Pflegebereich schnell und gut ausgestattet

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Am Donnerstag und Freitag verpackte das Team des Main-Kinzig-Kreises das Schutzmaterial und bereitete die Weiterverteilung in die Städte und Gemeinden vor.

19. April. - Der Main-Kinzig-Kreis hat in Zusammenarbeit mit allen 29 Städten und Gemeinden bis Samstag für die Verteilung eines größeren Schutzausrüstungs-Kontingents für die stationäre und ambulante Pflege gesorgt. „Unser Gefahrenabwehrzentrum hat hier gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AQA und des Gesundheitsamts umgehend reagiert, um eingetroffene Materiallieferungen des Landes Hessen zu verpacken und vor allem erheblich aufzustocken, um so schnell wie möglich das Schutzmaterial dorthin zu bringen, wo es dringend gebraucht wird“, erklärte Landrat Thorsten Stolz, der seinen Dank in Richtung der Städte und Gemeinden von Maintal bis Sinntal und den örtlichen Feuerwehren erweiterte, „die sich im Sinne der Sache um die weitere Verteilung in den Kommunen mit großem Engagement kümmern“.

Eine Mannschaft des Gefahrenabwehrzentrums um Amtsleiter Markus Busanni hatte die Pakete am Donnerstag in Frankfurt abgeholt und nach einem definierten Verteilschlüssel umgepackt, unterstützt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises. Dabei legte der Main-Kinzig-Kreis noch eine größere Stückzahl an OP-Masken, FFP2-Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel-Flaschen aus eigener Beschaffung oben drauf. In einer mittlerweile etablierten und gut verzahnten Logistikkette wurden die Pakete für rund 190 Anbieter von stationärer und ambulanter Pflege dann am Freitag und Samstag an zentrale Stellen in den Städten und Gemeinden ausgeliefert. Die Kreismitarbeiter waren am Freitag noch bis in die Nacht hinein unterwegs, um den Kommunen die weitere Verteilung am Wochenende möglichst früh möglich zu machen.

„Bei dieser Lieferung ging es uns ganz wesentlich darum, dass der Bereich der Pflege schnell und für einen längeren Zeithorizont gut ausgestattet ist, gerade vor dem Hintergrund, dass sich in Einrichtungen mit Covid-19-Fällen der Materialverbrauch drastisch erhöht“, sagte Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Auch diese besonderen Bedarfe hatte der Kreis mit entsprechend größeren Kontingenten bei der Verteilaktion berücksichtigt. Insgesamt gingen 70.000 Stück Mund-Nasen-Schutz, 8.000 FFP2-Masken, 80.000 Paar Einmalhandschuhe und 1.500 Liter Handdesinfektion an die 190 Adressaten im Kreisgebiet.

Die Großlieferung über das Gefahrenabwehrzentrum war nicht die erste. Im März hatte der Main-Kinzig-Kreis bereits rund 200 niedergelassenen Ärzten Schutzmaterial zukommen lassen, um dort vorübergehende Praxisschließungen zu verhindern. Dieses Material hatte der Kreis aus eigenen Beständen weitergegeben. Die nun verteilten Kontingente speisten sich aus Materiallieferungen ans Land Hessen.