen Spielstationen stehen bereit, ebenso ist der Tierpark geöffnet. Die Grillstationen und Picknickplätze können genutzt werden – jedoch nur von kleineren Gruppen und Familien. Das Restaurant ist derzeit geschlossen. „Unsere Gäste können sich aber wie sonst auch Picknickkörbe mitbringen und sich an den Kiosken mit Pommes, Würstchen, Kaffee und Eis versorgen“, erklärte Zwermann.

Während der Zeit der Ungewissheit seien viele ermutigende Mails von Parkbesuchern bei ihm eingegangen. „Die Leute sind froh, dass sie wieder zu uns kommen können und halten uns die Treue“, fasst Zwermann zusammen. Gleichwohl ist er sich im Klaren darüber, dass es auch viele Gäste gibt, die aus Angst und aus gesundheitlichen Gründen lieber zu Hause bleiben. Der Park biete jedoch auf seiner zehn Hektar großen Fläche ausreichend Platz im Freien, um sämtliche Abstandsregeln ohne Probleme einhalten zu können. Lediglich im Kassenbereich muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, im Park selbst können sich die Menschen frei bewegen. „Unsere Besucherinnen und Besucher sind vernünftig und halten sich an die Vorgaben“, bilanziert Zwermann und Walter Dreßbach ergänzt: „Der Besuch im Erlebnispark ist für viele Familien eine willkommene Abwechslung vom eintönigen Corona-Alltag.“