Digitale Notfall-Plattform setzt auf Beratung in Zeiten von Corona

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Die neue digitale Notfall-Plattform Brillentyp.de bietet Optikergeschäften die Möglichkeit, auch über die eingeschränkten Ladenöffnungsmöglichkeiten hinaus mit Kundinnen und Kunden in Kontakt zu treten. Die Idee dazu hatte Beate Weidmann, Optikermeisterin in Freigericht, umgesetzt wurde die Idee von Plattform.Macher KV aus dem Co-Working-Space für Start-Ups, „Kinzig Valley“, in Gelnhausen.

16. April 2020. - Ein innovatives Bespiel für „Made in Main-Kinzig“ ist die digitale Notfall-Plattform für Optiker und ihre Kundschaft, die seit Kurzem im Internet unter Brillentyp.de zu finden ist. Sie ermöglicht Kundinnen und Kunden sowie unabhängigen Optikern nicht nur aus dem Main-Kinzig-Kreis in Zeiten von Corona die Kontaktaufnahme und persönliche Beratungsgespräche. „Die Notfall-Plattform ist im wahrsten Sinne des Wortes Made in Main-Kinzig. Denn die Idee dazu hatte Beate Weidmann, die Augenoptikermeisterin in Freigericht ist. Sie weiß also, wovon sie spricht und wie wichtig es für die Kundinnen und Kunden ist, sich ausführlich von Fachleuten beraten zu lassen, auch wenn der Gang ins Geschäft vor Ort derzeit nicht mehr so einfach möglich ist, weil Optiker häufig nur noch Notdienste anbieten dürfen“, erläutert Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann. Die Brillentyp-Plattform wurde mit der Unterstützung von Sebastian Köhler, Mitgründer der Gelnhäuser Firma Plattform.Macher KV aus dem Co-Working-Space für Start-Ups, „Kinzig Valley“, in kurzer Zeit auf den Weg gebracht. Diese sind spezialisiert darauf, solche Angebote zu schaffen und Menschen und Unternehmen über neue digitale Plattformen miteinander zu vernetzen.

Kleine Optiker, die ihr Geschäft mit Mühe aufgebaut haben, und ihr Team bewegen sich auf dem Markt oftmals als Einzelkämpfer, weiß Winfried Ottmann um die Probleme dieser Berufsgruppe. Die aktuelle Krise treffe sie dann doppelt hart, da zahlreiche Menschen aus Sicherheitsgründen lieber auf jeden weiteren Gang in ein Geschäft verzichten würden. „Das ist nicht nur ein Fiasko für den Umsatz, sondern auch für Menschen, die sich gern beraten lassen möchten“, erklärt der Wirtschaftsdezernent. Hier komme die Notfall-Plattform ins Spiel. „Mit Brillentyp.de schaffen wir eine Bewegung, um den unternehmerischen Geist vieler Einzelner zu vereinen und helfen zwingend notwendige digitale Geschäftsprozesse anzustoßen. Das ist ein Projekt, um Optiker-Geschäften in der Krise pragmatisch und schnell zu helfen. Es war mir eine Herzensangelegenheit“, erklärt Beate Weidmann die Motivation hinter dem Projekt. Deshalb laute das Motto auch „Made with love“, sagt die Augenoptikermeisterin, die seit 30 Jahren im Geschäft tätig ist.

Die Plattform Brillentyp.de sei von der Benutzung her einfach strukturiert und erleichtere die Orientierung. Optiker können ihren Service und ihre Produkte ganz einfach online anbieten, wenn das Ladengeschäft geschlossen ist. Jeder Kunde, der eine Brille kaufen oder reparieren lassen möchte, hat auf diese Weise auch dann einen Ansprechpartner, wenn er gerade kein Geschäft aufsuchen kann. Bezahlt wird über die Plattform Paypal. Eine Ablauffrist für die Notfall-Plattform brillentyp.de gibt es nicht: „Solange die Plattform für Optiker und Kunden von Nutzen ist, steht sie auch online bereit. Wir tun alles dafür, dass das Portal weiter wächst und alle Beteiligten ihren Nutzen aus dem Angebot ziehen. Gerne auch nach der angespannten Situation mit frischen Ideen“, sagt Beate Weidmann. Aktuell werde an einem „Gesichtserkennungs-Tool“ gearbeitet, welches auf der Basis künstlicher Intelligenz (KI) Gesichter erkennt und diesen die passenden Fassungen zuordnet. „Es handelt sich um ein zukunftsweisendes und spannendes Projekt, das mit Hilfe der Plattform-Macher entstanden ist und das nicht nur auf Interesse aus dem Main-Kinzig-Kreis stößt, sondern deutschlandweit“, stellt Winfried Ottmann fest. Schon nach wenigen Tagen haben sich erste Optiker registriert und ihre Angebote eingestellt.

Für die Nutzung der Plattform fallen für Optiker und Optikerinnen erst bei Verkaufstransaktionen kleine Gebühren an. Darin enthalten sind die Kosten für einen sicheren Zahlungsverkehr über Paypal. „Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, sich unkompliziert beraten zu lassen und dabei ihr Optikfachgeschäft vor Ort zu unterstützen“, erklärt Winfried Ottmann. Mehr Informationen gibt es auf Brillentyp.de.