Kreis setzt Vorbereitungen zum Unterrichtsbeginn fort

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24.04.2020. - Der Main-Kinzig-Kreis setzt als Schulträger seine Vorbereitungen zum Unterrichtsbeginn am Montag mit großen Einsatz fort. In diesem Zusammenhang gab es am Donnerstag auch ein Gespräch mit dem Interessenverband der Schulleiterinnen und Schulleiter, dem Staatlichen Schulamt, dem Kreiselternbeirat sowie der Schülervertretung. „Wir konnten in der Runde einige Problemfelder bearbeiten und offene Fragen klären“, berichtet dazu Schuldezernent Winfried Ottmann.

Der Kreisbeigeordnete betont, dass der Schulbeginn in Zeiten der Corona-Pandemie für alle Beteiligten eine bisher nicht gekannte Herausforderung darstellt. Daher soll der Informationsaustausch in dieser fachlichen Runde auch künftig fortgesetzt werden. „Wir wollen im konstruktiven Dialog die geeigneten Lösungen finden, die für alle akzeptabel sind“, formulieren sie das gemeinsame Ziel für die kommenden Wochen.

Der Optimierungsprozess hat am Donnerstag bereits mit konkreten Antworten auch zu den Fragen zur hygienischen Ausstattung, den sanitären Einrichtungen, der täglichen Reinigung der Klassenräume sowie der Schülerbeförderung begonnen. Auch die kindgerechte Information zu den Herausforderungen der Corona-Pandemie wurde thematisiert.

„Wir befassen uns seit rund zwei Monaten mit den konkreten Herausforderungen der Corona-Pandemie und dabei auch mit dem Thema Schulöffnung“, erklärt Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Dennoch werde es in der komplexen und dynamischen Situation einen fortgesetzten Klärungs- und Kommunikationsbedarf geben, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen und zu entwickeln.

So wurden die vergangenen Tage genutzt, um die vereinzelten Versorgungslücken an den Schulen zu schließen und den bestmöglichen Standard zu erreichen. Dazu wurden auch die Hausmeister und das Reinigungspersonal auf die besonderen Anforderungen eingestellt. Grundlage für die erweiterten Hygienemaßnahmen ist der entsprechende Plan, den das Hessische Kultusministerium am Mittwoch veröffentlicht hat. Zum Einsatz von Nasen-Mundschutz gilt ebenfalls die offizielle Linie der Landesregierung, die durch das Staatliche Schulamt noch einmal bekräftigt wurde. Das Tragen im Unterricht ist demnach nicht vorgesehen.

„Wir werden diese Aufgabe nur meistern können, wenn wir in der Sache zielgerichtet zusammenarbeiten“, betonte Schuldezernent Ottmann in der Gesprächsrunde. Der Main-Kinzig-Kreis werde dazu auch ein „besonderes Serviceteam“ unter anderem mit Beteiligung des Staatlichen Schulamtes auf die Beine stellen. Eine wesentliche Herausforderung werde dann die Behandlung begründeterer Verdachtsfälle oder auch bestätigter Infektionen im schulischen Bereich sein. Gerade auf diese Situation werde sich die Verwaltung intensiv vorbereiten.

Ein besonderes Augenmerk liegt am Montag zunächst auf der Schülerbeförderung, wo die landesweite Maskenpflicht ebenfalls gilt, weil die Abstandsregeln nicht durchgängig einzuhalten sind. „Die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig wird die freien Kapazitäten aufgrund der geringeren Schülerzahlen und der zur Zeit wenigen Pendler nutzen, um größere Abstände zu ermöglichen“, kündigt Schuldezernent Ottmann an. Zudem werden die Abfahrtzeiten und die Kapazitäten in der kommenden Woche bei Bedarf angepasst.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sensibilisiert, um auf mögliche Veränderungen oder Probleme schnell reagieren zu können“, erklärt Ottmann. Am Mittwochnachmittag soll dann in gleicher Runde eine erste Bestandsaufnahme stattfinden. Die gesammelten Erfahrungen werden dann unverzüglich in die weiteren Planungen einfließen.