Ganztagsschulprogramm: Mehr Stellen bewilligt als beantragt

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Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen im Main-Kinzig-Kreis kommt voran.

14.06.2017. - Schuldezernent Matthias Zach hat aus dem Hessischen Kultusministerium Post bekommen, „und die Nachricht dürfte einige Schulen im Kreis sehr froh stimmen“, sagte er: Aus Wiesbaden wurden sämtliche beantragten Stellen für den Ausbau des Ganztagsprogramms bewilligt, darüber hinaus sogar noch 1,91 Stellen mehr. An neun Schulen wird somit das Personal aufgestockt. „Durch das Zusatzkontingent machen vier der neun Schulen sogar noch einen größeren Schritt in Richtung gebundener Ganztagsschule als gedacht“, erklärte der Kreisbeigeordnete Zach.

Im Dezember hatte der Kreistag insgesamt zwölf zusätzliche Stellen für neun Schulen beantragt. Das Kultusministerium bewilligte nun 13,91 Stellen, die ab dem kommenden Schuljahr zum Einsatz kommen.

Unabhängig davon freute sich Matthias Zach, dass mit der Bergwinkel-Grundschule in Schlüchtern nun die erste allgemeinbildende Schule im Kreis zur gebundenen Ganztagsschule aufsteigen wird (Profil 3). „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns im Kreis ein wichtiges Anliegen“, so Zach. „Wir orientieren uns daher eng an den Entscheidungen der Schulgemeinden, wie sie sich den Ausbau der Ganztagsbetreuung vorstellen. Seit diesem Jahr liegt ein Antrag einer Schule vor, in den Pakt für den Nachmittag einzusteigen, daher treten wir auch hier mit Zustimmung des Kreistags in die Gespräche ein.“

Gebundene Ganztagsschulen bieten nachmittäglichen Pflichtunterricht sowie unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten an fünf Nachmittagen pro Woche an. Der Unterricht findet in der Regel verlässlich in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16 oder 17 Uhr statt. Die Teilnahme an den zusätzlichen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler ganz oder teilweise verpflichtend.

Neu aufgenommen ins Ganztagsprogramm (Profil 1) werden die Schule an der Gründau in Langenselbold, die Nidderauer Paul-Maar-Schule, die Grundschule Vollmerz in Schlüchtern sowie die Grundschule am Hasenwäldchen in Birstein. Das heißt, dass an diesen Einrichtungen an mindestens drei Wochentagen bis 14.30 Uhr Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen sowie erweiterte Angebote im Wahl- und Freizeitbereich angeboten werden. Die Teilnahme an den zusätzlichen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig. Die Fritz-Schubert-Schule in Maintal-Hochstadt befindet sich bereits in Profil 1 und darf sich über eine personelle Aufstockung freuen.

Im Profil 2 wird Schülerinnen und Schülern ein verlässliches Angebot an fünf Nachmittagen pro Woche geboten. Die Nidderauer Bertha-von-Suttner-Schule sowie die Stadtschule und die Elmerland-Grundschule in Schlüchtern wechseln zum kommenden Schuljahr in dieses Profil. Neben dem Pflichtunterricht werden darin nun Förderkurse, Wahlangebote sowie den Unterricht ergänzende und erweiternde Arbeitsgemeinschaften und Projekte, die Betreuung von Hausaufgaben und Stillarbeit sowie die Teilnahme an offenen Sport- und Spielgruppen gewährleistet. Betreuungsmöglichkeiten bestehen in der Regel von 7.30 Uhr bis 16 oder 17 Uhr.