Kreis unterstützt weitere U3-Gruppe in Hammersbach

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Landrat Thorsten Stolz (rechts) überbrachte einen Zuschuss des Main-Kinzig-Kreises für die „Kinderkiste“ in Hammersbach an Bürgermeister Michael Göllner (Mitte).. Unser Bild zeigt außerdem die Fachbereichsleiterin für Kindergärten bei der Gemeinde Hammersbach, Sandra Schutt, und (vorne) die Leiterin der U3-Einrichtungen, Grit Hörding. Hinten rechts im Bild: der stellvertretende Kitaleiter Burkhard Seitz.

28.04.2020. - Ein großer hoher Raum mit vielen großen Fenstern, hellgelb die Wände und der Boden sowie eine Rutsche, auf der die Kita-Kinder der „Kinderkiste“ gleich am Eingang direkt hinunter in den neu gestalteten Gruppenraum sausen können: Zur Fertigstellung der Räumlichkeiten zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren überbrachte Landrat Thorsten Stolz einen Zuschuss des Main-Kinzig-Kreises aus dem Kreisausgleichsstock in Höhe von 10.000 Euro an Bürgermeister Michael Göllner. „Sie haben hier einen Raum geschaffen, in dem sich die Jungen und Mädchen der neuen Zebragruppe wohlfühlen können und der genügend Platz bietet, damit unsere Jüngsten sich spielerisch entfalten können“, sagte der Landrat.

Ungewohnt still ist es derzeit in der Kinderkiste, da wegen der Corona-Pandemie der reguläre Betrieb nicht wie geplant laufen kann. Vor einem Jahr wurde die Entscheidung getroffen, dass die Gemeinde Hammersbach die von der Elterninitiative Hammersbach geführte „Kinderkiste“ übernehmen sollte. Zum einen war den Eltern der Aufwand der privat betriebenen Betreuungseinrichtung nach 20 Jahren zu viel geworden. Auf der anderen Seite war klar, dass in der Gemeinde Betreuungsplätze gerade im U3-Bereich fehlen. „Da lag es nahe, dass die Gemeinde die Einrichtung übernimmt und das Angebot erweitert“, sagte Bürgermeister Göllner. Bisher konnte die Gemeinde 36 Betreuungsplätze in dieser Altersgruppe anbieten, jedoch war die Nachfrage dennoch groß. Zusammen mit dem Verein entschloss sich die Gemeinde deshalb, die Kinderkiste neu aufzustellen – und im Innenbereich umzubauen. Die Gemeinde hat hier 57.000 Euro investiert, 20.000 Euro sind in die Gestaltung der Außenanlage geflossen. Die Gemeinde konnte bei der Umsetzung dieses Projekts auch Fördermittel einsetzen. Geld, das gut angelegt ist, darin sind sich Stolz und Göllner einig. „Eine gute Betreuungssituation ist für die Kommunen im Main-Kinzig-Kreis ein wichtiger Standortfaktor“, sagte Landrat Stolz und fügte hinzu: „Es ist uns deshalb ein Anliegen, Angebote in den Kommunen zu fördern, die zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.“

Nach dem Umbau gibt es in der „Zebragruppe“ zwölf Plätze für die Jungen und Mädchen, wo sie von 8 bis 13 Uhr betreut werden. Neben dem großen Aufenthaltsraum stehen Schlafplätze, eine kleine Teeküche sowie Spielsachen im Innen- und Außenbereich zur Verfügung. Landrat Thorsten Stolz nutzte die Gelegenheit und informierte über die aktuelle Corona-Lage, dieser Herausforderung gelte es gemeinsam zu bewältigen. „Gerade für berufstätige Eltern mit kleinen Kindern ist es derzeit nicht leicht. Es besteht jedoch jetzt die Möglichkeit, dass auch alleinerziehende Berufstätige, die nicht in einem systemrelevanten Bereich arbeiten und die keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen, ihr Kind in einer der Notbetreuungen anmelden können“, sagte der Landrat. Mehr Informationen dazu finden Interessierte unter „CoroNetz“ auf mkk.de.