Baugenehmigung für neue Kita in Wittgenborn

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Landrat Thorsten Stolz (Vierter von links) überbrachte die Baugenehmigung für den Kita-Neubau in Wächtersbach-Wittgenborn an Bürgermeister Andreas Weiher (Dritter von links). Unser Bild zeigt außerdem (von links): Stadtrat Werner Jung, Kita-Leiterin Manuela Thorenz, Projektleiter Klaus Schäfer, Bauamtsleiter Wolfgang Schmidt und Ortsvorsteher Gerhard Werthmann.

12.06.2020. - Mitten im Grünen wird die neue Kindertagesstätte des Wächtersbacher Stadtteils Wittgenborn errichtet: Idyllisch gelegen zwischen Sportplatz und Waldrand, weitab von den Straßen. Die Suche nach einem geeigneten Standort dauerte ein Jahr, nun überbrachte Landrat Thorsten Stolz die Baugenehmigung für das Zukunftsprojekt an Bürgermeister Andreas Weiher. „In dieser schwierigen Zeit spürt man erst richtig, wie wichtig eine gute Kinderbetreuung ist, damit Familien ihren Alltag gut bewältigen können“, sagte der Landrat. „Die Eltern sehnen sich nach Normalität, bis es einmal soweit ist, wird es aber noch dauern“, fügte er hinzu. Aktuell sei coronabedingt gerade einmal die Hälfte der Kinder durch eine Kita-Betreuung versorgt. Eine solche Situation sei völlig neu und bedeute einen großen Rückschritt von dem, was mittlerweile bei der Kinderbetreuung eigentlich als selbstverständlich angesehen werde. Der Start des Kita-Bauprojekts sei daher ein wichtiges Signal für die Eltern, dass deren Bedarf nicht nur gesehen, sondern auch darauf reagiert werde und dass trotz der Krise in die Zukunft investiert werde. Landrat Stolz lobte deshalb die Stadt Wächtersbach, dass diese Geld in die Hand nimmt – rund drei Millionen Euro. Wie Landrat Stolz anmerkte, gewährt der Main-Kinzig-Kreis für jede neue U3-Gruppe einen Zuschuss von 10.000 Euro. „Dieser Betrag ist auch eine Anerkennung dafür, dass die Kommunen ihren Teil dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern“, sagte der Landrat und forderte den Bürgermeister auf, hier Anträge an den Main-Kinzig-Kreis zu stellen, um das neue „Paradies am Waldrand“ zum Beispiel mit zusätzlichen Spielgeräten ausstatten zu können.

„Durch den Neubau wird die räumliche Enge am Standort im Ortskern bald der Vergangenheit angehören“, freute sich Bürgermeister Weiher. Als Synergieeffekt wird in der Nähe des Kita-Standorts ein Wohngebiet mit sechs Bauplätzen erschlossen. Die Bauarbeiten für die Kita können jedoch erst beginnen, wenn die neue Straße nebst aller Anschlüsse für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung fertiggestellt ist. Das wird voraussichtlich im August der Fall sein. Die Kita wird auf einer Fläche von 1300 Quadratmetern errichtet und Platz für fünf Gruppen bieten. Das Gebäude wird nach modernem Standard ausgestattet. Dazu gehört eine CO2-neutrale Pelletheizung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Areal bietet den Kindern genügend Freifläche zum Spielen und zum Entdecken. Der Bürgermeister bedankte sich bei Landrat Stolz für die unbürokratische und gute Zusammenarbeit mit dem Bauordnungsamt des Main-Kinzig-Kreises. Insbesondere im U3-Bereich sei die Nachfrage nach Kinderbetreuung in der Stadt Wächtersbach groß. Eine gute Infrastruktur gerade auch bei der Kinderbetreuung sei für eine Kommune wichtig. „Das bringt den Ort weiter voran“, sagte Bürgermeister Weiher.